Archistories – Architektur in der Kunst: Premiere in der Karlsruher Orangerie

Ein historischer Moment für die Kunsthalle Karlsruhe: Während das Hauptgebäude saniert wird, kehrt das kulturelle Leben in die neu gestaltete Orangerie zurück. Ab November 2025 öffnet das ehemalige Gewächshaus nach mehrjähriger Sanierung seine Tore für die erste große Sonderausstellung: „Archistories – Architektur in der Kunst“.

Architektur ist weit mehr als eine Hülle aus Stein, Glas oder Beton. In der Kunst fungiert sie als Spiegel gesellschaftlicher Werte, als Bühne für Geschichten und als Ausdruck menschlicher Gestaltungskraft. Die Ausstellung „Archistories“ untersucht genau dieses spannungsvolle Verhältnis zwischen gebauter Realität und künstlerischer Vision.

Architektur als Medium des Ausdrucks

Die Ausstellung zeigt auf, wie Künstler über Jahrhunderte hinweg Architektur genutzt haben, um Identität, Macht und Visionen zu transportieren:

  • Erzählte Geschichte: Bauwerke in der Kunst berichten von ihren Erbauern und den Menschen, die sie bewohnten. Sie sind Zeitkapseln, die vergangene Epochen lebendig halten.
  • Wertvorstellungen: Sakrale Bauten, herrschaftliche Paläste oder funktionale Industriearchitektur – in der Kunst werden sie zu Symbolen für Glauben, Status oder den technischen Fortschritt.
  • Gestaltungswille: Die Ausstellung beleuchtet Architektur als bewusstes Medium, mit dem Künstler Räume neu definieren und unsere Wahrnehmung der Welt herausfordern.

Die Orangerie als perfekter Schauplatz

Der Ort der Ausstellung könnte nicht passender gewählt sein:

  1. Dialog der Architektur: Die frisch sanierte Orangerie selbst wird Teil des Diskurses. Das Licht der gläsernen Architektur eines ehemaligen Gewächshauses bildet den Rahmen für die künstlerische Auseinandersetzung mit Räumen.
  2. Brückenschlag: Während eines der ältesten Museumsgebäude Deutschlands (das Hauptgebäude) im Dornröschenschlaf der Erneuerung liegt, bildet die Orangerie die lebendige Brücke in die Zukunft der Kunsthalle.

Was Besucher erwartet

„Archistories“ verspricht einen Parcours durch verschiedene Medien – von klassischer Malerei und Zeichnung bis hin zu zeitgenössischen Fotografie- und Installationspositionen. Es geht um den Blick auf das Gebäude als Objekt, aber auch um das Gefühl des Raums an sich.

Mehr unter: www.kunsthalle-karlsruhe.de

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