Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln zeigt von 5. September 2025 bis 1. Februar 2026 erstmals in Europa eine umfassende Werkschau des legendären Künstlerpaars Bernd und Hilla Becher. Unter dem Titel „Bernd & Hilla Becher – Geschichte einer Methode“ werden vom Herbst 2025 an über 300 originale Schwarz-Weiß-Fotografien sowie seltene frühe Arbeiten präsentiert, die einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise und künstlerische Entwicklung des Duos geben.
Seit Ende der 1950er-Jahre reisten die Bechers durch Deutschland, Europa und Nordamerika, um die Ästhetik industrieller Architektur festzuhalten. Ihre sachlich-dokumentarische Bildsprache, geprägt von systematischer Vorgehensweise, machte sie zu zentralen Figuren der zeitgenössischen Fotokunst und prägte Generationen von Fotograf:innen.
Schwerpunkte der Ausstellung:
- Frühe Einzelarbeiten (1950er–1970er) – viele erstmals öffentlich zu sehen
- „Anonyme Skulpturen“ (1970) – das ikonische Typologie-Buch, präsentiert mit Originalabzügen und Textzitaten
- Typologien – fotografische Serien von Kohlebunkern, Silos, Fördertürmen, Hochöfen, Kühltürmen und mehr
- Industrielandschaften – Gesamtanlagen wie Zeche Zollern 2 (Dortmund) und Zeche Ewald Fortsetzung (Recklinghausen)
- Wohn- und Siedlungshäuser – Alltag und Architektur des Ruhrgebiets in der Nachkriegszeit
- „Abwicklungen“ – Bauwerke aus mehreren Perspektiven, fast plastisch erfahrbar
- Filmischer Epilog – Max Bechers Video von einer Arbeitsreise seiner Eltern nach Ohio (1987)
Die Exponate stammen überwiegend aus dem Bernd und Hilla Becher Archiv sowie dem Bernd & Hilla Becher Studio in Düsseldorf. Ergänzt wird die Schau durch Leihgaben von Sprüth Magers und dem LVR-Landesmuseum Bonn.
Zur Ausstellung erscheint im Schirmer/Mosel Verlag ein reich bebilderter Katalog mit Beiträgen von Max Becher, Gabriele Conrath-Scholl, Marianne Kapfer und Urs Stahel (Erscheinung: November 2025). Das Projekt wird von der KUNSTSTIFTUNG NRW gefördert.
Mehr unter: www.sk-kultur.de






