Passend zur besinnlichen Zeit teilt das Burgkloster Lübeck eine geheimnisvolle Legende aus seinen alten Mauern. Die Geschichte führt uns zurück in die Zeit, als fromme Mönche den Burghügel bezogen – sehr zum Missfallen eines langjährigen, eher „unheiligen“ Bewohners.
Das Burgkloster, heute Teil des Europäischen Hansemuseums, ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch der Mythen. Die Erzählung vom Burgteufel und seinem Komplizen, dem Küchenteufel, erinnert daran, dass hinter jeder Klostermauer auch ein wenig Schabernack stecken kann.
Die Legende vom ungebetenen Gast
Jahrhundertelang lebte der Burgteufel ungestört unter dem Burghügel von Lübeck. Als jedoch das Kloster errichtet wurde und die Gebete der Mönche die Stille vertrieben, schmiedete er einen Plan:
- Die List: Er schickte seinen Kumpel, den Küchenteufel, ins Kloster. Als Bettelmönch verkleidet, sollte dieser Unruhe stiften und die fromme Ordnung stören.
- Die Entdeckung: Fast wäre der Plan aufgegangen, doch der Prior – der frömmste unter den Brüdern – durchschaute die teuflische Maskerade rechtzeitig und erkannte die Gefahr für seine Gemeinschaft.
(Quelle: „Sagen und Legenden vom Burgkloster zu Lübeck“, zusammengestellt von Ursula Albin, 1995)
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