eschichte muss nicht trocken sein – sie kann frech, amüsant und zutiefst tragisch zugleich sein. Auf der historischen Burg Trifels erwacht eine fast vergessene Schlüsselfigur des Mittelalters zu neuem Leben: Heinrich (VII.). Das interaktive Stationentheater „Eine komödiantische Tragödie“ beleuchtet das dramatische Schicksal des Stauferkönigs, der zeitlebens im übermächtigen Schatten seines Vaters, Kaiser Friedrichs II., stand.
Hier erfahren Sie, warum dieses Ein-Personen-Stück den Trifels zur perfekten Bühne für ein mittelalterliches Psychogramm macht.
Der Sohn, der zum Feind wurde
Die Geschichte von Heinrich (VII.) ist ein klassisches Drama um Macht und Emanzipation. Bereits im Alter von neun Jahren zum römisch-deutschen König gewählt, fungierte Heinrich lange Zeit nur als politisches Werkzeug seines Vaters. Doch mit zunehmender Reife begehrte der Sohn gegen die väterlichen Vormundschaften auf. Der daraus resultierende Konflikt zwischen Kaiser und König sollte nicht nur das Ende ihrer Beziehung, sondern auch den langsamen Niedergang der Stauferära einläuten.
Frech, modern, interaktiv
Das Besondere an dieser Inszenierung: Trotz des historischen Kerns schlägt das Drehbuch von Angela Pfenninger immer wieder eine Brücke in die Gegenwart. Der Schauspieler Christian Birko-Flemming übersetzt die komplexen Intrigen und Machtverhältnisse in eine moderne Sprache, die mal frech, mal amüsant, aber stets packend ist.
Besucher erleben die Burg Trifels dabei nicht als statisches Museum, sondern als Schauplatz eines packenden Showdowns, bei dem das Publikum hautnah dabei ist, wenn die komplizierte Vater-Sohn-Beziehung eskaliert.
Kulturprojekt mit europäischem Format
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Programms INTERREG – Burgen am Oberrhein statt. Dieses grenzüberschreitende Großprojekt wird mit 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert und verbindet Kultur, Tourismus und Forschung in der Region.
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