Ein Abend zu Ehren von Dr. h.c. Maja Oeri im Kunstmuseum Basel – Festvortrag von Dr. Noam M. Elcott

Das Video dokumentiert eine feierliche Abendveranstaltung im Kunstmuseum Basel zu Ehren von Dr. h.c. Maja Oeri, die nach 38 Jahren aus der Kunstkommission des Museums ausscheidet. Die Reden würdigen ihr beispielloses Engagement, das die Basler Museumslandschaft nachhaltig geprägt hat.

Hier sind die zentralen Punkte der Würdigung:

Ein Leben für die Kunst und Basel

  • Langjähriges Engagement: Maja Oeri war seit 1988 Mitglied der Kunstkommission und hat das Museum über fast vier Jahrzehnte ehrenamtlich, verlässlich und mit großer Klarheit begleitet.
  • Tradition des Mäzenatentums: Regierungspräsident Konradin Cramer stellt sie in die Tradition des Basler Mäzenatentums, das bis zum Ankauf des Amerbach-Kabinetts 1661 zurückreicht. Oeri führt dieses Erbe ihrer Eltern und Großeltern fort, indem sie Kunst als wichtig für die geistige Entwicklung der gesamten Gesellschaft betrachtet.
  • Persönliche Haltung: Ihre Arbeit ist geprägt von Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und einer bewussten persönlichen Zurückhaltung. Sie legte nie Wert darauf, dass Gebäude oder Flügel ihren Namen tragen; ihr Fokus lag stets auf dem „Ermöglichen“].

Bauliche und strukturelle Meilensteine

  • Laurenzbau: Dank ihrer Schenkung konnte der Kanton 1999 das ehemalige Nationalbankgebäude erwerben. Dies ermöglichte die Zusammenführung von Bibliothek, kunsthistorischem Seminar der Universität und Museumsverwaltung, was den Austausch zwischen Forschung und Praxis stärkte.
  • Erweiterungsbau des Kunstmuseums: Oeri schenkte 2008 die Parzelle „Burghof“ und übernahm 2010 die Hälfte der Baukosten (50 Millionen Franken), was den 2016 eröffneten Neubau erst ermöglichte.
  • Das Schaulager: Ein weltweit einzigartiges Konzept für die Lagerung, Erforschung und Konservierung von Kunst. Es dient als innovatives Modell für die Partnerschaft zwischen dem Museum und der Emanuel Hoffmann-Stiftung.

Förderung der Gegenwartskunst

  • Emanuel Hoffmann-Stiftung: Seit 1995 ist sie Präsidentin der Stiftung, deren Leitmotiv „Bejahung der Gegenwart, Zuversicht in die Zukunft“ ist. Sie ermöglicht dem Museum Zugang zu einer internationalen Sammlung von höchster Qualität.
  • Schenkungen: Zu ihren bedeutenden Schenkungen gehören elf Werkvitrinen von Joseph Beuys (im Gedenken an ihren Ehemann Hans U. Bodenmann) sowie Schlüsselwerke von Gerhard Richter und Camille Pissarro.

Blick in die Zukunft

  • Stabwechsel: Die Tradition wird in der Familie weitergeführt. Ihr Sohn Melchior Oeri tritt ihre Nachfolge in der Kunstkommission an, womit das Engagement und das tiefe Verantwortungsgefühl für den öffentlichen Auftrag des Museums erhalten bleiben.

Der Abend schloss mit einem wissenschaftlichen Festvortrag von Dr. Noam M. Elcott (Columbia University), der Maja Oeri als „Gärtnerin der Kunst“ bezeichnete, die den Boden für die Kunst der Gegenwart bereitet und pflegt.

Mehr: kunstmuseumbasel.ch

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