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	<title>Expressionismus &#8211; museumsfernsehen</title>
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	<title>Expressionismus &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit: Große Ausstellung in Bietigheim-Bissingen</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 07:02:54 +0000</pubDate>
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<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl_Hofer_Kartenspieler_1924_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="792" height="715" src="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl_Hofer_Kartenspieler_1924_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg" alt="Das Gemälde zeigt fünf Männer, die sich um einen kleinen Holztisch versammelt haben. Drei von ihnen sitzen am Tisch und halten Spielkarten in den Händen. Zwei weitere Männer stehen dahinter und beobachten das Spiel. Die Figuren tragen schlichte Jacken und verschiedenfarbige Mützen." class="wp-image-117755" srcset="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl_Hofer_Kartenspieler_1924_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg 792w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl_Hofer_Kartenspieler_1924_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl-300x271.jpg 300w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl_Hofer_Kartenspieler_1924_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl-768x693.jpg 768w" sizes="(max-width: 792px) 100vw, 792px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Karl Hofer, Kartenspieler, 1924, Sammlung Arthouse</em>. <em>Foto: Sophia Kesting, Leipzig</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen widmet dem deutschen Maler Karl Hofer (1878–1955) vom 7. November 2026 bis zum 28. Februar 2027 eine große Einzelausstellung. Unter dem Titel „Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit“ sind rund 80 Gemälde aus mehr als fünf Jahrzehnten zu sehen. Die Retrospektive beleuchtet Hofers eigenständige Position zwischen <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Expressionismus">Expressionismus</a>, <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=%22Neue+Sachlichkeit%22+">Neuer Sachlichkeit </a>und <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=%22Magischer+Realismus%22">Magischem Realismus</a> sowie seine Auseinandersetzung mit dem Menschen, politischen Umbrüchen und den künstlerischen Debatten der Nachkriegszeit.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Karl Hofer: Ein bedeutender Maler der deutschen Moderne</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/karl-hofer-paar-am-fenster-museum-luebeck/">Karl Hofer </a>zählt zu den prägenden Vertretern der <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=%22figurative+Malerei%22">figurativen Malerei </a>des 20. Jahrhunderts in Deutschland. In seinem Werk entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache, die sich keiner einzelnen Kunstrichtung eindeutig zuordnen lässt. Seine Gemälde verbinden Einflüsse des Expressionismus mit der sachlichen Formensprache der Neuen Sachlichkeit und einer häufig rätselhaften, symbolisch aufgeladenen Bildwelt, die an den Magischen Realismus erinnert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt steht immer wieder der Mensch. Hofer beschäftigte sich mit grundlegenden Fragen menschlicher Existenz und suchte nach einer bildnerischen Wahrheit jenseits kurzlebiger Moden und politischer Strömungen. Seine Figuren erscheinen häufig nachdenklich, isoliert oder in sich gekehrt. Mit reduzierten Gesten, klaren Kompositionen und einer zurückhaltenden Dramatik verlieh Hofer seinen Darstellungen eine besondere emotionale Intensität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen zeichnet diese künstlerische Entwicklung anhand von Werken aus den Jahren 1900 bis 1955 nach.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Harlekine_1923-24_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg"><img decoding="async" width="704" height="886" src="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Harlekine_1923-24_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg" alt="Ein Gemälde mit mehreren maskenhaft wirkenden Figuren vor einem dunklen, braunschwarzen Hintergrund. Im Mittelpunkt steht ein Harlekin in einem bunten Kostüm aus geometrischen Farbfläche." class="wp-image-117756" style="width:504px;height:auto" srcset="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Harlekine_1923-24_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg 704w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Harlekine_1923-24_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl-238x300.jpg 238w" sizes="(max-width: 704px) 100vw, 704px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Karl Hofer,</em> <em>Harlekine, 