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	<title>Schweiz &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Mo Diener im Rehmann-Museum Laufenburg: „Hologramm“ verbindet Medienkunst und Archäologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2026 08:30:26 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Rehmann-Museum im schweizerischen Laufenburg zeigt vom 29. August bis zum 13. Dezember 2026 die Ausstellung „Hologramm“ der Zürcher Künstlerin Mo Diener. Die umfassende Werkschau blickt auf rund vier Jahrzehnte künstlerischen Schaffens zurück und verbindet Videokunst, Performance, Fotografie und Installationen mit archäologischen Fundstücken. Im Mittelpunkt steht die neue audiovisuelle 3D-Arbeit „Die Archäologin“, die von einem außergewöhnlichen Fund im Zugersee inspiriert wurde.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">„Hologramm“: Vier Jahrzehnte Medienkunst von Mo Diener</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ausstellung „Hologramm“ widmet das Rehmann-Museum der Schweizer Künstlerin Mo Diener eine umfangreiche Retrospektive. Seit Ende der 1980er-Jahre beschäftigt sich Diener mit Performance, Medienkunst und interdisziplinären Arbeitsweisen. Ihre künstlerische Praxis umfasst Videos, Installationen, Interventionen und performative Projekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung führt Werke aus verschiedenen Schaffensphasen zusammen und eröffnet damit einen Überblick über die Entwicklung ihrer künstlerischen Fragestellungen. Ein zentrales Thema ist das Verhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Diener untersucht, wie Erinnerungen entstehen, welche Bedeutung materielle Spuren besitzen und wie sich historische Erfahrungen durch künstlerische Medien neu interpretieren lassen. Dabei verbindet sie persönliche Archivarbeit mit wissenschaftlichen Methoden und der Geschichte des Ausstellungsortes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Die Archäologin“: Ein Hologramm als audiovisuelle Zeitreise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Werkschau steht die neu entstandene Arbeit „Die Archäologin“. Das audiovisuelle Hologramm nutzt eine dreidimensionale Erzählform, um unterschiedliche Zeitebenen miteinander zu verbinden. Die Besucherinnen und Besucher begegnen einer künstlerischen Inszenierung, in der historische Forschung, dokumentarische Spuren und imaginierte Szenarien ineinandergreifen. Die Arbeit versteht sich als eine Art Portal zwischen Gegenwart und Vergangenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anstatt archäologische Erkenntnisse ausschließlich anhand von Objekten oder Texten zu vermitteln, entwickelt Diener eine räumliche und sinnliche Erzählung. Das Hologramm verbindet damit die Möglichkeiten digitaler Bildtechnologie mit Fragen nach Erinnerung, Geschichte und wissenschaftlicher Rekonstruktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologischer Fund im Zugersee als Ausgangspunkt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inspiration für „Die Archäologin“ lieferte ein außergewöhnlicher archäologischer Fund im Zugersee. Die Entdeckung wurde zum Ausgangspunkt einer intensiven künstlerischen Recherche, bei der Mo Diener unterschiedliche Fachperspektiven zusammenführte. Für die Entwicklung des Werks arbeitete sie mit einer Archäologin, einem Flussvermesser und einer Musikerin zusammen. Die Beteiligten brachten wissenschaftliche, technische und musikalische Sichtweisen in das Projekt ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Zusammenarbeit entstand eine Erzählung, die dokumentarische Informationen mit visionären Vorstellungen verbindet. Der Zugersee wird dabei zu einem Ort, an dem sich materielle Überreste vergangener Zeiten und gegenwärtige Formen der Forschung begegnen. Die Arbeit macht sichtbar, dass die Rekonstruktion von Geschichte nicht allein auf erhaltenen Gegenständen beruht, sondern auch auf Interpretation und Vorstellungskraft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Videokunst, Fotografie und Objekte im Dialog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem zentralen Hologramm präsentiert die Ausstellung eine Vielzahl weiterer Arbeiten aus Mo Dieners künstlerischem Archiv. Dazu gehören Videos, Fotografien und Objekte, die unterschiedliche Aspekte ihres Schaffens dokumentieren. Die Werke werden nicht ausschließlich chronologisch angeordnet, sondern in Beziehung zu archäologischen und lokalen Fundstücken gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So entsteht ein Dialog zwischen individuellen künstlerischen Erfahrungen und historischen Zeugnissen. Die Ausstellung untersucht, wie Objekte durch ihren jeweiligen Zusammenhang neue Bedeutungen erhalten können. Ein Fundstück aus der Vergangenheit kann ebenso Ausgangspunkt einer Erzählung sein wie eine fotografische Aufnahme oder ein dokumentiertes Performanceprojekt. Damit rückt Diener auch die Frage in den Mittelpunkt, wie Archive aufgebaut werden und welche Geschichten sie vermitteln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Laufenburg als historischer Bezugspunkt der Ausstellung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Besonderheit der Werkschau ist die Einbindung von Fundstücken aus Laufenburg und der umliegenden Region. Die lokale Geschichte wird damit Teil der künstlerischen Präsentation. Die Stadt am Hochrhein besitzt eine lange Geschichte, die durch ihre Lage am Fluss und die Verbindung zwischen den heutigen Schweizer und deutschen Stadtteilen geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mo Diener nutzt diesen historischen Kontext, um ihre eigenen Werke mit den materiellen Spuren des Ortes in Beziehung zu setzen. Die Ausstellung verbindet so überregionale Themen wie Erinnerung und Zeit mit konkreten lokalen Geschichten. Für das Publikum eröffnet sich dadurch eine doppelte Perspektive: auf die künstlerische Entwicklung Mo Dieners und auf die Vergangenheit der Region Laufenburg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst und Wissenschaft: Archäologische Spurensuche als künstlerische Methode</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindung von Kunst und Archäologie gehört zu den zentralen Themen von „Hologramm“. Während die Archäologie materielle Überreste untersucht, um vergangene Lebenswelten zu rekonstruieren, beschäftigt sich Diener mit den Möglichkeiten künstlerischer Interpretation. Beide Zugänge setzen sich mit Spuren auseinander, deren ursprünglicher Zusammenhang häufig nur teilweise erhalten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung greift diese Gemeinsamkeit auf und verbindet wissenschaftliche Recherche mit performativen, filmischen und räumlichen Ausdrucksformen. Dabei entsteht kein klassischer archäologischer Ausstellungsrundgang. Vielmehr werden die Fundstücke Teil eines künstlerischen Zusammenhangs, der unterschiedliche Vorstellungen von Zeit, Erinnerung und Geschichte miteinander verknüpft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mo Diener: Schweizer Performance- und Medienkünstlerin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mo Diener wurde 1961 in Horgen im Kanton Zürich geboren und lebt und arbeitet heute in Zürich. Sie studierte zunächst Ethnologie, Kulturanthropologie und Religionswissenschaft. Anschließend absolvierte sie eine Ausbildung in Kunst, Design und <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Videokunst">Videokunst</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese unterschiedlichen fachlichen Hintergründe prägen ihre künstlerische Arbeitsweise bis heute. Seit Ende der 1980er-Jahre entwickelt sie Performances, Interventionen und Installationen, die sich mit gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Fragestellungen beschäftigen. Ihre Arbeiten wurden auch international präsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2013 gehörte Diener zu den Mitbegründerinnen des „Roma Jam Session art Kollektivs“, das bis 2023 aktiv war. Heute betreut sie dessen Archiv und beschäftigt sich damit auch praktisch mit der Bewahrung und Vermittlung künstlerischer Prozesse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Monografie zur Ausstellung im Verlag Scheidegger &amp; Spiess</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Begleitend zur Ausstellung erscheint eine umfassende Monografie über Mo Dieners künstlerisches Schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Publikation wird im Schweizer Verlag Scheidegger &amp; Spiess veröffentlicht und ist zweisprachig in Deutsch und Englisch angelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ergänzt die Präsentation im Rehmann-Museum und dokumentiert die Entwicklung der Künstlerin über mehrere Jahrzehnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird die Ausstellung nicht nur als zeitlich begrenzte Werkschau zugänglich, sondern auch als Grundlage für eine weiterführende Beschäftigung mit Dieners Arbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Hologramm“ im Rehmann-Museum: Zwischen persönlichem Archiv und kollektiver Erinnerung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung „Hologramm“ verbindet eine Retrospektive mit einer neuen künstlerischen Produktion. Während die älteren Arbeiten einen Überblick über Mo Dieners Schaffen geben, eröffnet „Die Archäologin“ einen Zugang zu aktuellen Fragen der digitalen Kunst und der Darstellung von Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindung von persönlichen Archiven, lokalen Fundstücken und wissenschaftlichen Recherchen macht deutlich, wie unterschiedlich Vergangenheit erschlossen und erzählt werden kann. Das Rehmann-Museum präsentiert damit eine Ausstellung, die Medienkunst, Archäologie und Erinnerungskultur miteinander in Beziehung setzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produktion: <a href="htps://arttv.ch" target="_blank" rel="noopener">arttv.ch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.rehmann-museum.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.rehmann-museum.ch/</a></p>
