Fotos, Videos, Trainingsdaten, persönliche Notizen – Sieben Jahre nach seinem Tod schenkte Nicole Steck dem ALPS seinen Nachlass. Das Alpine Museum der Schweiz bewahrt dieses umfangreiche Erbe einer Legende des Alpinismus.
Eine Ikone des Bergsteigens
Ueli Steck gehört zu den prägendsten Figuren der Klettergeschichte. Der Schweizer Ausnahmealpinist, der 2017 am Nuptse in der Nähe des Mount Everest tödlich verunglückte, hinterließ nicht nur Rekorde und Erstbegehungen, sondern auch ein außergewöhnlich umfangreiches persönliches Archiv. .
6 Terabyte, 15 Jahre, ein Leben am Berg
Der Nachlass umfasst rund 6 Terabyte an digitalem Material: Tausende Fotos und Videos aus seinen Expeditionen, Tonaufnahmen, Präsentationen sowie detaillierte Trainingsdaten und persönliche Notizen. Zusammen dokumentieren sie 15 Jahre intensiver alpinistischer Tätigkeit – von der minutiösen Vorbereitung bis zum Gipfelerlebnis, von der öffentlichen Persona bis zum privaten Menschen hinter dem Sportler.
Zwischen Archiv und Erinnerungskultur
Nora Mathys, Leiterin Sammlung im ALPS, gewährt Einblicke in die Arbeit mit diesem außergewöhnlichen Material. Die Herausforderung liegt nicht nur im schieren Umfang des Bestands, sondern auch in seiner Vielschichtigkeit: Wie sichert man digitale Daten langfristig? Wie erschließt man ein so heterogenes Archiv für Forschung und Öffentlichkeit? Und was erzählt dieses Material über einen Menschen, der die Grenzen des Möglichen immer wieder neu definiert hat?
Ein Nachlass als Zeitdokument
Der Nachlass von Ueli Steck ist mehr als eine persönliche Erinnerung – er ist ein Zeitdokument des modernen Hochalpinismus. Das ALPS versteht seine Aufgabe dabei nicht nur als Bewahrung, sondern als aktive Vermittlung: Der Einblick in das Archiv soll zeigen, wie aus gelebter Leidenschaft Geschichte wird.
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