1923/24, Sammlung Arthouse</em>. <em>Foto: Sophia Kesting, Leipzig</em></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Hofers künstlerisches Schaffen entstand in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und ästhetischer Veränderungen. Während sich die moderne Kunst zunehmend von traditionellen Darstellungsformen entfernte, blieb die menschliche Figur für ihn ein zentrales Ausdrucksmittel. Dabei ging es Hofer nicht um eine möglichst wirklichkeitsgetreue Wiedergabe seiner Modelle. Vielmehr versuchte er, innere Zustände, zwischenmenschliche Spannungen und existenzielle Erfahrungen sichtbar zu machen. Seine Bildwelten sind häufig von einer stillen, beinahe zeitlosen Atmosphäre geprägt. Die dargestellten Personen wirken zugleich gegenwärtig und entrückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Porträts und Figurendarstellungen entstanden Landschaftsgemälde und Stillleben, in denen sich Hofers Interesse an Komposition, Farbe und symbolischer Bedeutung ebenfalls zeigt. Die Ausstellung macht deutlich, wie konsequent der Künstler seine individuelle Bildsprache über mehrere Jahrzehnte weiterentwickelte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst und Nationalsozialismus: Hofers Haltung gegen die NS-Ideologie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Karl Hofers Biografie ist eng mit den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verbunden. Bereits vor der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wandte sich der Künstler gegen die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten. Während der NS-Diktatur geriet seine Kunst zunehmend unter politischen Druck. Seine Werke wurden als „entartet“ diffamiert, und seine beruflichen Möglichkeiten wurden erheblich eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfahrungen dieser Jahre und die gesellschaftlichen Verwerfungen seiner Zeit hinterließen Spuren in seinem künstlerischen Schaffen. Hofers Bilder lassen sich dabei nicht ausschließlich als unmittelbare politische Stellungnahmen verstehen. Vielmehr kreisen sie um Themen wie Würde, Verletzlichkeit, Einsamkeit und die Gefährdung menschlicher Existenz. Gerade diese Verbindung von persönlicher Erfahrung und allgemeingültigen menschlichen Fragen gehört zu den zentralen Merkmalen seines Werks.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Figuration oder Abstraktion? Karl Hofer und Willy Baumeister</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Maedchen_mit_ehobenen_Armen_1941_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg"><img decoding="async" width="387" height="591" src="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Maedchen_mit_ehobenen_Armen_1941_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg" alt="Das hochformatige Gemälde zeigt eine junge Frau, die frontal vor einem dunklen, rotbraunen Hintergrund steht. Sie trägt einen hellen, weißlich cremefarbenen, ärmellosen Einteiler mit kurzen Hosenbeinen. Ihre Arme sind über den Kopf gehoben, die Hände liegen auf ihrem dunklen Haar. " class="wp-image-117757" srcset="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Maedchen_mit_ehobenen_Armen_1941_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl.jpg 387w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/10/Karl-Hofer_Maedchen_mit_ehobenen_Armen_1941_Sammlung-Arthouse-kap.photography-Sophia-Kesting-Leipzig_kl-196x300.jpg 196w" sizes="(max-width: 387px) 100vw, 387px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Karl Hofer, Mädchen mit erhobenen Armen, 1941, Sammlung Arthouse</em>. <em>Foto: Sophia Kesting, Leipzig</em></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm Hofer eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau des deutschen Kunstlebens ein. Als Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin beteiligte er sich maßgeblich an den Diskussionen über die künstlerische Neuausrichtung Deutschlands. Besonders prägend war die Auseinandersetzung zwischen gegenständlicher und abstrakter Kunst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich die ungegenständliche Malerei in Westdeutschland zunehmend als Ausdruck künstlerischer Freiheit und demokratischer Erneuerung etablierte, verteidigte Hofer die Bedeutung der menschlichen Figur und der gegenständlichen Darstellung. Dabei geriet er unter anderem in Opposition zum Künstler Willi Baumeister (1889–1955), einem wichtigen Vertreter der abstrakten Moderne. Die Debatte ging über ästhetische Fragen hinaus. Sie berührte auch die Rolle der Kunst in einer Gesellschaft, die nach der nationalsozialistischen Diktatur nach neuen kulturellen und politischen Orientierungen suchte. Die Ausstellung greift diese Kontroverse auf und ergänzt Hofers Gemälde durch ausgewählte Werke von Künstlerkollegen aus West- und Ostdeutschland.