Wann sind die Tiere erwachsen??

Raus aus den Kinderschuhen – Nur den wenigsten Jungtieren gelingt der Übergang ins Erwachsenenalter. Wie viele es bei den einzelnen Tierarten sind, ist sehr unterschiedlich. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Aufwand der Brutpflege, aber auch die Zahl der Jungtiere ist entscheidend. Bei einigen Tierarten dauert die Kindheit länger als die Erwachsenenphase. Hier ist die Erwachsenenphase nur für die einmalige Paarung und Eiablage gedacht. Die Geschlechtsreife markiert den Eintritt in die Erwachsenenphase. Bei einigen Tierarten, vor allem bei manchen Säugetieren, bedeutet die Geschlechtsreife allerdings nicht, auch gleichzeitig erwachsen zu sein. Wesentliche Fähigkeiten, um das Leben selbstständig zu gestalten, werden hier erst gelernt. Auch beim Menschen ist es so: Hier schließt sich an die Kindheit eine Jugendphase an.

Wie und was lernen Tierkinder?

Früh übt sich – Während bei sehr vielen Tieren das Verhalten weitgehend festgelegt ist, müssen andere ihre Fähigkeiten im Laufe der Kindheit erst erlernen. Das Lernen hat dabei einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns: In der Signalverarbeitung des Gehirns werden Wege zur Problemlösung geschaffen. Je mehr die Jungtiere lernen und entdecken, desto stärker bilden sich diese Wege im Gehirn aus. So lernen die Jungtiere auch auf unbekannte Situationen zu reagieren. Manche Tiere müssen erst begreifen, was sie essen können und wann oder wie sie an ihre Nahrung kommen. Einige Tiere lernen wichtige Fähigkeiten, indem sie andere nachahmen – zum Beispiel die Eltern. Auch das Erlernen sozialer Regeln spielt bei vielen Tierarten eine Rolle. Eine Möglichkeit des Lernens ist das Spielen: Indem sie das Jagen mit den Geschwistern üben, trainieren sie gleichzeitig überlebenswichtige Fähigkeiten für das spätere Leben.

Brutpflege

Nicht von schlechten Eltern – Kümmern sich ein oder beide Elternteile sehr intensiv um ihre Nachkommen, bezeichnet man das als Brutpflege. So bauen Vögel für ihre Eier nicht nur Nester, sie bebrüten diese auch anschließend. Oftmals werden die Jungtiere nach der Geburt von einem oder beiden Elternteilen gefüttert. Bei Säugetieren ist das Säugen der Jungen durch ihre Mütter Teil der Brutpflege. Auch darüber hinaus kümmern sich viele Tiereltern um einen sicheren Platz zum Leben für ihre Jungen: Sie sorgen für Nahrung und schützen ihre Nachkommen vor Feinden. Bei den verschiedenen Tierarten kann die Brutpflege sehr unterschiedlich sein. Auch beim Menschen gibt es so etwas wie Brutpflege: die Erziehung der Kinder. Dieses Verhalten zieht sich bis zum Erwachsenwerden durch.

Mehr unter: www.uebersee-museum.de

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