Zum 20. Jubiläum des DDR Museums diskutierte der ehemalige Thüringer Ministerpräsident über den Gesprächsband “Die neue Mauer”, den Zustand der Demokratie und die Frage, was Geschichte mit der Gegenwart zu tun hat.
Ein Jubiläum mit Gewicht
20 Jahre DDR Museum – das ist ein Anlass für mehr als Rückblick. Am Vorabend des Museumsjubiläums lud das DDR Museum zu einer Buchvorstellung und einem Gespräch ein, das schnell über die Grenzen einer klassischen Podiumsdiskussion hinauswuchs. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein Zeichen dafür, wie viel Gesprächsbedarf die Themen des Abends wecken.
Bodo Ramelow und „Die neue Mauer”
Im Mittelpunkt stand das Buch „Die neue Mauer” von Bodo Ramelow und Ilko-Sascha Kowalczuk. Der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow, diskutierte gemeinsam mit Kulturredakteurin Natascha Freundel über den Zustand der Demokratie, den gesellschaftlichen Umgang mit Geschichte und die Bedeutung historischer Erinnerung für die Gegenwart. Ursprünglich war auch Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk als Gesprächspartner vorgesehen, musste jedoch kurzfristig absagen.
Ein facettenreicher Austausch über Werte und Verantwortung
Trotz der geänderten Konstellation entwickelte sich ein vielschichtiges Gespräch – über demokratische Werte, gesellschaftliche Verantwortung und die Frage, wie der Blick auf die DDR-Geschichte das Verständnis der Gegenwart schärfen kann. Was bedeutet die Metapher der „neuen Mauer” heute – als innerdeutsche Spaltung, als politische Entfremdung, als Erinnerungslücke?
Geschichte als Gegenwartsfrage
Die Veranstaltung machte deutlich, was das DDR Museum seit 20 Jahren antreibt: Geschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel zu behandeln, sondern als lebendige Auseinandersetzung, die in die Gegenwart hineinwirkt und demokratische Debatten bereichert.
Mehr unter: www.ddr-museum.de