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rund 80 Gemälde zeigen Hofers künstlerische Entwicklung von 1900 bis 1955</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit rund 80 Gemälden bietet „Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit“ einen umfangreichen Überblick über das Lebenswerk des Malers. Die Präsentation umfasst Arbeiten aus der frühen Schaffensphase ebenso wie Gemälde aus der Zeit der Weimarer Republik, der nationalsozialistischen Diktatur und den Nachkriegsjahren. Dadurch wird nachvollziehbar, wie sich Hofers Bildsprache im Laufe seines Lebens veränderte und welche Themen ihn über Jahrzehnte hinweg beschäftigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Spannungsverhältnis zwischen ästhetischer Gestaltung und menschlicher Erfahrung, das bereits im Ausstellungstitel anklingt. Die Werke stammen überwiegend aus der Hofer-Kollektion der Sammlung Arthouse. Ergänzt wird dieser Bestand durch ausgewählte Leihgaben. Auch die Arbeiten anderer Künstler erweitern den kunsthistorischen Kontext und verdeutlichen die unterschiedlichen Positionen innerhalb der deutschen Nachkriegsmoderne.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kooperation mehrerer Kunstmuseen für die Karl-Hofer-Ausstellung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen mehreren deutschen Kulturinstitutionen. Beteiligt sind neben der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Schloss Achberg und die Kunsthalle Rostock. Die Kooperation ermöglicht es, Hofers Werk in größerem Umfang zu präsentieren und zugleich seine kunsthistorische Bedeutung neu zu beleuchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ausstellung rückt die Städtische Galerie einen Künstler in den Mittelpunkt, dessen Werk wichtige Entwicklungen der deutschen Moderne widerspiegelt. Zugleich eröffnet die Retrospektive einen Blick auf grundlegende Fragen der Kunstgeschichte: Wie lässt sich menschliche Erfahrung bildlich darstellen? Welche Bedeutung hat gegenständliche Malerei in einer zunehmend abstrakten Kunstwelt? Und wie verändern politische Umbrüche die künstlerische Ausdrucksweise?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://galerie.bietigheim-bissingen.de" target="_blank" rel="noopener">galerie.bietigheim-bissingen.de</a></p>
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		<title>Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/ueber-die-welt-hinaus-der-blaue-reiter-im-lenbachhaus-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 10:22:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Ausstellung „Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter“ widmet sich das Lenbachhaus München einer der bedeutendsten Künstlerbewegungen der europäischen Moderne. Mehr als 240 Werke zeigen, wie Wassily Kandinsky, [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der Ausstellung „Über die Welt hinaus. <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Der+Blaue+Reiter">Der Blaue Reiter</a>“ widmet sich das Lenbachhaus München einer der bedeutendsten Künstlerbewegungen der europäischen Moderne. Mehr als 240 Werke zeigen, wie Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter und zahlreiche weitere Kunstschaffende zu Beginn des 20. Jahrhunderts neue Ausdrucksformen entwickelten. Die Ausstellung beleuchtet insbesondere die internationale Vernetzung der Bewegung, die Rolle der Künstlerinnen und den gesellschaftlichen Aufbruch, der mit dem Blauen Reiter verbunden war.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Blaue Reiter: Aufbruch in die moderne Kunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand in München ein Künstlerkreis, der die traditionellen Vorstellungen von Kunst grundlegend verändern wollte. Die Beteiligten suchten nach neuen Bildsprachen, experimentierten mit Farbe, Form und Abstraktion und verbanden ihre künstlerischen Vorstellungen mit gesellschaftlichen Reformideen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine entscheidende Rolle spielten die beiden Ausstellungen der Redaktion „Der Blaue Reiter“, die 1911 und 1912 in München stattfanden. Gemeinsam mit dem 1912 veröffentlichten Almanach „Der Blaue Reiter“ formulierten sie ein neues Verständnis von Kunst, das über nationale Grenzen, historische Epochen und künstlerische Gattungen hinausging. Die Ausstellung im Lenbachhaus greift diese programmatische Offenheit auf und zeigt den Blauen Reiter nicht als geschlossene Künstlergruppe, sondern als weit verzweigtes Netzwerk des künstlerischen und kulturellen Austauschs.