Aufzeichnung vom 25. Oktober 2025
Im Rahmen des fluctoplasma Festivals trafen im Kunsthaus Hamburg die Kuratorin Suy Lan Hopmann und der Künstler Nicholas Odhiambo Mboya zu einem intensiven Gespräch über institutionelle Dekolonialisierungsprozesse zusammen. Gemeinsam reflektierten sie, wie künstlerische Strategien zur Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte beitragen können – und was es braucht, damit Museen und Kulturinstitutionen dekoloniale Praxis nicht nur thematisch, sondern auch strukturell verankern.
Ausgangspunkt des Gesprächs war Mboyas Ausstellung „Utopia – Dystopia“, in der der in Hamburg lebende Künstler sozialpolitische Realitäten Kenias ebenso thematisiert wie Erfahrungen der afrikanischen Diaspora in Deutschland. Seine multimedialen Arbeiten verbinden persönliche Perspektiven mit globalen Fragen von Zugehörigkeit, Erinnerung und sozialer Gerechtigkeit.
Moderiert wurde das Gespräch von Lee Hielscher. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem fluctoplasma Festival statt, das vom 23. bis 26. Oktober 2025 erneut Hamburgs vielfältige Stadtgesellschaft feierte – 96 Stunden lang im Zeichen von Kunst, Diskurs und Diversität.
Suy Lan Hopmann ist Kuratorin bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin und forscht zu Erinnerungskultur(en), Dekolonisierung, Rassismus, Migration, Gender und Queerness. Zuvor arbeitete sie für die Kulturbehörde Hamburg und das Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (MARKK).
Nicholas Odhiambo Mboya, geboren in Kenia, studierte an der Mwangaza School of Fine Arts Kisumu und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Seine Werke waren u. a. in der Jordan National Gallery of Fine Arts (Amman), im MARKK, der Sammlung Falckenberg und beim fluctoplasma Festival zu sehen.
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