Wien zeigt eine unbekannte Seite einer bekannten Institution – das Leopold Museum präsentiert erstmals die Kunstsammlung der Oesterreichischen Nationalbank.
Eine Bank als Mäzenin: Kunstsammlung seit den 1890er-Jahren
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ist der Öffentlichkeit vor allem als Hüterin der Preisstabilität und des Zahlungsverkehrs bekannt. Dass sie seit den 1890er-Jahren auch eine bedeutende Kunstsammlung unterhält, ist dagegen kaum bekannt. Genau das soll sich jetzt ändern: Unter dem Titel „Premiere!” macht das Leopold Museum Wien diese Sammlung erstmals einem breiten Publikum zugänglich.
Österreichische Kunst von der Zwischenkriegszeit bis heute
Seit den späten 1980er-Jahren hat die OeNB ihren Sammlungsschwerpunkt gezielt auf österreichische Malerei und Skulptur des 20. und 21. Jahrhunderts ausgerichtet. Besonders im Fokus stehen die Kunst der Zwischenkriegszeit – darunter Neue Sachlichkeit und Post-Expressionismus – sowie geometrische und gestische Abstraktion aus der Zeit nach 1945. Die Ausstellung bietet damit einen konzentrierten Überblick über zentrale Strömungen der österreichischen Kunstgeschichte von 1918 bis in die Gegenwart.
Historische Verbindung: OeNB und das Leopold Museum
Die Schau würdigt zugleich eine besondere institutionelle Beziehung: 1994 unterstützte die OeNB maßgeblich die Gründung der Leopold Museum-Privatstiftung und legte damit einen Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Hauses. Die aktuelle Ausstellung macht dieses langjährige Engagement für Kunst und Kultur sichtbar und setzt ihm ein sichtbares Denkmal.
Kuratorisches Team
Verantwortet wird die Ausstellung von Chiara Galbusera und Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger, kuratorische Assistenz: Barbara Halbmayr.
Mehr unter: www.leopoldmuseum.org/