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kandinsky, Franz Marc und die Entwicklung neuer Bildsprachen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen die künstlerischen Neuerungen, die den Blauen Reiter zu einer einflussreichen Bewegung der europäischen Avantgarde machten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wassily Kandinsky entwickelte eine zunehmend abstrakte Bildsprache, in der Farben und Formen unabhängig von der gegenständlichen Darstellung wirken konnten. Seine Arbeiten trugen wesentlich zur Entstehung der abstrakten Malerei bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Franz Marc beschäftigte sich intensiv mit der symbolischen Wirkung von Farben. In seinen Tierdarstellungen verband er Naturmotive mit einer spirituellen Vorstellung von Kunst und entwickelte eine unverwechselbare Farbtheorie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Tänzer und Künstler Alexander Sacharoff spielte eine wichtige Rolle im Umfeld des Blauen Reiters. Mit seinen performativen Arbeiten überschritt er traditionelle Grenzen zwischen Tanz, bildender Kunst und gesellschaftlich festgelegten Geschlechterrollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung verdeutlicht, dass die Bewegung weit mehr als eine neue Stilrichtung hervorbrachte. Sie stand für ein umfassendes Experimentieren mit künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und gesellschaftlichen Lebensformen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gabriele Münter und die Künstlerinnen des Blauen Reiters</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Frauen, die den Blauen Reiter entscheidend mitprägten. Ihre Leistungen wurden in der kunsthistorischen Wahrnehmung lange Zeit häufig weniger beachtet als die ihrer männlichen Kollegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gabriele Münter gehört zu den zentralen Persönlichkeiten der Bewegung. Ihre expressive Malerei zeichnet sich durch kräftige Farben, vereinfachte Formen und eine eigenständige Bildkomposition aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben präsentiert das Lenbachhaus ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die sich mit Fragen künstlerischer Identität und Selbstrepräsentation auseinandersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die international vernetzte Malerin Marianne von Werefkin ist mit dramatischen, farbintensiven Gemälden vertreten. Ihre Arbeiten verbinden expressive Landschaften und Figuren mit einer psychologisch aufgeladenen Bildsprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Maria Franck-Marc erhält besondere Aufmerksamkeit. Ihre Stillleben und Darstellungen kindlicher Lebenswelten eröffnen Einblicke in eine künstlerische Position, die alltägliche Motive mit utopischen Vorstellungen verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit zeichnet die Ausstellung ein differenziertes Bild der Avantgarde und macht deutlich, dass Künstlerinnen an der Entwicklung moderner Bildsprachen maßgeblich beteiligt waren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Internationale Netzwerke zwischen Europa, Russland und den USA</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blaue Reiter war von Beginn an international ausgerichtet. Seine Mitglieder und Weggefährten standen in Verbindung mit Kunstschaffenden aus Frankreich, dem Russischen Reich, den Vereinigten Staaten und weiteren Regionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser grenzüberschreitende Austausch prägte die Entwicklung neuer künstlerischer Ausdrucksformen. Unterschiedliche kulturelle Traditionen wurden aufgegriffen, miteinander verglichen und als Anregung für eigene Arbeiten genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Almanach „Der Blaue Reiter“ spielte dabei eine zentrale Rolle. Er stellte Kunstwerke unterschiedlicher Herkunft und Entstehungszeiten nebeneinander und hinterfragte damit die damals verbreiteten Hierarchien zwischen akademischer Kunst, Volkskunst und anderen visuellen Ausdrucksformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung „Über die Welt hinaus“ zeigt, wie diese Offenheit zu einem grundlegenden Bestandteil des künstlerischen Selbstverständnisses der Bewegung wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Werke von Wilhelm Morgner, Emmy Klinker und Albert Bloch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben bekannten Meisterwerken präsentiert das Lenbachhaus bedeutende Neuzugänge seiner Sammlung, die erstmals öffentlich zu sehen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu zählen großformatige abstrakte Kompositionen von Wilhelm Morgner, dessen experimentelle Malerei neue Wege zwischen Expressionismus und Abstraktion eröffnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch erweitern den Blick auf das Umfeld des Blauen Reiters. Sie verdeutlichen, dass sich die künstlerischen Interessen der Avantgarde nicht allein auf formale Experimente beschränkten, sondern auch gesellschaftliche Fragen einschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Neuzugängen erweitert das Museum seine Darstellung der Bewegung um bislang weniger bekannte Positionen und zeigt die Vielfalt der