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		<title>Mona Hatoum im Kunst Museum Winterthur: „Auf den Wegen der Dissonanz“ zeigt Kunst zwischen Bedrohung und Verletzlichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 12:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst Museum Winterthur]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sicher ist das eigene Zuhause? Und wie verändern Erfahrungen von Fremdsein, Entwurzelung und gesellschaftlichen Konflikten den Blick auf vertraute Dinge? Mit der Ausstellung „Mona Hatoum – Auf den Wegen [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sicher ist das eigene Zuhause? Und wie verändern Erfahrungen von Fremdsein, Entwurzelung und gesellschaftlichen Konflikten den Blick auf vertraute Dinge? Mit der Ausstellung „Mona Hatoum – Auf den Wegen der Dissonanz“ widmet das Kunst Museum Winterthur einer international bedeutenden Gegenwartskünstlerin eine Einzelausstellung. Die Präsentation untersucht, wie <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Mona+Hatoum">Mona Hatoum</a> alltägliche Gegenstände, geometrische Formen und fragile Materialien in Bilder von Unsicherheit, Verletzlichkeit und politischer Spannung verwandelt. Kuratiert wird die Ausstellung von Konrad Bitterli.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Mona Hatoum: Kunst zwischen persönlicher Erfahrung und politischer Realität</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1952 in Beirut geborene Künstlerin Mona Hatoum zählt zu den prägenden Positionen der internationalen Gegenwartskunst. Als Tochter einer palästinensischen Familie wuchs sie im Libanon auf. Während eines Aufenthalts in London im Jahr 1975 brach der libanesische Bürgerkrieg aus, sodass sie nicht in ihre Heimat zurückkehren konnte. London wurde in der Folge zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahrungen von Entwurzelung, Fremdsein und Unsicherheit spielen seither eine wichtige Rolle in ihrem künstlerischen Schaffen. Hatoums Arbeiten greifen diese Themen jedoch nicht ausschließlich autobiografisch auf. Sie beschäftigen sich auch mit allgemeineren Fragen nach gesellschaftlicher Macht, politischer Gewalt und der Verletzlichkeit des Menschen. Die Ausstellung im Kunst Museum Winterthur bietet einen vertieften Einblick in diese künstlerische Auseinandersetzung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Körper als Ausgangspunkt: Mona Hatoums Performances der 1980er-Jahre</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn setzte sich Mona Hatoum intensiv mit dem menschlichen Körper auseinander. In den 1980er-Jahren entwickelte sie Performances und Videoarbeiten, in denen körperliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen und politischen Fragen verbunden wurden. Der Körper wurde dabei zum Ausdrucksmittel für Verletzlichkeit, Ausgrenzung und Machtverhältnisse. Hatoum untersuchte, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und welche Rolle körperliche Grenzen, Abhängigkeiten und persönliche Erfahrungen dabei spielen. Ihre frühen Arbeiten konfrontierten das Publikum häufig mit ungewohnten oder verstörenden Situationen. Diese Auseinandersetzung mit dem Körper blieb auch in späteren Werkphasen von Bedeutung, obwohl Hatoum zunehmend andere Materialien und Ausdrucksformen verwendete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Skulpturen und Installationen: Wenn vertraute Gegenstände bedrohlich werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit den 1990er-Jahren stehen Skulpturen und raumgreifende Installationen im Mittelpunkt von Hatoums Werk. Besonders charakteristisch ist ihre Verwendung alltäglicher Gegenstände. Möbel, Haushaltsobjekte und vertraute Materialien erscheinen auf den ersten Blick gewöhnlich. Bei genauerer Betrachtung verlieren sie jedoch ihre ursprüngliche Funktion oder entwickeln eine bedrohliche Wirkung. Ein Gegenstand, der normalerweise Sicherheit und Behaglichkeit vermittelt, kann plötzlich instabil, gefährlich oder unzugänglich erscheinen. Hatoum nutzt diesen Gegensatz, um grundlegende menschliche Erfahrungen sichtbar zu machen. Das eigene Zuhause wird dabei zum Sinnbild einer Sicherheit, die jederzeit verloren gehen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Minimal Art trifft auf politische und existenzielle Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Formal erinnern viele Arbeiten Mona Hatoums an die Minimal Art. Klare geometrische Formen, reduzierte Gestaltung und die bewusste Verwendung von Materialien prägen ihre Skulpturen und Installationen. Anders als bei einer rein formal ausgerichteten Betrachtung minimalistischer Kunst stehen bei Hatoum jedoch gesellschaftliche und persönliche Bedeutungen im Vordergrund. Ihre Werke verweisen auf politische Konflikte, Machtstrukturen und die Verletzlichkeit des menschlichen Lebens. Strenge Formen treffen auf zerbrechliche Materialien, scheinbare Ordnung auf Unsicherheit. Die daraus entstehenden Gegensätze bilden einen wesentlichen Bestandteil ihrer künstlerischen Sprache. Hatoum erweitert damit die Möglichkeiten minimalistischer Gestaltung um emotionale, politische und existenzielle Dimensionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verletzlichkeit und Entfremdung als zentrale Themen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wiederkehrendes Motiv in Hatoums Werk ist der Verlust von Vertrautheit. Gegenstände, Räume und Materialien, die normalerweise Orientierung bieten, erscheinen verändert oder fremd. Dadurch entstehen Situationen, in denen das Publikum die eigene Wahrnehmung hinterfragen muss. Die Arbeiten lassen sich als Auseinandersetzung mit Erfahrungen von Migration, politischer Unsicherheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung verstehen. Gleichzeitig sprechen sie grundlegende menschliche Gefühle an: Angst, Schutzbedürfnis, Unsicherheit und den Wunsch nach Zugehörigkeit. Hatoum vermeidet dabei häufig eindeutige Aussagen. Stattdessen schafft sie vieldeutige Werke, die unterschiedliche Interpretationen ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Internationale Anerkennung: Von Paris und London bis Winterthur</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mona Hatoum ist seit Jahrzehnten in bedeutenden internationalen Museen vertreten. Zu ihren großen Ausstellungen zählen eine Retrospektive im Centre Pompidou in Paris im Jahr 2015 und eine umfangreiche Präsentation in der Tate Modern im Jahr 2016. Für ihr künstlerisches Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Dazu gehören der Roswitha Haftmann-Preis 2004, der Käthe-Kollwitz-Preis 2010, der Joan-Miró-Preis 2011 und der japanische Praemium Imperiale 2019. Die Auszeichnungen dokumentieren die internationale Bedeutung einer Künstlerin, deren Werk die Entwicklung der zeitgenössischen Skulptur, Installation und Performancekunst wesentlich mitgeprägt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst Museum Winterthur vertieft die Auseinandersetzung mit Mona Hatoum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kunst Museum Winterthur hat bereits in früheren thematischen Ausstellungen Arbeiten von Mona Hatoum präsentiert. Dabei standen unter anderem ihre Beiträge zur zeitgenössischen Skulptur und Videokunst im Mittelpunkt. Mit der Einzelausstellung „Auf den Wegen der Dissonanz“ widmet das Museum der Künstlerin nun eine umfassendere Präsentation. Kurator Konrad Bitterli richtet den Blick auf die Verbindung von formaler Klarheit und inhaltlicher Mehrdeutigkeit. Die Ausstellung zeigt, wie Hatoum aus einfachen Materialien und alltäglichen Gegenständen komplexe Bilder gesellschaftlicher und individueller Unsicherheit entwickelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Auf den Wegen der Dissonanz“: Kunst, die Gewissheiten infrage stellt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausstellungstitel verweist auf ein wesentliches Merkmal von Mona Hatoums Werk: die Spannung zwischen widersprüchlichen Eindrücken. Vertraute Gegenstände werden fremd, stabile Formen erscheinen zerbrechlich und scheinbar sichere Räume verwandeln sich in Orte möglicher Gefahr. Diese Dissonanzen sind nicht nur gestalterische Mittel. Sie machen erfahrbar, wie unsicher gesellschaftliche Ordnungen und persönliche Lebensverhältnisse sein können. Die Ausstellung im Kunst Museum Winterthur lädt dazu ein, Hatoums Arbeiten aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und ihre Verbindung zu aktuellen Fragen nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Verletzlichkeit zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der begleitende Videobeitrag vermittelt Einblicke in das Werk einer Künstlerin, die ästhetische Reduktion mit gesellschaftlicher und politischer Aussagekraft verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produktion: <a href="https://https//arttv.ch">arttv.ch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.kmw.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.kmw.ch/</a></p>
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		<title>„Mythos – alte Geschichten, neue Formen“: Hans Erni Museum zeigt zeitgenössische Kunst von Künstlerinnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 11:48:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hans Erni Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Luzern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie aktuell sind die Götter- und Heldensagen der Antike? Dieser Frage widmet sich die Gruppenausstellung „Mythos – alte Geschichten, neue Formen“ im Hans Erni Museum in Luzern. In Zusammenarbeit mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de/mythos-alte-geschichten-neue-formen-hans-erni-museum-zeigt-zeitgenossische-kunst-von-kunstlerinnen/">„Mythos – alte Geschichten, neue Formen“: Hans Erni Museum zeigt zeitgenössische Kunst von Künstlerinnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de">museumsfernsehen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie aktuell sind die Götter- und Heldensagen der Antike? Dieser Frage widmet sich die Gruppenausstellung „Mythos – alte Geschichten, neue Formen“ im Hans Erni Museum in Luzern. In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft Bildender Künstlerinnen (SGBK), Sektion Bern/Romandie, präsentiert das Museum ausschließlich Werke von Künstlerinnen. Die Ausstellung verbindet historische Mythen mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen und knüpft zugleich an das Schaffen des Schweizer Künstlers Hans Erni (1909–2015) an.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Hans Erni Museum Luzern widmet sich antiken und modernen Mythen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mythen gehören zu den ältesten Formen menschlicher Weltdeutung. Seit Jahrtausenden erzählen Menschen Geschichten über die Entstehung der Welt, das Verhältnis zwischen Göttern und Menschen sowie über grundlegende Fragen des Lebens. Bekannte Beispiele sind die griechischen und römischen Götter- und Heldensagen, wie sie unter anderem in den Werken von Homer und Ovid überliefert wurden. Diese Erzählungen dienten dazu, Naturphänomene, menschliches Verhalten und existenzielle Erfahrungen in bildhafter Form verständlich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung „Mythos – alte Geschichten, neue Formen“ im Hans Erni Museum untersucht, wie solche Erzählungen bis heute in der Kunst aufgegriffen, verändert und neu interpretiert werden. Dabei geht es nicht allein um antike Überlieferungen. Auch moderne Vorstellungen und gesellschaftliche Erzählmuster werden als mögliche Formen des Mythos betrachtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeitgenössische Künstlerinnen interpretieren mythologische Erzählungen neu</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen künstlerische Positionen von Mitgliedern der SGBK sowie eingeladenen Künstlerinnen aus der Luzerner Kunstszene. Die Ausstellung eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf die Bedeutung von Mythen in der Gegenwart. Mythologische Figuren, überlieferte Geschichten und symbolische Motive können dabei neu zusammengesetzt, hinterfragt oder aus persönlichen Erfahrungen heraus interpretiert werden. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart, zwischen vertrauten Erzählungen und ihrer künstlerischen Neubewertung. Die Ausstellung fragt auch danach, welche Bedeutung Mythen für heutige Vorstellungen von Identität, Moral und gesellschaftlichen Werten besitzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mythos zwischen Weltdeutung, Wissenschaft und Fantasie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mythen wurden in verschiedenen Kulturen genutzt, um grundlegende Fragen nach dem Ursprung der Welt und der Stellung des Menschen zu beantworten. Anders als wissenschaftliche Erklärungsmodelle arbeiten sie häufig mit Personifikationen, Symbolen und erzählerischen Bildern. Götter, Heldinnen und Helden oder fantastische Wesen verkörpern dabei Kräfte und Eigenschaften, die über die einzelne Figur hinausweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der zeitgenössischen Kunst können solche Bilder neue Bedeutungen erhalten. Künstlerinnen greifen beispielsweise überlieferte Symbole auf, verändern deren ursprünglichen Zusammenhang oder stellen traditionelle Deutungen infrage. Die Ausstellung macht deutlich, dass Mythen nicht nur historische Erzählungen sind, sondern weiterhin als kulturelle Bezugspunkte dienen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hans Erni: Mythologie als Teil eines humanistischen Menschenbildes</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen wichtigen Ausgangspunkt bildet das Werk des Schweizer Künstlers Hans Erni (1909–2015). Erni beschäftigte sich während seiner langen künstlerischen Laufbahn immer wieder mit mythologischen Figuren und antiken Themen. Seine Arbeiten verbinden klassische Bildmotive mit einem Menschenbild, das von humanistischen Idealen geprägt ist. Dabei setzte er sich auch mit technischen Entwicklungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts auseinander. Gerade die Verbindung zwischen antiker Mythologie, moderner Wissenschaft und gesellschaftlichen Fragestellungen kennzeichnet einen wesentlichen Teil seines Schaffens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppenausstellung nimmt diese Themen auf und stellt ihnen unterschiedliche zeitgenössische Sichtweisen gegenüber. Dadurch entsteht ein Dialog zwischen Ernis künstlerischem Werk und den Positionen der beteiligten Künstlerinnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">24 Künstlerinnen aus der Schweiz beteiligen sich an der Ausstellung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Gruppenausstellung nehmen insgesamt 24 Künstlerinnen teil. Vertreten sind Mitglieder der SGBK und Gäste aus der Luzerner Kunstszene. Zu den Beteiligten gehören Beatrice Bader, Ruth Baettig, Claudia Bucher, Krystyna Diethelm, Cornelia Egli, Monika Feucht, Barbara Freiburghaus, Elisabeth Fux, Selina Gaillard, Barbara Gut, Brigitte Haas, Alexandra Haeberli, Barbara Hennig Marques, Karin Hofer, Patricia Jacomella Bonola, Christine Jenzer-Montet, Anne-Christine Kalbermatten, Monika Loeffel, Marina Ortelli, Maria Petrushina, Ruth Righetti, Verena Romanens, Sabina Schwaar und Cécile Stadelmann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielzahl der beteiligten Künstlerinnen ermöglicht unterschiedliche Zugänge zum Ausstellungsthema. Dabei stehen nicht nur die bildlichen Darstellungen mythologischer Figuren im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie überlieferte Geschichten aus heutiger Perspektive gelesen und künstlerisch weiterentwickelt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schweizerische Gesellschaft Bildender Künstlerinnen als Ausstellungspartnerin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft Bildender Künstlerinnen (SGBK), Sektion Bern/Romandie. Die Organisation setzt sich für die Sichtbarkeit und Vernetzung professionell arbeitender Künstlerinnen ein. Mit der gemeinsamen Ausstellung im Hans Erni Museum erhalten die beteiligten Künstlerinnen eine Plattform, um ihre individuellen Positionen zu einem übergreifenden kulturellen Thema vorzustellen. Die Kooperation verbindet damit die Auseinandersetzung mit mythologischen Erzählungen mit der Präsentation zeitgenössischer Kunst von Frauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Tradition und Dekonstruktion: Wie Kunst Mythen hinterfragt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Gedanke der Ausstellung ist die Möglichkeit, bekannte Geschichten aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Mythen können kulturelle Werte vermitteln, gesellschaftliche Rollenbilder festigen oder Vorstellungen über Macht, Herkunft und Identität prägen. Zeitgenössische Kunst kann solche Erzählungen jedoch auch aufbrechen und alternative Interpretationen entwickeln. Die Ausstellung eröffnet damit einen Raum für die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Geschichten Gesellschaften über sich selbst erzählen und wie diese Vorstellungen verändert werden können. Historische und moderne Mythenbilder begegnen sich dabei nicht als Gegensätze, sondern als unterschiedliche Formen menschlicher Sinnsuche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Publikation und Veranstaltungen begleiten die Ausstellung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzend zur Gruppenausstellung erscheint eine Publikation. Darüber hinaus ist ein Veranstaltungsprogramm vorgesehen, das Gelegenheit zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den ausgestellten Werken und dem Thema Mythos bietet. Die Ausstellung versteht sich somit nicht ausschließlich als Präsentation künstlerischer Arbeiten, sondern auch als Ausgangspunkt für Gespräche über kulturelle Überlieferungen und ihre Bedeutung in der Gegenwart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „Mythos – alte Geschichten, neue Formen“ verbindet das Hans Erni Museum sein kunsthistorisches Profil mit zeitgenössischen Perspektiven und rückt zugleich das Schaffen von Künstlerinnen in den Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produktion: <a href="https://arttv.ch" target="_blank" rel="noopener">arttv.ch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.verkehrshaus.ch/de/ihr-besuch/museum/hans-erni-museum" target="_blank" rel="noopener">www.verkehrshaus.ch/de/ihr-besuch/museum/hans-erni-museum</a></p>
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		<title>„Tie-dye: gefaltet, genäht, gefärbt“ – Museum der Kulturen Basel zeigt die Kunst des Stofffärbens</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/tie-dye-gefaltet-genaeht-gefaerbt-museum-der-kulturen-basel-zeigt-die-kunst-des-stofffaerbens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 11:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Museum der Kulturen Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung Basel 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Marie Schumann]]></category>
		<category><![CDATA[Shibori]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Lovász]]></category>
		<category><![CDATA[Textilhandwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Tie-dye Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Tie-dye Basel]]></category>
		<category><![CDATA[traditionelle Färbetechniken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie entstehen kunstvolle Muster auf Stoffen, die vor dem Färben gefaltet, genäht oder abgebunden werden? Die Ausstellung „Tie-dye: gefaltet, genäht, gefärbt“ im Museum der Kulturen Basel widmet sich traditionellen und [&#8230;]</p>
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<iframe loading="lazy" title="TIE-DYE – Eine faszinierende Musterungstechnik" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/1Xz_OzMqNb4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie entstehen kunstvolle Muster auf Stoffen, die vor dem Färben gefaltet, genäht oder abgebunden werden? Die Ausstellung „Tie-dye: gefaltet, genäht, gefärbt“ im Museum der Kulturen Basel widmet sich traditionellen und zeitgenössischen Textiltechniken aus unterschiedlichen Weltregionen. Rund 250 Exponate zeigen die Vielfalt der Verfahren und machen die aufwendigen Herstellungsprozesse nachvollziehbar. Ein zentraler Laufsteg, interaktive Stationen und eine Installation der Künstlerin Marie Schumann verbinden <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Textilkunst">Textilkunst</a>, Handwerk und räumliche Gestaltung.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Tie-dye im Museum der Kulturen Basel: Textile Muster aus aller Welt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Museum der Kulturen Basel steht eine besondere Form der Textilgestaltung im Mittelpunkt: Tie-dye. Der englische Begriff bezeichnet unterschiedliche Verfahren, bei denen Stoffe vor dem Färben abgebunden, gefaltet, zusammengenäht oder auf andere Weise verformt werden. Durch diese Vorbereitung können bestimmte Bereiche des Gewebes weniger oder gar keine Farbe aufnehmen. Nach dem Färben und dem Lösen der Bindungen entstehen geometrische Muster, Linien, Kreise und komplexe Ornamente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig diese Techniken sind und welche handwerklichen Fähigkeiten für ihre Anwendung benötigt werden. Grundlage bildet die umfangreiche Textilsammlung des Museums der Kulturen Basel. Sie ermöglicht es, nicht nur fertige Kleidungsstücke und Stoffe zu präsentieren, sondern auch die einzelnen Schritte ihrer Herstellung zu dokumentieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Catwalk für Kimonos, Kinderkleider und kunstvoll gefärbte Stoffe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderer Blickfang der Ausstellung ist ein zentral angelegter Laufsteg. Auf diesem Catwalk stehen jedoch keine Models im Mittelpunkt, sondern die Textilien selbst. Zu sehen sind unter anderem Kimonos, Kinderkleider, Tücher und Schuhe, deren Oberflächen mit aufwendigen Mustern gestaltet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsentation erinnert an eine Modenschau, lenkt den Blick aber vor allem auf die handwerkliche Qualität der ausgestellten Stücke. Die Kleidungsstücke verdeutlichen, wie unterschiedlich Tie-dye-Techniken eingesetzt werden können und welche gestalterischen Möglichkeiten sie eröffnen. Der Laufsteg bildet das Zentrum der Ausstellung. Die eigentliche Vermittlung der Herstellungsprozesse findet an den umliegenden Stationen statt. Dort können Besucherinnen und Besucher nachvollziehen, wie aus einem zunächst einfarbigen Gewebe durch gezieltes Falten, Nähen, Abbinden und Färben komplexe Muster entstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Shibori, Bāndhanī und Adirẹ: Traditionelle Färbetechniken im Vergleich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tie-dye ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche textile Verfahren, die sich in verschiedenen Weltregionen entwickelt haben. Zu den bekanntesten gehört Shibori aus Japan. Dabei wird Stoff beispielsweise gefaltet, gebunden, genäht oder gepresst, bevor er gefärbt wird. Weitere in der Ausstellung vorgestellte Techniken sind Plangi, Bāndhanī, Tritik und Adirẹ. Sie stehen für unterschiedliche Traditionen der Musterung und Textilgestaltung in Afrika, Asien, Europa und Südamerika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die einzelnen Verfahren Gemeinsamkeiten aufweisen, unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Materialien, Arbeitsschritte und gestalterischen Ergebnisse. Die Ausstellung macht damit auch die globale Dimension der Textilkunst sichtbar. Sie zeigt, dass die Idee, Stoff durch gezielte Verformung vor dem Färben zu gestalten, in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen aufgegriffen und weiterentwickelt wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Falten, Nähen und Färben: Wie Tie-dye-Muster entstehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentliches Merkmal der Tie-dye-Techniken ist ihre dreidimensionale Arbeitsweise. Bevor der Stoff gefärbt wird, erhält er durch Falten, Binden, Nähen oder Zusammenziehen eine räumliche Form.