Mit „Hot Questions – Cold Storage“ öffnet das Architekturzentrum Wien seine umfangreiche Sammlung zur österreichischen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Originalmodelle, Zeichnungen, Möbel, Dokumente und Filme treten dabei in einen neuen Dialog.
Das Architekturzentrum Wien (Az W) macht mit seiner Schausammlung die österreichische Architekturgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts neu erfahrbar. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Präsentation bedeutender Bauwerke und Entwürfe, sondern die Frage, welche Themen und Konflikte aus den Archiven bis in die Gegenwart reichen.
Unter dem Titel „Hot Questions – Cold Storage“ werden ausgewählte Objekte aus der mittlerweile auf mehr als 110 Vor- und Nachlässe sowie zahlreiche Projektsammlungen angewachsenen Sammlung erstmals öffentlich präsentiert. Modelle, Zeichnungen, Möbel, Stoffe, Dokumente und Filme eröffnen dabei neue Perspektiven auf die österreichische Architekturgeschichte.
Sieben Fragen an die Architektur
Die Ausstellung folgt sieben thematischen Kapiteln. Ausgangspunkt jedes Kapitels ist eine „heiße Frage“, die einen Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen und architektonischen Debatten herstellt. So wird der „stille Speicher“ des Museums zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Fragen, die weit über einzelne Gebäude oder Architekt hinausreichen.
Im Zentrum stehen sowohl bekannte Schlüsselobjekte als auch weniger prominente Werke. Gerade diese Gegenüberstellung ermöglicht neue Querverbindungen und zeigt, wie vielfältig die österreichische Architektur des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart ist.
Die Sammlung des Architekturzentrum Wien zählt zu den umfassendsten ihrer Art in Österreich. Dass zahlreiche Objekte bislang im Depot verborgen blieben, macht die Schausammlung zugleich zu einer Entdeckungsreise durch die eigenen Bestände. Was normalerweise archiviert, katalogisiert und bewahrt wird, tritt nun in einen öffentlichen Dialog.
Das Archiv als lebendiger Ort
Mit „Hot Questions – Cold Storage“ versteht das Architekturzentrum Wien seine Sammlung nicht als abgeschlossenes Archiv, sondern als lebendigen Wissensspeicher. Die historischen Materialien werden aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und entlang gegenwärtiger Fragen neu gelesen.
Damit richtet sich die Ausstellung nicht ausschließlich an ein architekturhistorisch interessiertes Publikum. Sie lädt vielmehr dazu ein, anhand konkreter Objekte darüber nachzudenken, wie Architektur Gesellschaft prägt – und wie gesellschaftliche Veränderungen wiederum unsere gebaute Umwelt beeinflussen.
Als einziges österreichisches Museum, das sich ausschließlich der Architektur widmet, nimmt das Architekturzentrum Wien damit eine besondere Rolle in der Vermittlung und Bewahrung österreichischer Architekturgeschichte ein. Die Schausammlung verbindet diese historische Aufgabe mit einer aktuellen Perspektive und macht aus dem „kalten“ Archiv einen Ort der Diskussion.
Mehr unter: www.azw.at