künstlerischen Entwicklungen im frühen 20. Jahrhundert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Über die Welt hinaus“: Kunst als gesellschaftliche Vision</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Titel der Ausstellung geht auf ein Gedicht von Else Lasker-Schüler aus dem Jahr 1911 zurück. Die Worte „Über die Welt hinaus“ stehen sinnbildlich für den Wunsch der damaligen Avantgarde, bestehende Grenzen zu überwinden und neue Möglichkeiten des Denkens und Gestaltens zu eröffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Beteiligten des Blauen Reiters war Kunst nicht nur eine Frage ästhetischer Form. Sie verstanden sie auch als Ausdruck einer gesellschaftlichen Haltung und als Möglichkeit, neue Perspektiven auf die Welt zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Künstlerinnen und Künstler führten unkonventionelle Lebensentwürfe, hinterfragten traditionelle Geschlechterrollen und suchten nach alternativen Formen des Zusammenlebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung macht diese gesellschaftlichen Dimensionen sichtbar und verbindet sie mit aktuellen Fragen nach Emanzipation, kultureller Vielfalt und künstlerischer Freiheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr als 240 Werke im Lenbachhaus München</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit über 240 Arbeiten bietet „Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter“ einen umfassenden Einblick in die Entwicklung und das internationale Umfeld der Künstlerbewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsentation ist zugleich Teil der Vorbereitungen für das Jubiläum „100 Jahre Lenbachhaus 1929–2029“. Das Museum verfügt insbesondere durch die Schenkung von Gabriele Münter über eine international bedeutende Sammlung von Werken des Blauen Reiters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung nutzt diesen Bestand, um bekannte Positionen neu einzuordnen und weniger beachtete Künstlerinnen und Künstler stärker in den Mittelpunkt zu rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie zeigt den Blauen Reiter als eine Bewegung, deren künstlerische Experimente und gesellschaftliche Fragestellungen bis in die Gegenwart hineinwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.lenbachhaus.de/" target="_blank" rel="noopener">www.lenbachhaus.de/</a></p>
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		<title>Franz Marc im K20 Düsseldorf: Die Suche nach einer besseren Welt</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/franz-marc-im-k20-dusseldorf/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 13:17:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Direktorin Susanne Gaensheimer führt im Video in die Ausstellung im K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ein. Mit mehr als 120 Werken zeichnet die Präsentation die künstlerische Entwicklung von Franz Marc (1880–1916) [&#8230;]</p>
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<iframe loading="lazy" title="Tour: Franz Marc im K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/dun05ktoS6g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Direktorin <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=Susanne+Gaensheimer">Susanne Gaensheimer</a> führt im Video in die Ausstellung im K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ein. Mit mehr als 120 Werken zeichnet die Präsentation die künstlerische Entwicklung von <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=%22Franz+Marc%22">Franz Marc</a> (1880–1916) nach – vom frühen Schaffen über die berühmten Tierbilder des Expressionismus bis hin zu den abstrakten Kompositionen seiner letzten Jahre. Dabei wird deutlich, wie eng Marcs Suche nach einer neuen Bildsprache mit seiner Hoffnung auf eine bessere Welt verbunden war.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Franz Marc: Ein außergewöhnliches Werk in nur zwölf Jahren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Franz Marc zählt zu den bedeutendsten Malern des deutschen Expressionismus. Als Mitbegründer der Künstlergruppe „<a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=%22Der+Blaue+Reiter%22">Der Blaue Reiter</a>“ prägte er die Entwicklung der modernen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend mit. Obwohl seine künstlerische Schaffenszeit nur rund zwölf Jahre umfasste, entwickelte er eine außergewöhnliche Vielfalt an Ausdrucksformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, liegt darin ein besonderer Reiz des Künstlers. Die Ausstellung „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“ ermöglicht es, seine Entwicklung umfassend nachzuvollziehen und neben den weltberühmten Tierbildern auch weniger bekannte frühe Arbeiten und Zeichnungen zu entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage nach einer besseren Welt ist dabei