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Verformung beeinflusst, welche Bereiche des Gewebes mit dem Farbstoff in Berührung kommen. Erst nach dem Färben wird sichtbar, welches Muster durch die Vorbereitung entstanden ist. Bei manchen Textilien wird die räumliche Form anschließend wieder aufgelöst. Andere behalten ihre Faltungen oder plastischen Strukturen dauerhaft. Eine eigene Ausstellungsstation widmet sich diesem dreidimensionalen Aspekt und verdeutlicht, wie eng Material, Technik und Gestaltung miteinander verbunden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kuratorin Stephanie Lovász erklärt die Kunst hinter den Mustern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kuratiert wird die Ausstellung von Stephanie Lovász. Sie hebt insbesondere die handwerklichen Anforderungen der unterschiedlichen Tie-dye-Verfahren hervor. Für die Herstellung komplexer Muster braucht es nicht nur Kreativität und Geschicklichkeit, sondern auch Erfahrung, präzise Planung und ein Verständnis geometrischer Zusammenhänge. Denn die später sichtbaren Muster müssen häufig bereits während des Faltens oder Nähens vorausgedacht werden. Die Arbeit mit Stoff, Form und Farbe verlangt deshalb ein hohes Maß an Konzentration und technischem Wissen. Die Ausstellung möchte diese Leistungen sichtbar machen und die Wertschätzung für traditionelles und zeitgenössisches Textilhandwerk stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rund 250 Exponate dokumentieren die Vielfalt des Textilhandwerks</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung umfasst rund 250 Exponate aus der Sammlung des Museums der Kulturen Basel. Neben fertigen Textilien werden auch Geräte, Werkzeuge und Materialien präsentiert, die bei ihrer Herstellung zum Einsatz kommen. Dadurch lassen sich einzelne Arbeitsschritte besonders anschaulich nachvollziehen. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie aus einer bestimmten Faltung oder Naht ein konkretes Muster entsteht und welche Unterschiede sich durch verschiedene Techniken ergeben. Die umfangreiche Dokumentation der Sammlung ermöglicht einen Einblick in die Herstellungsprozesse, der über die reine Betrachtung fertiger Stoffe hinausgeht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tie-dye selbst ausprobieren: Mitmachstationen für Besucher</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung setzt nicht nur auf das Betrachten historischer und zeitgenössischer Textilien. An einer Mitmachstation können Besucherinnen und Besucher selbst verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten ausprobieren. Dabei wird erfahrbar, wie sich Stoff durch Falten und andere Techniken verändern lässt und welche Überlegungen hinter der Entstehung eines Musters stehen. Das praktische Experimentieren ergänzt die ausgestellten Objekte und macht die handwerklichen Herausforderungen unmittelbar nachvollziehbar. Zugleich soll es dazu anregen, die Arbeit und das Wissen hinter kunstvoll gestalteten Textilien neu wahrzunehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wechselnde Exponate auf dem Laufsteg</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsentation im Museum der Kulturen Basel bleibt während der Ausstellungslaufzeit nicht vollständig unverändert. Etwa alle sechs Monate werden einzelne Textilien auf dem Catwalk ausgetauscht. Dadurch können weitere Stücke aus der Sammlung gezeigt und unterschiedliche Musterungs- und Färbetechniken vorgestellt werden. Für das Publikum eröffnet sich damit die Möglichkeit, die Ausstellung mehrfach zu besuchen und zusätzliche Aspekte der umfangreichen Textilsammlung kennenzulernen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Marie Schumann: „Sequences, Screens“ im Treppenhaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt wird die Ausstellung durch die ortsspezifische Installation „Sequences, Screens“ der Künstlerin Marie Schumann. Die Arbeit ist während der Ausstellungslaufzeit im Treppenhaus des Museums zu sehen. Wie bei den Tie-dye-Verfahren spielt auch hier die räumliche Veränderung textiler Materialien eine zentrale Rolle. Das Gewebe entwickelt sich von einer flachen Struktur zu einer skulpturalen Form und erstreckt sich über mehrere Etagen. Je nach Standort und Blickwinkel ergeben sich unterschiedliche Ansichten. Die Installation greift damit ein zentrales Thema der Ausstellung auf: die Möglichkeit, textile Materialien nicht nur als Oberfläche, sondern auch als räumliches Gestaltungselement zu verstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Textilkunst zwischen Tradition und Gegenwart</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „Tie-dye: gefaltet, genäht, gefärbt“ richtet das Museum der Kulturen Basel den Blick auf eine Handwerkstradition, die weltweit in unterschiedlichen Formen verbreitet ist. Die Ausstellung verbindet historische Textilien mit praktischen Einblicken in ihre Herstellung und zeitgenössischen künstlerischen Positionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wird deutlich, dass Tie-dye weit mehr ist als eine dekorative Färbetechnik. Die Verfahren beruhen auf komplexem handwerklichem Wissen und verbinden mathematische Überlegungen mit gestalterischer Fantasie. Der begleitende Videobeitrag bietet Einblicke in die Ausstellung und zeigt, wie aus einfachen Materialien und präzisen Arbeitsschritten kunstvolle textile Muster entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produktion: <a href="https://arttv.ch" target="_blank" rel="noopener">arttv.ch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.mkb.ch" target="_blank" rel="noopener">www.mkb.ch</a></p>
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		<title>Kunsthalle Graubünden: Neuer Ort für zeitgenössische Kunst eröffnet</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/kunsthalle-graubuenden-neuer-ort-fuer-zeitgenoessische-kunst-eroeffnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 11:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthalle Graubünden]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Experimentelle Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst im alpinen Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstausstellung Chur]]></category>
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		<category><![CDATA[Livia Rita]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Kunsthalle Graubünden entsteht Ende 2026 in Chur ein neuer, nicht-kommerzieller Ausstellungsort für Gegenwartskunst. Die Institution will aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten und Raum für experimentelle Ausstellungsformate [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der Kunsthalle Graubünden entsteht Ende 2026 in Chur ein neuer, nicht-kommerzieller Ausstellungsort für Gegenwartskunst. Die Institution will aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten und Raum für experimentelle Ausstellungsformate schaffen. Im Mittelpunkt stehen zeitgenössische Kunst aus Graubünden, der Schweiz und dem internationalen Umfeld sowie die Frage, wie sich künstlerische Positionen aus dem alpinen Raum mit globalen Entwicklungen verbinden lassen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Kunsthalle in Chur stärkt die zeitgenössische Kunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schweizer <a href="https://www.museumsfernsehen.de/category/schweiz/chur/">Stadt Chur</a> erhält mit der Kunsthalle Graubünden einen neuen Ort für zeitgenössische Kunst. Die Eröffnung ist für Ende 2026 vorgesehen. Anders als kommerzielle Galerien, deren Tätigkeit wesentlich auf den Verkauf von Kunstwerken ausgerichtet ist, versteht sich die neue Kunsthalle als nicht-kommerzielle Plattform für künstlerische Produktion, Präsentation und Austausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung aufstrebender Kunstschaffender. Die Kunsthalle möchte ihnen Möglichkeiten bieten, neue Arbeiten und Ausstellungskonzepte zu entwickeln und einem breiteren Publikum vorzustellen. Die Institution versteht sich so als Experimentierraum, in dem neue künstlerische und kuratorische Ansätze erprobt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gegenwartskunst zwischen Graubünden und internationalen Diskursen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentliches Merkmal der Kunsthalle Graubünden ist ihre regionale Verankerung. Der Kanton Graubünden und der alpine Raum bilden den geografischen und kulturellen Ausgangspunkt für das Programm. Dabei soll die Region jedoch nicht ausschließlich als Landschaft oder Herkunftsort betrachtet werden. Vielmehr geht es darum, künstlerische Fragestellungen aus dem spezifischen Kontext Graubündens heraus zu entwickeln und mit überregionalen sowie internationalen Debatten zu verbinden. Die Kunsthalle will untersuchen, wie sich lokale Erfahrungen, gesellschaftliche Veränderungen und globale Entwicklungen gegenseitig beeinflussen. Damit verfolgt sie einen Ansatz, der regionale Identität nicht als abgeschlossene Größe versteht, sondern als Ausgangspunkt für Austausch und neue Perspektiven.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der alpine Raum als Ausgangspunkt künstlerischer Experimente</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die besondere geografische Lage Graubündens bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für zeitgenössische Kunst. Fragen nach Landschaft, Natur, Mobilität, kultureller Identität und dem Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt können aus alpiner Perspektive untersucht werden. Auch Themen wie Tourismus, gesellschaftlicher Wandel oder ökologische Veränderungen sind für die Region von Bedeutung und können Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzungen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kunsthalle Graubünden legt sich dabei nicht auf einzelne Themenbereiche fest. Ihr Konzept sieht vielmehr vor, flexibel auf aktuelle gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen zu reagieren. Künstlerische Experimente sollen dazu beitragen, vertraute Sichtweisen auf den alpinen Raum zu hinterfragen und neue Formen der Auseinandersetzung mit der Gegenwart zu ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausstellungen mit Künstlern aus Graubünden, der Schweiz und dem Ausland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das künftige Ausstellungsprogramm soll unterschiedliche künstlerische Positionen zusammenbringen. Geplant sind ambitionierte Ausstellungen mit Kunstschaffenden aus Graubünden, anderen Regionen der Schweiz und dem internationalen Umfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei möchte die Kunsthalle insbesondere vielstimmige Perspektiven ermöglichen. Unterschiedliche künstlerische Arbeitsweisen, kulturelle Hintergründe und gesellschaftliche Erfahrungen sollen miteinander in Beziehung treten. Neben der Präsentation einzelner Werke steht damit auch der Dialog zwischen verschiedenen Positionen im Mittelpunkt. Die Kunsthalle versteht sich als ein Ort, an dem neue Ideen entwickelt und bestehende Vorstellungen über Kunst und ihre gesellschaftliche Rolle hinterfragt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunstvermittlung als Bestandteil des Ausstellungskonzepts</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wichtige Rolle spielt die Einbindung des Publikums. Die Kunsthalle Graubünden möchte Vermittlungsangebote nicht lediglich als Ergänzung zu den Ausstellungen betrachten. Stattdessen sollen