Carl Wilhelm Hübner – “Die schlesischen Weber” – Spot on aus dem LVR-Landesmuseum Bonn

In diesem Video aus der Reihe „Spot on…“ des LVR-Landesmuseums Bonn Analysiert Dr. Christoph Schmälzle das berühmte Gemälde „Die schlesischen Weber“ von Carl Wilhelm Hübner aus dem Jahr 1844 analysiert.

Hier sind die wichtigsten Punkte der Bildbetrachtung:

  • Zentrales soziales Drama: Das Bild zeigt den harten Kontrast zwischen einem reichen Kaufmann in herrschaftlicher Pose und einer verarmten Weberfamilie aus Schlesien.
  • Der Konflikt: Der Kaufmann weist das in Heimarbeit gewebte Tuch brüsk zurück oder bietet einen so geringen Preis an, dass die Familie entsetzt ist; die Frau sinkt beinahe ohnmächtig zu Boden. Die Weber litten unter dem Hungerlohn und der Übermacht mechanischer Webstühle in Fabriken.
  • Politischer Einfluss: Das Werk war so wirkungsvoll, dass selbst Friedrich Engels sagte, dieses Bild sei so effektiv wie „100 Flugblätter“. Hübner malte aufgrund des großen Erfolgs insgesamt drei Fassungen davon.
  • Versteckte Details: Eine literarische Vorlage gibt Aufschluss über Details im Bild: Die Zahl 20 auf dem Schnupftuch des Händlers verweist auf die reale Händlerfamilie „Zwanziger und Söhne“, die für ihre besonders harten Verhandlungen und schlechten Preise berüchtigt war.

Dieses Gemälde gilt als eines der bedeutendsten Werke der Düsseldorfer Malerschule, das die sozialen Missstände des Vormärz thematisiert.

Mehr unter: landesmuseum-bonn.lvr.de

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