Das Kunstmuseum Thurgau wird zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Transformation. Der weltweit renommierte Künstler Fabrice Hyber präsentiert in seiner aktuellen Ausstellung eine Welt, in der nichts statisch bleibt. Er lädt die Besucher ein, Teil eines ständigen Wandels zu werden.
Fabrice Hyber sieht sich selbst nicht als klassischen Künstler, sondern als ein Wesen, das Bilder und Energien aufsaugt. „Ich bin ein Schwamm-Mensch (Spongeman)“, erklärt er. In seiner neuen Schau thematisiert er die Metamorphosen seines eigenen Lebens und Körpers durch eine Vielzahl von „Helden“ oder Avataren.
Die Helden der Mutation
Eigens für diese Ausstellung hat Hyber ein großformatiges Gemälde geschaffen, das seine verschiedenen Alter Ego versammelt.
- Die Avatare: Neben dem „Schwamm-Menschen“ tauchen Figuren wie der „Grüne Mann“ (als Symbol für den Frühling), der Weihnachtsmann, das Michelin-Männchen (Bibendum) und der „Salman“ auf.
- Interaktive Kunst: Einige dieser Figuren verlassen die Leinwand und beleben als Skulpturen den Innenhof des Museums. Besucher sind explizit dazu eingeladen, die Kunst nicht nur anzusehen, sondern sie zu testen – etwa durch das Anprobieren spezieller Kleidung.
Wurzeln und das Leben unter der Erde
Ein zentrales Thema der Ausstellung ist die Verbindung zur Natur und zum Boden.
- Lebendige Wurzeln: In seinen neuesten Arbeiten lässt sich Hyber von seinem eigenen Tal und dessen Bäumen inspirieren.
- Die Übung des „Eingrabens“: Hyber schuf Zeichnungen und Installationen, die dazu anregen, sich symbolisch in die Erde zu begeben. Ein Skelett im Boden verweist auf den Kreislauf des Lebens.
- Wachsende Kunst: Die Installation beginnt mit „lebloser“ Erde. Die Besucher können Samen aus ihren eigenen Gärten mitbringen und einpflanzen, sodass die Ausstellung bis zu ihrem Ende im wahrsten Sinne des Wortes erblühen wird.
Kunst als Motor des Wandels
Für Hyber ist die Fähigkeit zur Mutation überlebenswichtig für die Welt. Nichts ist jemals fertig oder abgeschlossen; alles befindet sich in ständiger Bewegung. Die Kunst dient dabei als Labor für neue Verhaltensweisen und Denkansätze.
Produktion: arttv.ch
Mehr unter: kunstmuseum.tg.ch