Fragen der Zugänglichkeit, Kommunikation und Beteiligung bereits bei der Entwicklung der kuratorischen Konzepte berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verfolgt die Institution einen Ansatz, bei dem künstlerische Präsentation und öffentliche Auseinandersetzung eng miteinander verbunden sind. Die Besucherinnen und Besucher sollen Gelegenheit erhalten, sich mit den gezeigten Werken und den dahinterstehenden Fragestellungen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, unterschiedliche Zugänge zur Gegenwartskunst zu eröffnen und den Austausch zwischen Kunstschaffenden, Kuratorinnen und Kuratoren sowie dem Publikum zu fördern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Experimentierraum für neue kuratorische Ideen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Förderung aufstrebender Künstlerinnen und Künstler möchte die Kunsthalle auch neue Möglichkeiten der Ausstellungsgestaltung erproben. Kuratorische Experimente können beispielsweise darin bestehen, unterschiedliche Kunstformen miteinander zu verbinden, gewohnte Präsentationsweisen zu hinterfragen oder Ausstellungen stärker auf den jeweiligen Ort zu beziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kunsthalle Graubünden versteht solche Ansätze als Bestandteil ihrer institutionellen Ausrichtung. Dabei soll die eigene Position immer wieder kritisch reflektiert werden. Die neue Einrichtung will somit nicht nur zeitgenössische Kunst zeigen, sondern auch untersuchen, wie Kunst heute präsentiert, vermittelt und gesellschaftlich diskutiert werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunsthalle Graubünden: Neuer Impuls für die Kulturlandschaft in Chur</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der geplanten Eröffnung Ende 2026 erweitert sich das Angebot für zeitgenössische Kunst in Chur. Die Kunsthalle Graubünden möchte einen Raum schaffen, in dem regionale und internationale Perspektiven aufeinandertreffen und künstlerische Experimente möglich werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre programmatische Ausrichtung verbindet die Förderung neuer Positionen mit der Auseinandersetzung über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Der alpine Raum bildet dabei einen wichtigen Bezugspunkt, ohne die künstlerischen Fragestellungen auf regionale Themen zu beschränken. Mit diesem Konzept positioniert sich die Kunsthalle als neuer Ort für Ausstellungen, Begegnungen und Diskussionen über die Rolle zeitgenössischer Kunst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produktion: <a href="https://arttv.ch" target="_blank" rel="noopener">arttv.ch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://kunsthallegraubuenden.ch" target="_blank" rel="noopener">kunsthallegraubuenden.ch</a></p>
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		<title>„Auf und davon!“ im Antikenmuseum Basel: Wie Migration die Welt seit Jahrtausenden prägt</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/auf-und-davon-im-antikenmuseum-basel-wie-migration-die-welt-seit-jahrtausenden-praegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 10:26:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antikenmuseum Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie und Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Auf und davon Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung Basel 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Integration und Identität]]></category>
		<category><![CDATA[kultureller Austausch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen auf Wanderschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Migration in der Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität in der Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlung Ludwig]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.museumsfernsehen.de/?p=118226</guid>

					<description><![CDATA[<p>Migration, Mobilität und kulturelle Vielfalt sind keine ausschließlich modernen Phänomene. Schon vor Jahrtausenden verließen Menschen ihre Heimat, gründeten neue Siedlungen und begegneten fremden Kulturen. Die Sonderausstellung „Auf und davon! Menschen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de/auf-und-davon-im-antikenmuseum-basel-wie-migration-die-welt-seit-jahrtausenden-praegt/">„Auf und davon!“ im Antikenmuseum Basel: Wie Migration die Welt seit Jahrtausenden prägt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de">museumsfernsehen</a>.</p>
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<iframe loading="lazy" title="Auf und davon! Menschen seit Jahrtausenden unterwegs: 18. Oktober 2026 – 18. April 2027" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/K7mkiwEhEuA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Migration">Migration</a>, <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Mobilit%C3%A4t">Mobilität </a>und kulturelle Vielfalt sind keine ausschließlich modernen Phänomene. Schon vor Jahrtausenden verließen Menschen ihre Heimat, gründeten neue Siedlungen und begegneten fremden Kulturen. Die Sonderausstellung „Auf und davon! Menschen seit Jahrtausenden unterwegs“ im Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig beleuchtet die Geschichte menschlicher Wanderungsbewegungen in der Antike. Anhand archäologischer Objekte zeigt sie, wie eng die gesellschaftlichen Fragen von damals mit den Debatten über Integration, Identität und Zugehörigkeit in der Gegenwart verbunden sind.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Migration in der Antike: Warum Menschen ihre Heimat verließen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen sind seit Jahrtausenden unterwegs. Bereits in der Antike führten unterschiedliche Beweggründe dazu, dass Einzelpersonen, Familien und ganze Bevölkerungsgruppen ihre Herkunftsregionen verließen. Kriege, politische Konflikte und wirtschaftliche Schwierigkeiten konnten ebenso Auslöser sein wie die Suche nach neuen Handelsmöglichkeiten, fruchtbarem Land oder besseren Lebensbedingungen. Auch Handel, militärische Unternehmungen und die Gründung neuer Siedlungen trugen dazu bei, dass Menschen über große Entfernungen mobil waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderausstellung „Auf und davon! Menschen seit Jahrtausenden unterwegs“ im Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig untersucht diese vielfältigen Formen der Mobilität. Dabei steht nicht nur die Frage im Mittelpunkt, weshalb Menschen ihre Heimat verließen. Die Ausstellung beschäftigt sich ebenso mit den Folgen ihrer Ankunft in anderen Gesellschaften.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kultureller Austausch: Wie Begegnungen antike Gesellschaften veränderten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Migration führte in der Antike häufig zum Austausch von Wissen, Waren, religiösen Vorstellungen und kulturellen Traditionen. Durch Handelskontakte und Wanderungsbewegungen gelangten neue Techniken, künstlerische Formen und Alltagsgegenstände in unterschiedliche Regionen. Auch Sprachen, religiöse Praktiken und gesellschaftliche Gewohnheiten konnten sich durch solche Begegnungen verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung macht diese Entwicklungen anhand historischer und archäologischer Objekte sichtbar. Sie zeigen, dass die Kulturen der Antike nicht isoliert voneinander existierten, sondern durch vielfältige Kontakte miteinander verbunden waren. Dabei verliefen Begegnungen keineswegs immer friedlich. Neben Neugier und gegenseitigem Interesse konnten auch Konkurrenz, Angst und Ablehnung entstehen. Gerade diese unterschiedlichen Reaktionen verdeutlichen, wie komplex das Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen bereits vor Jahrtausenden war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Integration und Identität: Gesellschaftliche Fragen mit langer Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie reagieren Gesellschaften auf Menschen, die aus anderen Regionen zu ihnen kommen? Welche Rolle spielen Herkunft, Sprache und kulturelle Traditionen für die eigene Identität? Diese Fragen beschäftigen nicht nur heutige Gesellschaften. Auch in der Antike mussten Menschen ihren Platz in neuen sozialen und politischen Gemeinschaften finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei konnten sie bestehende Traditionen bewahren, neue Gewohnheiten übernehmen oder unterschiedliche kulturelle Einflüsse miteinander verbinden. Die Ausstellung „Auf und davon!“ zeigt, dass Identität und Zugehörigkeit keine unveränderlichen Größen sind. Sie entwickeln sich im Austausch mit anderen Menschen und unter dem Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen. Der Blick in die Vergangenheit eröffnet damit neue Perspektiven auf aktuelle Diskussionen über Integration und kulturelle Vielfalt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologische Objekte erzählen Geschichten von Mobilität und Migration</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den materiellen Zeugnissen menschlicher Wanderungsbewegungen. Archäologische Fundstücke können Hinweise darauf geben, wie Menschen lebten, welche Gegenstände sie verwendeten und mit welchen Regionen sie in Kontakt standen. Importierte Waren, Schmuck, Keramik oder andere Alltagsgegenstände können beispielsweise auf weitreichende Handelsbeziehungen und kulturelle Verbindungen hinweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings lassen sich aus einzelnen Objekten nicht immer unmittelbare Rückschlüsse auf die Migration von Menschen ziehen. Auch Handelsnetzwerke und der Austausch von Gütern können erklären, warum Gegenstände weit entfernt von ihrem Herstellungsort gefunden werden. Erst durch die Untersuchung des Fundkontexts und weiterer historischer Quellen entsteht ein differenziertes Bild. Die Sonderausstellung nutzt die Objekte, um Geschichten von Begegnung, Austausch und gesellschaftlichem Wandel zu vermitteln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Neugier und Ablehnung: Der Umgang mit Fremden in der Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Migration war auch in früheren Gesellschaften mit unterschiedlichen Erwartungen und Konflikten verbunden. Menschen, die in neue Regionen kamen, konnten auf Offenheit und Interesse treffen. Ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Handelskontakte konnten für die aufnehmenden Gemeinschaften von Bedeutung sein. Gleichzeitig konnten kulturelle Unterschiede Unsicherheit und Ablehnung hervorrufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung beleuchtet diese Spannungsfelder und zeigt, dass die Reaktionen auf Migration historisch vielfältig waren. Damit vermeidet sie eine einseitige Darstellung der Vergangenheit und rückt sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen kultureller Begegnungen in den Mittelpunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Auf und davon!“ verbindet Vergangenheit und Gegenwart</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrer Sonderausstellung greift das Antikenmuseum Basel ein Thema auf, das die gesellschaftliche und politische Diskussion der Gegenwart wesentlich prägt. Die historische Perspektive verdeutlicht, dass Migration seit Langem zur menschlichen Geschichte gehört. Zugleich zeigt sie, dass sich die konkreten Ursachen, politischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Folgen von Wanderungsbewegungen im Laufe der Jahrtausende stark verändert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung lädt dazu ein, aktuelle Debatten nicht ausschließlich aus heutiger Sicht zu betrachten, sondern sie durch historische Erfahrungen zu ergänzen. Dabei werden Gemeinsamkeiten sichtbar, ohne die Unterschiede zwischen antiken Gesellschaften und der modernen Welt auszublenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Antikenmuseum Basel: Sonderausstellung über eine bewegte Menschheitsgeschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Auf und davon! Menschen seit Jahrtausenden unterwegs“ macht deutlich, wie eng Mobilität, kultureller Austausch und gesellschaftliche Entwicklung miteinander verbunden sind. Anhand ausgewählter Objekte vermittelt das Antikenmuseum Basel Einblicke in die Lebenswelten von Menschen, die ihre Herkunftsregionen verließen oder mit Zugewanderten in Kontakt kamen. Die Ausstellung zeigt, dass Begegnungen zwischen unterschiedlichen Kulturen seit Jahrtausenden neue Entwicklungen ermöglichten, aber auch Spannungen und Konflikte auslösen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das begleitende Video stellt die zentralen Fragestellungen der Sonderausstellung vor und lädt dazu ein, Migration als einen grundlegenden Bestandteil der Menschheitsgeschichte zu betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://aufunddavon.antikenmuseumbasel.ch/" target="_blank" rel="noopener">aufunddavon.antikenmuseumbasel.ch/</a></p>
