Im Brennpunkt: Die Österreichische Nationalbibliothek beleuchtet die Wiener Secession und ihre Beziehung zur Fotografie

Wien 1897: Eine Gruppe rebellischer Künstler bricht mit dem Establishment und schreibt Kunstgeschichte. Die Österreichische Nationalbibliothek rückt ein besonderes Objekt aus dieser Epoche ins Licht.

Als Gustav Klimt und seine Mitstreiter 1897 die Wiener Secession gründeten, war das ein Akt bewusster Abkehr. Der Name war Programm: Vom lateinischen secessio abgeleitet, bedeutet er „Trennung” oder „Abspaltung” – und meinte den entschiedenen Bruch mit dem konservativen Historismus der Akademien. Wien sollte zur Bühne einer neuen, modernen Kunst werden.

Mit der Eröffnung des eigenen Ausstellungshauses nach Plänen von Joseph Maria Olbrich avancierte die Stadt rasch zu einem Hotspot der europäischen Kunstmoderne. Klimt, der erste Präsident der „Vereinigung bildender Künstler Österreichs Secession”, prägte das künstlerische Programm entscheidend. Das erklärte Ziel der Bewegung war ehrgeizig: dem modernen Leben eine adäquate Kunstform zur Seite zu stellen – und diese dem Wiener Publikum in neuartigen Ausstellungsformaten mit internationaler Beteiligung nahezubringen.

Die Österreichische Nationalbibliothek nimmt dieses faszinierende Kapitel der Kunstgeschichte nun aus einem bisher wenig beachteten Blickwinkel in den Fokus: der Beziehung zwischen der Secession und der Fotografie. Im Rahmen der Reihe „Das besondere Objekt” rückt ein ausgewähltes Stück aus dem Bestand der Bibliothek ins Zentrum – und öffnet dabei ein Fenster in eine Epoche, in der Kunst, Moderne und neue Medien erstmals eng zusammenfanden.

Mehr unter: https://ausstellung.onb.ac.at

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