keineswegs nur historisch. Sie beschäftigt Menschen auch heute. Marcs Kunst eröffnet einen Zugang zu den Hoffnungen und gesellschaftlichen Vorstellungen einer Zeit, die von technischen Neuerungen, Veränderungen der Arbeitswelt und einer zunehmenden Beschleunigung des Lebens geprägt war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Blaue Reiter: Auf der Suche nach dem Geistigen in der Kunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Franz Marc ließ sich von unterschiedlichen künstlerischen Strömungen und Persönlichkeiten beeinflussen. Besonders prägend waren seine Begegnungen mit der französischen Moderne. Die Werke von Henri Matisse, die Marc in Paris kennenlernte, beeinflussten seine Farbigkeit und Formensprache. Eine wichtige Rolle spielte außerdem Robert Delaunay, dessen Einfluss sich sowohl in der Ausstellung als auch im Bestand des K20 nachvollziehen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den eindrucksvollen Beispielen für Marcs Entwicklung zählen Werke wie „Mutter Stute mit Fohlen“ und „Sibirische Schäferhunde“. Sie verdeutlichen, wie sich der Künstler zunehmend von einer rein äußerlichen Darstellung der Tiere löste. Ihn interessierte vielmehr, die Welt aus ihrer Perspektive zu erfassen und ihr inneres Wesen sichtbar zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1910 lernte Marc den Maler August Macke kennen. Zwischen den beiden entwickelte sich eine enge Freundschaft, die auch von gemeinsamen Überlegungen zur Farbtheorie geprägt war. Marc begann, Farben mit symbolischen Bedeutungen zu verbinden: Blau stand für das Geistige, Intellektuelle und Männliche, Gelb für das Weibliche und Sinnliche, Rot für das Erdige und Schwere. Diese Vorstellungen übertrug er auf seine Gemälde und entwickelte daraus eine eigenständige Bildsprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1911 begegnete Marc im Umfeld der Neuen Künstlervereinigung München unter anderem Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky. Aus diesem künstlerischen Umfeld ging Ende des Jahres die Gruppe „Der Blaue Reiter“ hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr gemeinsames Anliegen war die Erneuerung der Kunst. Die Künstlerinnen und Künstler suchten nach Möglichkeiten, das Geistige in der Malerei auszudrücken und über die sichtbare Wirklichkeit hinauszugehen. Mit dieser künstlerischen Erneuerung verband sich zugleich die Hoffnung, auch die Gesellschaft verändern zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tiere als Sinnbilder einer ursprünglichen Welt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tierbilder Franz Marcs gehören zu den bekanntesten Werken des deutschen Expressionismus. Besonders Pferde verkörperten für ihn eine Einheit von Natur, Seele, Geist und Intellekt, die er in der modernen menschlichen Gesellschaft zunehmend vermisste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tier wurde für Marc zum Sinnbild einer ursprünglichen Existenz. Es ging ihm nicht darum, Tiere lediglich naturgetreu abzubilden. Vielmehr wollte er ihr Wesen von innen heraus erfassen und sichtbar machen. Die leuchtenden Farben, vereinfachten Formen und harmonischen Kompositionen seiner expressionistischen Werke sind Ausdruck dieser Suche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch über die Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ hinaus stand Marc im Austausch mit anderen Vertretern der Moderne. Zu den wichtigen Bezugspunkten gehörte die Berliner Künstlergruppe „Brücke“. Der Austausch mit unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern machte Marc zu einem Teil eines überregionalen Netzwerks, das gemeinsam nach neuen Wegen für die Malerei suchte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Expressionismus zur Abstraktion</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe seiner Entwicklung veränderte Franz Marc seine Bildsprache grundlegend. Seine Auseinandersetzung mit dem Kubismus lässt sich etwa am Werk „Drei Katzen“ von 1913 nachvollziehen, das sich in der Sammlung des K20 befindet. Die Tiere erscheinen hier nicht mehr als klar abgegrenzte, harmonisch gerundete Körper. Stattdessen werden sie zunehmend Teil einer übergeordneten Bildkomposition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Prozess führte Marc immer weiter von der gegenständlichen Darstellung weg. Die Tiere verloren nach und nach ihre zentrale Rolle, bis die Komposition selbst zum eigentlichen Thema wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Wendepunkt markiert das Werk „Das arme Land Tirol“. Die Landschaft erscheint darin nicht mehr als harmonischer Ort, an dem sich das Geistige offenbart. Dunkle Bildbereiche, Kreuze und abgemagerte, traurige Pferde verweisen auf eine zunehmend bedrückende Sicht auf die Wirklichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marc wandte