Barbara Staudinger bleibt Direktorin des Jüdischen Museums Wien: Die Pläne für die nächsten fünf Jahre

Barbara Staudinger wurde für weitere fünf Jahre als Direktorin des Jüdischen Museums Wien bestellt. Sie bedankt sich bei der Wien Holding, der Stadt Wien und dem Publikum für das entgegengebrachte Vertrauen und die zahlreichen Glückwünsche. Zugleich gibt sie einen Ausblick auf kommende Ausstellungen, ein neues Erscheinungsbild und die geplante Neugestaltung der Dauerausstellung. Auch künftig soll das Museum ein Ort der Debatte sein, an dem jüdische Geschichte, gesellschaftliche Gegenwart und unterschiedliche Perspektiven auf Wien miteinander verbunden werden.

Neues Erscheinungsbild und spannende Ausstellungen

Die kommenden fünf Jahre versprechen zahlreiche Neuerungen im Jüdischen Museum Wien. Noch 2026 präsentiert sich das Haus mit einem neuen visuellen Erscheinungsbild, mit dem es seine Präsenz im Stadtraum stärken möchte. Auch das Ausstellungsprogramm des Museumsherbstes ist bereits angelaufen.

Am Standort Judenplatz ist die Ausstellung „Heimatlos – Wiener Juden im Exil“ zu sehen. Im November folgt in der Dorotheergasse die Herbstausstellung „Die Morgenländer – jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden“. Für 2027 kündigt Staudinger mit „Mythos Wien 1900“ ein weiteres Ausstellungsprojekt an, das die berühmte kulturelle Blütezeit Wiens aus jüdischer Perspektive beleuchtet und neue Erkenntnisse über diese Epoche verspricht.

Neue Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte Wiens

Ein zentrales Vorhaben der kommenden fünf Jahre ist die Entwicklung einer neuen Dauerausstellung am Standort Dorotheergasse. Sie soll zusätzliche Perspektiven eröffnen und jüdische Geschichte in Wien anschaulich und sinnlich erfahrbar machen.

Dabei geht es um mehr als die Darstellung historischer Ereignisse. Die Ausstellung soll verdeutlichen, dass sich die Geschichte Wiens nicht ohne die Geschichte seiner jüdischen Bevölkerung erzählen lässt. Jüdisches Leben und jüdische Kultur sind untrennbar mit der Entwicklung der Stadt verbunden und gehören zu ihrer historischen und kulturellen Identität.

Das Jüdische Museum Wien als Ort der Debatte

Auch in Zukunft möchte Barbara Staudinger das Museum als offenen Ort des Austauschs und der gesellschaftlichen Auseinandersetzung positionieren. Hier sollen Fragen der Gegenwart und Zukunft ebenso Platz finden wie die kritische Beschäftigung mit der Vergangenheit.

Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch. Das Museum soll ein Ort sein, an dem sich Besucher*innen willkommen fühlen, Neues entdecken und unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen können. Geschichte wird dabei nicht als einheitliche Erzählung verstanden, sondern als ein vielschichtiges Geschehen, das aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden muss.

Die jüdische Perspektive sichtbar zu machen, bleibt eine zentrale Aufgabe des Hauses. Damit leistet das Jüdische Museum Wien einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart der Stadt.

Barbara Staudinger setzt auf Offenheit und neue Perspektiven

Mit ihrer Wiederbestellung verbindet Barbara Staudinger den Anspruch, das Jüdische Museum Wien als lebendigen Kultur- und Diskussionsort weiterzuentwickeln. Das kommende Programm reicht von historischen Ausstellungen über neue Zugänge zur Wiener Kulturgeschichte bis zur geplanten Dauerausstellung.

Staudinger lädt das Publikum dazu ein, das Museum weiterhin zu begleiten oder neu zu entdecken. Ihr Ziel ist ein Haus, das jüdische Geschichte in ihrer Vielfalt vermittelt, gesellschaftliche Debatten ermöglicht und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt.

Mehr unter: www.jmw.at

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