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		<title>Wird Sand knapp? Warum der alltägliche Rohstoff weltweit immer wertvoller wird</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/wird-sand-knapp-warum-der-alltaegliche-rohstoff-weltweit-immer-wertvoller-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 09:32:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Naturhistorisches Museum Bern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sand gibt es scheinbar überall: an Stränden, in Wüsten, auf Spielplätzen und in Flussbetten. Doch ausgerechnet dieser alltägliche Rohstoff wird in vielen Regionen zunehmend knapp. Der Grund: Nicht jeder Sand [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sand gibt es scheinbar überall: an Stränden, in Wüsten, auf Spielplätzen und in Flussbetten. Doch ausgerechnet dieser alltägliche Rohstoff wird in vielen Regionen zunehmend knapp. Der Grund: Nicht jeder Sand eignet sich für Beton, Glas oder Computerchips. Ein Museumsvideo aus der Schweiz erklärt, warum Sand zu den wichtigsten Rohstoffen unserer Zeit gehört und weshalb seine Verfügbarkeit für die Bauwirtschaft zu einer wachsenden Herausforderung wird.  In der aktuellen Ausgabe der Wissensvideos &#8220;Kann das sein?!&#8221; erklärt Malte Junge, Leiter Erdwissenschaften, was es mit dem Sandmangel auf sich hat.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Sandmangel trotz riesiger Wüsten – wie ist das möglich?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sand gehört zu den vertrautesten Materialien unseres Alltags. Er bedeckt weite Wüstenlandschaften, bildet Strände und findet sich in Flüssen und Seen. Dass ausgerechnet Sand knapp werden könnte, erscheint deshalb zunächst widersprüchlich. Doch Sand ist nicht gleich Sand. Entscheidend sind unter anderem die Größe, Form und mineralische Zusammensetzung seiner Körner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Unterschied beim Wüstensand. Durch die ständige Bewegung im Wind sind viele Sandkörner über lange Zeit stark abgerundet worden. Für die Herstellung von Beton sind solche Körner häufig weniger geeignet als kantigere Gesteinskörnungen, die sich im Baustoff besser miteinander verzahnen. Die riesigen Sandmengen der Wüsten können deshalb den Bedarf der Bauindustrie nicht ohne Weiteres decken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Bauindustrie bestimmte Sandarten benötigt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sand ist ein wichtiger Bestandteil von Beton und damit unverzichtbar für zahlreiche Bauprojekte. Wohnhäuser, Brücken, Straßen und andere Infrastrukturprojekte benötigen große Mengen an Sand und Kies. Mit dem Wachstum der Städte und dem Ausbau der Infrastruktur steigt vielerorts auch die Nachfrage nach geeigneten Baustoffen. Für die Betonherstellung kommt es auf eine passende Mischung unterschiedlicher Korngrößen, Kornformen und Materialeigenschaften an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder natürliche Sand erfüllt diese Anforderungen. Manche Vorkommen müssen aufbereitet oder mit anderen Gesteinskörnungen gemischt werden. Die Knappheit betrifft deshalb vor allem geeigneten, wirtschaftlich verfügbaren Bausand – nicht Sand als Material insgesamt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sandabbau in der Schweiz: Warum kurze Transportwege wichtig sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Schweiz werden große Mengen Sand und Kies für die Bauwirtschaft benötigt. Die Rohstoffe stammen unter anderem aus Kiesgruben und anderen geeigneten Lagerstätten. Ihre Gewinnung erfolgt möglichst nahe an den Orten, an denen sie verarbeitet und verbaut werden. Das hat wirtschaftliche und ökologische Gründe: Sand ist schwer und wird in enormen Mengen transportiert. Lange Transportwege verursachen hohe Kosten und zusätzliche Emissionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb spielt die regionale Verfügbarkeit geeigneter Sand- und Kiesvorkommen eine wichtige Rolle. Selbst wenn weltweit große Mengen vorhanden sind, bedeutet das nicht automatisch, dass sie sich überall wirtschaftlich oder ökologisch sinnvoll nutzen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Folgen hat der steigende Sandverbrauch für die Umwelt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewinnung von Sand und Kies kann erhebliche Auswirkungen auf die Natur haben. Beim Abbau in Flüssen, Seen oder Küstengebieten können Lebensräume verändert, Sedimentbewegungen gestört und Uferbereiche beeinträchtigt werden. Gleichzeitig stehen Bauwirtschaft und Rohstoffversorgung vor der Herausforderung, den wachsenden Bedarf mit dem Schutz natürlicher Ressourcen in Einklang zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Möglichkeit ist die verstärkte Wiederverwendung von Baustoffen. Durch die Aufbereitung von Abbruchmaterial können beispielsweise rezyklierte Gesteinskörnungen gewonnen werden, die unter geeigneten Bedingungen einen Teil der natürlichen Rohstoffe ersetzen. Auch eine effizientere Materialnutzung und die verantwortungsvolle Planung neuer Abbaugebiete können helfen, den Druck auf natürliche Sandvorkommen zu verringern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Sand zu einer wichtigen Ressourcenfrage wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museumsvideo macht deutlich, dass die Verfügbarkeit von Sand nicht allein von der weltweit vorhandenen Menge abhängt. Entscheidend ist, ob ein Sandvorkommen die benötigten Eigenschaften besitzt, abgebaut werden darf und sich wirtschaftlich sowie möglichst umweltschonend nutzen lässt. Während Wüstensand in riesigen Mengen vorhanden ist, sind geeignete Vorkommen für Beton, Glas und andere industrielle Anwendungen regional begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem anhaltenden Bedarf an Wohnraum und Infrastruktur bleibt Sand deshalb ein Rohstoff von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die vermeintlich einfache Frage, ob Sand knapp werden kann, führt damit zu einem grundlegenden Thema: Wie lassen sich natürliche Ressourcen so nutzen, dass sie auch langfristig verfügbar bleiben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.nmbe.ch/de" target="_blank" rel="noopener">www.nmbe.ch/de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet: Kunstmuseum Basel würdigt die Sammlerin Gertrud Dübi-Müller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 12:56:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Basel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sammelte Werke von Vincent van Gogh, Gustav Klimt und Ferdinand Hodler, fotografierte befreundete Kunstschaffende, reiste mit dem eigenen Cabriolet durch Europa und bestieg das Matterhorn: Gertrud Dübi-Müller (1888–1980) gehörte [&#8230;]</p>
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<iframe loading="lazy" title="Führung durch die Ausstellung «Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet» – Kunstmuseum Basel" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/WXMd-J-w9aI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie sammelte Werke von <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Vincent+van+Gogh">Vincent van Gogh</a>, <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Gustav+Klimt">Gustav Klimt</a> und <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Ferdinand+Hodler">Ferdinand Hodler</a>, fotografierte befreundete Kunstschaffende, reiste mit dem eigenen Cabriolet durch Europa und bestieg das Matterhorn: Gertrud Dübi-Müller (1888–1980) gehörte zu den bedeutendsten Kunstsammlerinnen der Schweiz. Mit der Ausstellung „Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet. Die Sammlerin und Pionierin Gertrud Dübi-Müller“ widmet das Kunstmuseum Basel der außergewöhnlichen Solothurnerin erstmals eine umfassende Retrospektive. Rund 80 Kunstwerke, Fotografien und bislang unveröffentlichte Dokumente geben Einblick in ihr Leben und ihren Einfluss auf die europäische Moderne.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Gertrud Dübi-Müller: Eine Pionierin der Schweizer Kunstgeschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gertrud Dübi-Müller führte ein Leben, das für Frauen ihrer Generation ungewöhnlich selbstbestimmt war. Die 1888 in Solothurn geborene Kunstsammlerin war nicht nur eine wichtige Förderin moderner Kunst, sondern auch begeisterte Fotografin, Autofahrerin und Bergsteigerin. Schon früh kam sie mit der Kunstwelt in Berührung. Der Schweizer Maler Cuno Amiet (1868–1961) unterrichtete sie im Malen und eröffnete ihr den Zugang zu künstlerischen Kreisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem frühen Tod ihrer Eltern war Dübi-Müller bereits in jungen Jahren finanziell unabhängig. Diese Freiheit nutzte sie, um eine bedeutende Sammlung moderner Kunst aufzubauen und enge Kontakte zu Kunstschaffenden in der Schweiz und im europäischen Ausland zu pflegen. Die Ausstellung im Kunstmuseum Basel stellt nun erstmals ihre unterschiedlichen Rollen als Sammlerin, Mäzenin, Fotografin und eigenständige Persönlichkeit in einen größeren kunsthistorischen Zusammenhang.