Ein Gemälde, ein Kupferstich und eine Zeichnung – und die große Frage, die schon Albrecht Dürer nicht beantworten konnte: Was heißt hier eigentlich schön?
Dürer wusste es nicht – und genau das ist der Ausgangspunkt
„Was aber die Schönheit sei, das weiß ich nicht” – dieses Eingeständnis des großen Renaissancekünstlers Albrecht Dürer steht am Anfang eines besonderen Gesprächsformats, das das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg aufgelegt hat. Ausgehend vom Motto des Mozartfests 2026 lädt das Museum jeden Dienstagabend dazu ein, künstlerisch gestalteter Schönheit auf den Grund zu gehen.
Drei Werke aus Renaissance und Barock im Fokus
Die Aufzeichnung vom 9. Juni 2026 widmet sich einem Gemälde, einem Kupferstich und einer Zeichnung aus Renaissance und Barock – Werke aus den eigenen Sammlungen des Museums, die in den Sälen der Gemäldegalerie in der Würzburger Residenz präsentiert werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, welcher Schönheitsbegriff den Werken jeweils zugrunde liegt und wie sich Vorstellungen von Schönheit über die Jahrhunderte gewandelt haben.
Ein Gespräch zwischen Experten
Als Gesprächspartner ist Prof. Dr. Ulrich Pfisterer eingeladen, Inhaber des Lehrstuhls für allgemeine Kunstgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Kunst Italiens an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gemeinsam mit Prof. Dr. Damian Dombrowski, Direktor der Neueren Abteilung des Martin von Wagner Museums, diskutiert er über Schönheitsideale, ihre historischen Wurzeln und ihre künstlerische Umsetzung.
Ein Format für die ganze Saison
Die Gesprächsreihe „Was heißt hier schön?” begleitet das Mozartfest 2026 über mehrere Wochen. Wechselnde Expertinnen und Experten nehmen Werke aus Klassizismus, Renaissance und Barock, Mittelalter und Antike in den Blick. Das Format versteht sich nicht als abschließende Antwort auf die große Frage – sondern als offene Einladung zur Auseinandersetzung. Dürers These, dass Schönheit „vielen Dingen anhaftet”, dürfte dabei Bestätigung finden: Die eine Schönheit gibt es nicht. Sie ist so vielgestaltig wie die Kunst selbst.
Mehr unter: www.martinvonwagner-museum.com




