Chemnitz eröffnet neuen „Urban Art Space“

Auf einer Chemnitzer Industriebrache entsteht ab dem 16. Mai 2026 der „Urban Art Space“ – ein Ort, der nicht für junge Menschen gebaut wurde, sondern von ihnen.

Das Projekt ist Teil des Programms „enter – Junge Kulturregion Chemnitz“ der Kulturstiftung des Bundes. Es ist ein Experimentierfeld für die Frage, wie aus temporären Impulsen dauerhafte kulturelle Ankerpunkte werden können.

„Nur wenn junge Menschen Räume selbst entwickeln und gestalten, entstehen Orte, die sie wirklich als ihre eigenen begreifen. Das und die künstlerische Betätigung machen sie selbstwirksam. Uns interessiert, wie auf diese Weise nachhaltige kulturelle Strukturen entstehen, die junge Perspektiven auf Kunst und Kultur stärken – lokal verankert und mit bundesweiter Strahlkraft“, sagt Katarzyna Wielga-Skolimowska, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes.

Partizipation als Bauplan

Hinter dem Projekt steht die Idee, dass kulturelle Stadtentwicklung nur dann nachhaltig funktioniert, wenn die Zielgruppe selbst zu Architekten wird. In Zusammenarbeit mit dem Baukollektiv FOR:UM, dem Spinnerei e.V. und dem fabmobil e.V. haben junge Menschen das Gelände gestaltet.

  • Selbstwirksamkeit: Es geht nicht nur um das Konsumieren von Kunst, sondern um den Zugang zu Produktionsräumen.
  • Nachhaltigkeit: Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die über das Jahr 2025 hinaus Bestand haben und jungen Perspektiven in der Region eine Stimme geben.

Das Programm zur Eröffnung

Die Eröffnung am Samstag, 16. Mai 2026 (ab 16 Uhr) markiert den Abschluss einer intensiven Bauwoche und den Beginn einer neuen Ära für das Viertel.

  1. Das kollaborative Mural: In Kooperation mit dem Projekt HALLENKUNST entsteht zwischen dem 11. und 19. Mai ein monumentales Wandgemälde, das sich über mehrere Fassaden erstreckt.
  2. Internationale Stars vor Ort: Street-Art-Größen wie MadC und VIDEO.SCKRE gestalten das Gelände mit und bringen internationales Flair nach Bernsdorf.
  3. Hands-on für alle: Graffiti-Workshops bieten Jugendlichen die Chance, selbst zur Dose zu greifen und Teil des Gesamtkunstwerks zu werden.

Mehr unter: www.enter-kulturregion.de.

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