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Vincent van Gogh bis Gustav Klimt: Eine bedeutende Sammlung der Moderne</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der frühesten und bemerkenswertesten Erwerbungen Dübi-Müllers war Vincent van Goghs Gemälde Porträt Charles-Elzéard Trabuc aus dem Jahr 1889. Sie kaufte das Werk, als sie selbst kaum volljährig war. In den folgenden Jahrzehnten entstand eine außergewöhnliche Sammlung mit Arbeiten bedeutender Vertreter der europäischen Moderne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehörten Werke von Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Gustav Klimt und Henri Matisse ebenso wie Gemälde von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern, darunter Cuno Amiet, Alice Bailly, Giovanni Giacometti und Ferdinand Hodler. Dübi-Müller beschränkte sich dabei nicht auf den Erwerb von Kunstwerken. Sie pflegte persönliche Beziehungen zu zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern und wurde zu einer wichtigen Figur innerhalb ihres kulturellen Netzwerks. Die Basler Ausstellung zeigt rund 80 Werke aus ihrer einstigen Sammlung und macht deutlich, wie international ihre Interessen und Kontakte ausgerichtet waren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ferdinand Hodler und Gertrud Dübi-Müller: Eine besondere Künstlerfreundschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besonders enge Verbindung bestand zwischen Dübi-Müller und dem Schweizer Maler Ferdinand Hodler (1853–1918). Der Künstler porträtierte sie insgesamt 17 Mal. Darüber hinaus stand sie Modell für sein monumentales Gemälde Blick ins Unendliche, das zwischen 1913/14 und 1916 entstand und sich heute in der Sammlung des Kunstmuseums Basel befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der persönliche Briefwechsel dokumentiert das vertraute Verhältnis zwischen dem Maler und seiner Sammlerin. In einem Schreiben warnte Hodler die unternehmungslustige Dübi-Müller vor allzu schnellem Autofahren. Er empfahl ihr, lieber langsam in Paris anzukommen, als unterwegs das Leben zu riskieren. Solche Korrespondenzen geben Einblick in eine Freundschaft, die über die übliche Beziehung zwischen Künstler und Käuferin hinausging. Neben Hodler gehörten auch Alice Bailly und Giovanni Giacometti zu den Kunstschaffenden, mit denen Dübi-Müller persönlich verbunden war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit dem Cabriolet durch Europa: Reisen, Fotografie und Abenteuer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gertrud Dübi-Müllers Unabhängigkeit zeigte sich nicht nur in ihrem Engagement für die Kunst. Mit einem Cabriolet der Schweizer Automarke Piccard-Pictet, das als vermutlich erstes Automobil im Kanton Solothurn gilt, unternahm sie zahlreiche Reisen. Ihre Fahrten führten sie unter anderem nach Berlin, Paris, Rom und Wien sowie in die Schweizer Alpen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Frau ihrer Zeit waren solche Unternehmungen keineswegs selbstverständlich. Dübi-Müller interessierte sich zudem für neue technische Möglichkeiten. Sie unternahm Zeppelinflüge und bereiste neben verschiedenen europäischen Ländern auch Nordafrika. Ihre Begeisterung für das Bergsteigen führte sie auf anspruchsvolle alpine Touren, darunter eine Besteigung des Matterhorns. Diese unterschiedlichen Interessen spiegeln eine Persönlichkeit wider, die sich gesellschaftlichen Erwartungen nicht ohne Weiteres unterordnete und ihre Möglichkeiten zur selbstständigen Lebensgestaltung konsequent nutzte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gertrud Dübi-Müller als Fotografin: Persönliche Einblicke in die Kunstwelt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung ist Dübi-Müllers fotografisches Werk. Mit ihrer Kamera hielt sie das Leben befreundeter Künstlerinnen und Künstler ebenso fest wie ihre eigenen Reisen, Unternehmungen und Begegnungen. Die Fotografien sind heute wertvolle historische Zeugnisse. Sie dokumentieren nicht nur persönliche Erinnerungen, sondern auch das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld der frühen Moderne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt werden die Aufnahmen durch bislang unveröffentlichte Briefe, handbemalte Postkarten und weitere Dokumente aus ihrem persönlichen Netzwerk. Damit zeigt die Ausstellung Dübi-Müller nicht ausschließlich als Besitzerin bedeutender Gemälde, sondern als aktive Teilnehmerin des europäischen Kunstlebens. Die fotografischen Bestände stammen unter anderem aus dem Nachlass, der von der Fotostiftung Schweiz in Winterthur verwaltet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Ausstellung, die bereits vor 100 Jahren geplant war</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee, die Sammlung von Gertrud Dübi-Müller in Basel zu präsentieren, reicht weit zurück. Bereits Wilhelm Barth, der von 1909 bis 1934 die Kunsthalle Basel leitete, bemühte sich um eine Ausstellung mit Werken aus den Sammlungen von Gertrud Dübi-Müller und ihrem Bruder Josef Müller (1887–1977).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz mehrfacher Anfragen kam das Vorhaben damals nicht zustande. Rund ein Jahrhundert später greift das Kunstmuseum Basel diese Idee auf und würdigt mit der ersten umfassenden Ausstellung die Bedeutung Dübi-Müllers für die Schweizer und internationale Kunstgeschichte. Die Präsentation verbindet herausragende Gemälde der Moderne mit biografischen Dokumenten und beleuchtet damit eine Sammlerin, deren Beitrag zur Kunstgeschichte bislang weniger bekannt war als die Werke der von ihr geförderten Künstler.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dübi-Müller-Stiftung: Das künstlerische Erbe in Solothurn</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch über ihren Tod hinaus blieb Gertrud Dübi-Müllers Sammlung für die Öffentlichkeit erhalten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann gründete sie 1964 die Dübi-Müller-Stiftung. Ihr Ziel war es, den damaligen Sammlungsbestand mit 190 Werken langfristig zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen. Ihr Bruder Josef Müller gründete 1969 eine eigene Stiftung, die 55 Kunstwerke umfasste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Stiftungen wurden in das Kunstmuseum Solothurn integriert. Das Museum bewahrt bis heute einen wesentlichen Teil des künstlerischen Erbes der Familie. Die Basler Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Solothurn. Hinzu kommen Leihgaben aus weiteren Schweizer Museen, privaten Sammlungen und der Fotostiftung Schweiz. Mit der Verbindung von Kunstwerken, Fotografien und persönlichen Dokumenten entsteht ein vielschichtiges Porträt einer Frau, die das Sammeln moderner Kunst mit außergewöhnlicher Neugier, Mobilität und kulturellem Engagement verband.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://kunstmuseumbasel.ch" target="_blank" rel="noopener">kunstmuseumbasel.ch</a></p>
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		<title>Wolfgang Tillmans&#8217; Rede anlässlich der Verleihung des Roswitha Haftmann Preises 2026 im Kunsthaus Zürich</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/wolfgang-tillmans-roswitha-haftmann-preis-kunsthaus-zurich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 09:50:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunsthaus Zürich]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich]]></category>
		<category><![CDATA[Between Bridges]]></category>
		<category><![CDATA[Fotokunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Roswitha Haftmann Preis]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Tillmans]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Tillmans Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[zeitgenössische Fotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der deutsche Fotograf und Künstler Wolfgang Tillmans wird mit dem Roswitha Haftmann-Preis 2026 ausgezeichnet. Der mit 150.000 Schweizer Franken dotierte Kunstpreis würdigt sein international bedeutendes Gesamtwerk sowie sein gesellschaftliches Engagement [&#8230;]</p>
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<iframe loading="lazy" title="Wolfgang Tillmans’ Acceptance Speech – Roswitha Haftmann Prize 2026 at Kunsthaus Zürich" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/u-IvnWfzpF0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der deutsche Fotograf und Künstler Wolfgang Tillmans wird mit dem <a href="https://roswithahaftmann-stiftung.com" target="_blank" rel="noopener">Roswitha Haftmann-Preis 2026</a> ausgezeichnet. Der mit 150.000 Schweizer Franken dotierte Kunstpreis würdigt sein international bedeutendes Gesamtwerk sowie sein gesellschaftliches Engagement für Demokratie, Offenheit und Solidarität. Die Preisverleihung fand am 17. September 2026 im Kunsthaus Zürich statt.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Roswitha Haftmann-Preis 2026 würdigt Wolfgang Tillmans</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der 1968 geborene Künstler <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Wolfgang+Tillmans">Wolfgang Tillmans </a>ist der 28. Preisträger des Roswitha Haftmann-Preises. Die Auszeichnung zählt zu den höchstdotierten Kunstpreisen Europas und wird von der Zürcher Roswitha Haftmann-Stiftung vergeben. Mit der Entscheidung würdigt der Stiftungsrat ein künstlerisches Schaffen, das seit rund vier Jahrzehnten die Grenzen der Fotografie erweitert und zugleich gesellschaftliche und politische Fragen aufgreift.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören international bekannte Kunstschaffende wie Cindy Sherman, Sigmar Polke, Maria Lassnig, VALIE EXPORT, Rosemarie Trockel, Jeff Wall und Cecilia Vicuña. Die Laudatio bei der Preisverleihung im Kunsthaus Zürich übernahm laut Ankündigung Prof. Dr. Bernhart Schwenk, Chefkurator und Sammlungsleiter Gegenwartskunst an der Pinakothek der Moderne in München. Er würdigte insbesondere Tillmans&#8217; Einfluss auf die internationale Fotografie und dessen Verbindung von künstlerischer Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wolfgang Tillmans: Von der Clubkultur zur internationalen Fotokunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Tillmans wurde in den 1990er-Jahren durch Fotografien aus seinem persönlichen Umfeld sowie aus der europäischen Clubszene und der LGBTQ+-Community bekannt. Seine Porträts und Momentaufnahmen erschienen zunächst in Musik- und Lifestyle-Magazinen und dokumentierten gesellschaftliche Veränderungen und neue kulturelle Ausdrucksformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe seiner Karriere entwickelte Tillmans seine fotografische Praxis kontinuierlich weiter. Neben Porträts entstanden Stillleben, Landschaftsaufnahmen, Himmelsbilder und astronomische Fotografien. Zunehmend beschäftigte er sich auch mit abstrakten Bildern, die ohne den klassischen Einsatz einer Kamera entstehen. Mechanische Prozesse und chemische Reaktionen wurden zu eigenständigen Mitteln seiner künstlerischen Arbeit. Ein wesentliches Merkmal seines Werks ist die Auseinandersetzung mit der Materialität fotografischer Bilder. Papier, Drucktechnik, Oberfläche und Präsentationsform sind für Tillmans nicht nur technische Voraussetzungen, sondern eigenständige Bestandteile der Kunst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Wege der Fotografie: Installationen und experimentelle Bildwelten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Tillmans gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter einer installativen Fotokunst. Seine Werke werden häufig in ungewöhnlichen Zusammenstellungen präsentiert, die sich von traditionellen fotografischen Ausstellungen unterscheiden. An Museumswänden kombiniert er großformatige Fotografien mit kleineren Bildern, während er auf Tischen unter Glasplatten Fotografien, Fotokopien, Zeitschriftenartikel, Postkarten und andere Materialien arrangiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diese variable Präsentationsweise entstehen neue Beziehungen zwischen einzelnen Bildern und ihrem räumlichen Umfeld. Tillmans untersucht damit nicht nur die Wirkung fotografischer Motive, sondern auch die Art und Weise, wie Bilder wahrgenommen, interpretiert und in gesellschaftliche Zusammenhänge eingeordnet werden. Sein experimenteller Umgang mit Fotografie hat zahlreiche nachfolgende Künstlergenerationen beeinflusst. In den vergangenen Jahren erweiterte er sein Schaffen zudem um Videoarbeiten, Soundinstallationen, Musikproduktionen und Texte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst und Demokratie: Wolfgang Tillmans als gesellschaftlich engagierter Künstler</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Wolfgang Tillmans seit vielen Jahren für gesellschaftliche und demokratische Anliegen. International bekannt wurde unter anderem seine 2016 initiierte Kampagne gegen den Brexit. Darüber hinaus entwickelte er Kampagnen zur politischen Beteiligung im Umfeld der Bundestagswahl 2017 sowie der Europawahlen 2019 und 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Engagement beruht auf der Überzeugung, dass Kunst und Kultur wichtige Räume für gesellschaftlichen Dialog und gegenseitiges Verständnis schaffen können. Mit der 2017 gegründeten Stiftung Between Bridges unterstützt er darüber hinaus kulturelle, künstlerische und zivilgesellschaftliche Projekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roswitha Haftmann-Preis würdigt damit nicht nur seine künstlerische Entwicklung, sondern auch die Verbindung zwischen seiner Arbeit und seinem öffentlichen Engagement.