Ab dem 20. März 2026 stehen im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) in der innovativen Ausstellung „Wer bist Du?“ nicht die Exponate im Rampenlicht, sondern das Publikum. Was würden sie tun, damit das Museum ein Ort wird, an dem Menschen sich wohlfühlen nd den sie gern besuchen?
In Zusammenarbeit mit Studierenden der HTW Berlin (Public Design) bricht das MK&G mit dem klassischen, trockenen Fragebogen. Stattdessen wird die Besucherforschung selbst zum künstlerischen und spielerischen Experiment.
Partizipation statt Passivität
Das Ziel ist klar: Das MK&G will kein Elfenbeinturm sein, sondern ein Ort, an dem sich jeder willkommen fühlt. Doch wie erreicht man das? Indem man die Gäste und ihre Ideen aktiv in die Planung einbezieht.
- Spielerische Beteiligung: Mit Klebepunkten abstimmen, Kommentare an Wände heften oder sogar eigene Entwürfe für neue Sitzmöbel zeichnen – die Ausstellung wird zum interaktiven Spielfeld.
- Radikale Fragen: „Was würdest Du verändern?“ Das Museum öffnet seine strategischen Türen und bittet um ehrliches Feedback.
- Ein wachsender Organismus: Die Ausstellung ist nicht statisch. Über die Laufzeit hinweg wird sie durch die Beiträge der Besucher wachsen und sich ständig verändern.
Die Wissenschaft hinter dem Museumsbesuch
Warum gehen wir eigentlich ins Museum? Um zu lernen, um uns zu entspannen oder um etwas Spektakuläres zu erleben?
- Das Modell von John Falk: Die Ausstellung veranschaulicht das international bekannte Modell der Besuchstypen. Sind Sie der „Entdecker“, die „Erholungssuchende“ oder eher „erlebnisorientiert“? Erfahren Sie mehr über Ihre eigene Museumspersönlichkeit.
- Plakat-Check: Das Medium Plakat wird zum Prüfstand. Besucher bewerten erfolgreiche Kampagnen der letzten Jahre. Welche visuelle Sprache funktioniert? Was hat Sie damals ins Haus gelockt?
Design trifft Strategie
Die Kooperation mit dem Studiengang Public Design unter der Leitung von Jona Piehl zeigt, wie modernes Ausstellungsdesign soziale Prozesse moderieren kann. Es geht um den Dialog über visuelle Kommunikation und die Frage, wie ein Museum im 21. Jahrhundert wahrgenommen werden möchte.
Mehr unter: mkg-hamburg.de







