Gustav Metzger zurück in Nürnberg – Podiumsdiskussion zur neuen Skulptur von Michaela Meliàn

Mit der Aufstellung von „Bringing Gustav Metzger Back to Nürnberg“ setzt die Künstlerin Michaela Meliàn ein kraftvolles Zeichen im öffentlichen Raum der Stadt. Die Skulptur, die an den in Nürnberg geborenen britischen Künstler und Aktivisten Gustav Metzger erinnert, wurde nun in der Kunsthalle Nürnberg zum Anlass einer vielschichtigen Podiumsdiskussion genommen.

Im Zentrum stand Metzgers komplexe Beziehung zu seiner Geburtsstadt – einer Stadt, die er aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung seiner jüdischen Familie früh verlassen musste und in deren Geschichte seine Biografie bis heute eingeschrieben bleibt.

Auf dem Podium diskutierten neben der Künstlerin Meliàn auch Dr. Michaela Unterdörfer, Kuratorin der Ausstellung „Ein Schnitt entlang der Zeit“ (Kunsthalle Nürnberg, 1999), Dr. Justin Hoffmann, Leiter des Kunstvereins Wolfsburg und Kurator der Metzger-Schau von 1997 im Kunstraum München, sowie Dr. Alexander Schmidt vom Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Moderiert wurde das Gespräch vom Kunsthistoriker Wolfgang Brauneis.

Die Beiträge beleuchteten Metzgers radikales Verständnis von Kunst als politischem Instrument, sein Engagement für ökologische Themen und Antifaschismus sowie die Frage, wie eine Stadt heute mit den Biografien jener umgeht, die von ihr vertrieben wurden.

Organisiert wurde die Veranstaltung im Rahmen des Symposion Urbanum Nürnberg 2025 des Planungs- und Baureferats der Stadt Nürnberg, in Kooperation mit der Kunsthalle Nürnberg und dem Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft.

Die Diskussion machte deutlich: Meliàns Skulptur ist nicht nur ein künstlerischer Eingriff, sondern auch ein Impuls für eine lebendige Erinnerungskultur – und ein Anlass, Gustav Metzger neu in das kulturelle Gedächtnis Nürnbergs einzuschreiben.

Video von Martin Fürbringer

Mehr unter: www.kunstkulturquartier.de

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