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Internationale Ausstellungen: Von New York über Paris bis Dresden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Werk von Wolfgang Tillmans wurde in zahlreichen international bedeutenden Museen präsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2022 zeigte das Museum of Modern Art (MoMA) die umfangreiche Ausstellung „To Look Without Fear“. Die Retrospektive war 2023 auch in der Art Gallery of Ontario in Toronto und im San Francisco Museum of Modern Art zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2025 präsentierte Tillmans die Ausstellung „Weltraum“ im Albertinum in Dresden. Im selben Jahr war seine Ausstellung „Rien ne nous y préparait – Tout nous y préparait“ im Centre Pompidou zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Jahr 2000 erhielt Tillmans als erster überwiegend fotografisch arbeitender Künstler und erster Nicht-Brite den renommierten Turner Prize. 2018 wurde er mit dem Goslarer Kaiserring ausgezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Roswitha Haftmann-Preis 2026 kommt eine weitere bedeutende internationale Ehrung hinzu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Roswitha Haftmann-Stiftung: Förderung internationaler Gegenwartskunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roswitha Haftmann-Preis wurde im Jahr 2000 von der Roswitha Haftmann-Stiftung ins Leben gerufen. Er geht auf die Schweizer Galeristin und Kunstmäzenin Roswitha Haftmann (1924–1998) zurück. Sie verfügte testamentarisch, dass ihr Vermögen zur Förderung herausragender lebender Künstlerinnen und Künstler eingesetzt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Vergabe entscheidet ein international besetzter Stiftungsrat mit Vertreterinnen und Vertretern bedeutender europäischer Kunstinstitutionen. Dazu zählen das Kunsthaus Zürich, das Kunstmuseum Basel, das Kunstmuseum Bern und das Museum Ludwig in Köln. Das Preisgeld von 150.000 Schweizer Franken steht den Ausgezeichneten zur freien Verfügung. Es kann beispielsweise für neue künstlerische Projekte, die Dokumentation des eigenen Werks oder andere Vorhaben eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Auszeichnung von Wolfgang Tillmans setzt die Stiftung ihre Förderung international einflussreicher Positionen der Gegenwartskunst fort. Die Preisverleihung am 17. September 2026 wird inzwischen auch durch die veröffentlichte Laudatio der Roswitha Haftmann-Stiftung sowie die Dankesrede von Wolfgang Tillmans bestätigt</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.kunsthaus.ch" target="_blank" rel="noopener">www.kunsthaus.ch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Künstliche Kreativität: Kunst zwischen Mensch und Maschine im Aargauer Kunsthaus</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/kunstliche-kreativitat-aargauer-kunsthaus/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 12:21:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aarau]]></category>
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		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was bedeutet Kreativität, wenn Maschinen an künstlerischen Prozessen beteiligt sind? Und wem gehört ein Werk, wenn künstliche Intelligenz Bilder, Texte oder Stimmen mitgestaltet? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung „Künstliche Kreativität“, die am 26. September 2026 im Aargauer Kunsthaus eröffnet wird. Vierzehn Kunstschaffende untersuchen darin, wie KI die Entstehung, Wahrnehmung und Bewertung von Kunst verändert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung widmet sich einem der drängendsten Themen unserer Zeit: dem Verhältnis zwischen menschlicher Kreativität und maschineller Generierung. In Installationen und interaktiven Arbeiten wird erfahrbar, wie sich die Grenzen zwischen Werkzeug, Mitwirkung und vermeintlich eigenständiger Kreativität verschieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Künstliche Intelligenz verändert die künstlerische Praxis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ChatGPT Ende 2022 öffentlich zugänglich wurde, ist künstliche Intelligenz fest im Alltag angekommen. Sie beeinflusst Arbeitswelt, Bildung, Wirtschaft, Gesundheit und Kultur. Auch die Kunst setzt sich unmittelbar mit den Möglichkeiten und Folgen dieser Technologie auseinander. Dabei steht sie in einer Tradition früherer Medienumbrüche. Fotografie und Digitalisierung lösten zunächst ebenfalls Diskussionen über Originalität, Authentizität und die Rolle des Menschen aus. Zugleich eröffneten sie neue künstlerische Ausdrucksformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit generativer KI stellen sich diese Fragen erneut – und mit zusätzlicher Dringlichkeit. Wie verändert sich der kreative Prozess, wenn Maschinen an der Produktion von Kunstwerken beteiligt sind? Was bedeutet Autorschaft, wenn Menschen und technische Systeme gemeinsam Ergebnisse hervorbringen? Und wer trägt die Verantwortung für Inhalte, die mithilfe von KI entstehen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vierzehn Kunstpositionen zwischen Kontrolle und Kontrollverlust</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung „Künstliche Kreativität“ versammelt vierzehn künstlerische Positionen, die mit generativen Bild- und Sprachmodellen arbeiten. Ihre Werke zeigen KI nicht einfach als technisches Hilfsmittel, sondern als Teil eines komplexen kreativen Zusammenspiels. Der Rundgang wird von drei zentralen Fragen geleitet: Wie wird künstliche Intelligenz Teil künstlerischer Prozesse? Wie beeinflussen KI-generierte Inhalte unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit? Und was verändert sich, wenn KI in räumlichen, körperlichen und sozialen Situationen erfahrbar wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilweise interaktive Installationen eröffnen neue Begegnungen mit Bildern, Stimmen und Räumen. Dabei wird deutlich, dass Kreativität nicht einfach vom Menschen auf die Maschine übergeht. Sie entsteht vielmehr im Zusammenspiel von Menschen, Daten, technischen Systemen und kulturellen Vorstellungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer ist der Urheber eines KI-generierten Kunstwerks?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die beteiligten Kunstschaffenden setzen künstliche Intelligenz auf unterschiedliche Weise ein: als Werkzeug, als Bestandteil des kreativen Prozesses oder als System, dessen Möglichkeiten bereits durch Daten, Regeln und Benutzeroberflächen begrenzt sind. Dadurch rückt die Frage nach Autorschaft und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Auch die technischen Voraussetzungen der Kunstproduktion werden sichtbar. Datensätze, Trainingsumgebungen und sogenannte Prompts – also Eingaben und Anweisungen an KI-Systeme – sind nicht nur Werkzeuge, sondern können selbst zum künstlerischen Material und Gegenstand kritischer Reflexion werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung zeigt damit, dass KI-generierte Kunst nicht unabhängig von menschlichen Entscheidungen entsteht. Welche Daten verwendet werden, welche Anweisungen ein System erhält und welche Ergebnisse ausgewählt oder verworfen werden, prägt den kreativen Prozess entscheidend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn künstliche Intelligenz überzeugende Wirklichkeiten erzeugt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wirkung KI-generierter Bilder, Texte und Stimmen. Sie können täuschend echt erscheinen, selbst wenn ihre Herkunft unklar ist oder sich ihr Wahrheitsgehalt kaum überprüfen lässt. Besonders deutlich wird dies bei sogenannten Halluzinationen: KI-Systeme erzeugen dabei plausible Aussagen oder Bildinhalte, obwohl ihnen dafür eine verlässliche Grundlage fehlt. Was technisch als Fehler gilt, kann in der Kunst zugleich neue Möglichkeiten eröffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung betrachtet solche Störungen nicht ausschließlich als Schwächen der Technologie. Sie untersucht auch, wie Unsicherheit, Mehrdeutigkeit und erfundene Wirklichkeiten zum künstlerischen Ausdruck werden können. Damit stellt sich die Frage, woran wir Glaubwürdigkeit erkennen – und wie sehr unsere Wahrnehmung von Bildern und Informationen durch technische Systeme geprägt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verantwortung bleibt beim Menschen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei interaktiven Arbeiten wird spürbar, wie sich Handlungsmöglichkeiten zwischen Menschen und technischen Systemen verteilen. Die Technologie kann auf Eingaben reagieren, Inhalte generieren und Entscheidungen innerhalb vorgegebener Regeln treffen. Daraus folgt jedoch nicht, dass sie menschliche Absichten, Verständnis oder Verantwortungsbewusstsein besitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verantwortung bleibt bei den Menschen und Institutionen, die KI-Systeme entwickeln, einsetzen, ihre Ergebnisse auswählen und öffentlich präsentieren. Diese Unterscheidung ist für den Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Kunst ebenso wichtig wie für ihre Nutzung in anderen gesellschaftlichen Bereichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Künstliche Kreativität“: Eine Ausstellung über die Zukunft der Kunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „Künstliche Kreativität“ untersucht das Aargauer Kunsthaus, wie generative KI die Bedingungen künstlerischer Produktion verändert. Die vierzehn Positionen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Autorschaft, Zusammenarbeit, Wahrnehmung und Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung liefert dabei keine einfache Antwort auf die Frage, ob Maschinen kreativ sein können. Stattdessen macht sie sichtbar, wie Kreativität im Zeitalter künstlicher Intelligenz neu verhandelt wird – zwischen menschlichen Entscheidungen, technischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Erwartungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://aargauerkunsthaus.ch/" target="_blank" rel="noopener">/aargauerkunsthaus.ch/</a></p>
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