sich damit stärker den gesellschaftlichen und historischen Realitäten seiner Zeit zu. Neben den düsteren Landschaften entstanden allerdings auch weiterhin paradiesische Szenen. Die Gegensätze zwischen Bedrohung und Hoffnung prägen die späte Schaffensphase und führen schließlich zur Abstraktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die letzten Werke: Visionen einer anderen Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1914 entstanden Franz Marcs letzte Arbeiten. In seinen abstrakten Kompositionen verzichtete er zunehmend auf gegenständliche Motive und auf konkrete Bildtitel. Die Werke lassen sich als visionäre Szenarien verstehen, in denen Farbe, Form und Bewegung eine eigenständige Bedeutung gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 veränderte sich der historische Kontext seiner Kunst dramatisch. Die Ausstellung endet mit Skizzenbüchern aus dem Felde – den letzten Zeugnissen des Künstlers. In Briefen an seine Frau Maria äußerte Marc die Überzeugung, dass seine künstlerische Zukunft in der Abstraktion liege, sofern er den Krieg überleben sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kam es nicht: Franz Marc fiel 1916 im Ersten Weltkrieg. Seine späten Werke zeigen dennoch, wie konsequent er die Grenzen der gegenständlichen Malerei hinter sich lassen wollte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausstellung im K20: Franz Marc neu entdecken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der umfassenden Präsentation möchte die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Entwicklung eines bedeutenden Künstlers in ihrer ganzen Breite sichtbar machen. Neben den ikonischen Tierbildern der expressionistischen Phase stehen frühe, weniger bekannte Werke und Zeichnungen sowie die abstrakten Kompositionen der letzten Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Susanne Gaensheimer und ihr Team ist die Ausstellung auch deshalb besonders, weil bedeutende Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit zusammengeführt werden konnten. So entsteht ein facettenreiches Bild von Franz Marc, dessen Kunst weit über die berühmten Tierdarstellungen hinausgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“ zeigt einen Künstler, der die Erneuerung der Malerei mit der Hoffnung auf eine Veränderung der Gesellschaft verband. Seine Werke erzählen von der Sehnsucht nach Harmonie zwischen Mensch und Natur – und von der Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.kunstsammlung.de/" target="_blank" rel="noopener">www.kunstsammlung.de/</a></p>
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		<title>Ewig menschlich: Ausstellung in Halle beleuchtet die letzten Schaffensjahre Wilhelm Lehmbrucks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 17:51:15 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle widmet sich erstmals intensiv der Spätphase Wilhelm Lehmbrucks – und trifft damit einen Nerv unserer Zeit.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer seiner Generation, doch seine letzten Lebensjahre standen bislang kaum im Mittelpunkt einer Ausstellung: Wilhelm Lehmbruck. Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle ändert das nun mit der Schau „Wilhelm Lehmbruck. Ewig menschlich&#8221; – und schlägt dabei einen Bogen von der Vergangenheit in eine erschreckend aktuelle Gegenwart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lehmbrucks Spätwerk entstand unter dem tiefen Eindruck des Ersten Weltkriegs. In Bildhauerei, Malerei und Grafik rang er mit den großen existenziellen Fragen des Menschseins: Leiden, Mitgefühl, Verzweiflung, Würde. Seine Figuren wirken fragil und zugleich unvergänglich menschlich – und genau darin liegt ihre besondere Kraft. In Zeiten, die erneut von Krieg, Zerstörung und Flucht geprägt sind, berühren diese Werke auf eine Weise, die weit über das Kunsthistorische hinausgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich und verbindet damit zwei renommierte Häuser in einem gemeinsamen Blick auf Lehmbrucks Erbe. Eine besondere Dimension erhält die Schau durch eine eigens konzipierte plastische Intervention der Künstlerin Gintarė Sokelytė, die in einen lebendigen Dialog mit Lehmbrucks Werk tritt und dessen Themen in die Gegenwart verlängert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ewig menschlich&#8221; – der Titel ist Programm. Die Ausstellung lädt dazu ein, Lehmbruck nicht nur als historische Figur zu betrachten, sondern als Künstler, dessen Fragen uns heute mehr denn je angehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.kunstmuseum-moritzburg.de" target="_blank" rel="noopener">www.kunstmuseum-moritzburg.de</a></p>
