Von Brasilien über China und Kamerun bis Aotearoa – das internationale Festival bringt vom 30. September bis 4. Oktober 2026 aktuelle Bühnenkunst nach Berlin und lässt sie mitten in den ethnologischen Sammlungen des Humboldt Forums lebendig werden.
Ein Festival, das Welten verbindet
Mit seiner dritten Ausgabe setzt die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss die Transkontinentale fort – ein Festival für Tanz, Theater und Performance aus vier Kontinenten. Vom 30. September bis 4. Oktober 2026 sind Künstlerinnen und Künstler aus Brasilien, China, Kamerun, Nigeria und Aotearoa – der gebräuchlichsten Māori-Bezeichnung für Neuseeland – zu Gast in Berlin. Gemeinsam erzählen sie von Kultur- und Naturerbe, von Wasser, Erde und Wald, von persönlichem und kollektivem Eigentum an Geschichte und Geschichten.
Eröffnung: Tian Gebing mit Luftmasse

© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Den Auftakt macht am 30. September die Performance „Luftmasse” des chinesischen Regisseurs Tian Gebing – nach einem Text von Alfred Döblin und mit einem Raumkonzept von Ai Weiwei. Das Werk feierte im Juni 2026 beim Festival Theater der Welt in Chemnitz seine Uraufführung und kommt nun erstmals nach Berlin.
Highlights des Festivals
An den folgenden Tagen stehen Tanz- und Performancestücke von Zora Snake und Qudus Onikeku auf dem Programm. Die Tanzshow „Shel We” des Māori-Choreografen Tupua Tigafua ist auch für Kinder ab vier Jahren geeignet – ein seltenes Angebot in einem internationalen Performancefestival. Interaktive Performances der brasilianischen Künstler Reinaldo Ribeiro und Lucas Lacerda sowie Daniel Weyand finden in den Ausstellungsräumen des Ethnologischen Museums, im Foyer und auf der Dachterrasse des Humboldt Forums statt.

© Wānaka Festival of Colour
Kunst mitten in den Sammlungen
Ein besonderes Merkmal der Transkontinentale ist der direkte Dialog der Produktionen mit den Themen und Sammlungen des Hauses. Einige Inszenierungen werden unmittelbar in den Ausstellungsräumen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst gezeigt – und eröffnen so neue Perspektiven auf die Objekte und ihre Herkunftsgeschichten. Alle Veranstaltungen werden von Begegnungen und Gesprächen mit den Künstlerinnen und Künstlern begleitet.
Kontext und Ausblick
Die erste Transkontinentale 2024 erinnerte an die Berliner Afrika-Konferenz von 1884/85; die zweite 2025 widmete sich dem Thema Familie. Das diesjährige Festival ist ein Prolog auf den Programmschwerpunkt „Mein. Dein. Unser!?”, der Ende November 2026 startet.
Mehr unter: humboldtforum.org.