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		<title>Maria Lassnig und Edvard Munch. Doppelschau in der Hamburger Kunsthalle (Deutsche Gebärdensprache)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 12:33:20 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">In einer spektakulären Doppelschau bringt die Hamburger Kunsthalle bis zum 30. August zwei Giganten der europäischen Moderne zusammen, die sich nie begegnet sind, aber dennoch eine radikale Sprache teilen. Die Ausstellung ist mehr als eine bloße Gegenüberstellung – sie ist ein intimer Dialog über das, was es bedeutet, ein fühlender Mensch zu sein.</p>



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<iframe loading="lazy" title="Ausstellungsfilm »Maria Lassnig und Edvard Munch. Malfluss = Lebensfluss«" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/lrdOiVnySaw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist das erste Mal, dass das Werk der Österreicherin Maria Lassnig (1919–2014) und des Norwegers Edvard Munch (1863–1944) in dieser Intensität vereint wird. Den Auftakt bildet ein visuelles Manifest: Lassnigs Gemälde <strong>„Traditionskette“ (1983)</strong>. Darauf reiht sie sich selbstbewusst hinter Velázquez, Munch und Van Gogh ein – eine Ansage an die männlich dominierte Kunstgeschichte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Äußere Bilder für ein Innenleben</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Künstler verbindet die Suche nach einer Form für das Unaussprechliche. Während Munch die großen, universellen Emotionen wie Angst, Eifersucht und Zorn thematisiert, horcht Lassnig tief in ihren eigenen Körper hinein.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Edvard Munch: Erinnerungsarbeit.</strong> Munch malte nicht, was er sah, sondern was er <em>sah</em> – im Sinne einer emotionalen Erinnerung. Seine Bilder sind Projektionsflächen für menschliche Urerfahrungen.</li>



<li><strong>Maria Lassnig: Body Awareness.</strong> In ihren „Körpergefühlsbildern“ malte sie nicht ihre äußere Erscheinung, sondern wie sich ihr Körper von innen anfühlte: roh, gehäutet, manchmal fast tierisch.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Die Ambivalenz der Nähe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema der Schau ist die Brüchigkeit menschlicher Beziehungen. In den Werken beider Künstler scheint Nähe nie sicher zu sein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Das Verschwimmen:</strong> Bei Munch verschmelzen Paare oft so stark, dass die eigene Identität sich aufzulösen droht – oder sie stehen sich, trotz physischer Nähe, unendlich einsam gegenüber.</li>



<li><strong>Der Kampf:</strong> Lassnigs Beziehungsbilder wirken oft wie ein Ringen. Gesten des Vertrauens wirken ambivalent, fast wie zwei Ziegenböcke, die sich gegeneinander stemmen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Vergleichendes Sehen: Ein offener Dialog</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hamburger Kunsthalle hat die Räume so konzipiert, dass die Bilder in direkter Nachbarschaft hängen. Dieser Aufbau zwingt die Besucher zum <strong>vergleichenden Sehen</strong>. Es geht nicht darum, wer „besser“ malte, sondern darum, wie sich Perspektiven durch den Dialog verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielschichtigkeit von Munchs Klassikern wie dem „Vampir“ und die kompromisslose Offenheit von Lassnigs Körperbildern lassen Raum für eigene Projektionen der Betrachter. So wird die Schau zu einer Entdeckungsreise, die am Ende zeigt: Die spannendsten Bilder entstehen immer noch im Kopf – oder tief im Inneren des Körpers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://hamburger-kunsthalle.de" target="_blank" rel="noopener">hamburger-kunsthalle.de</a></p>
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		<title>Der Kreis schließt sich: Jawlenskys &#8220;Bahnhof-Füssen&#8221; zieht nach Wiesbaden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 07:43:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturstiftung der Länder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wiesbaden festigt seinen Ruf als Welthauptstadt der Jawlensky-Forschung. Mit dem Ankauf des Gemäldes „Bahnhof-Füssen im März“ (1905) sichert sich das Museum Wiesbaden ein zentrales Puzzlestück der Klassischen Moderne. Gefördert durch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kulturstiftung.de/wp-content/uploads/2026/04/Alexej-von-Jawlensky-Bahnhof-in-Fuessen-1905-Foto-Museum-Wiesbaden.jpg" alt="Foto des Gemäldes von Alexej von Jawlensky mit dem Titel &quot;Bahnhof-Füssen im März&quot; aus dem Jahr 1905.  Das Bild zeigt im impressionistischen Stil in der Entfernung einen Zug mit Dampflokomotive, der in den Bahnhof fährt. Im Hintergrund sieht man Bäume und am Horizont  einen Halbkreis vor blauem Himmel. Vielleicht die aufgehende sonne. " style="aspect-ratio:1.309102094173737;width:461px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Alexej von Jawlensky, Bahnhof-Füssen im März, 1905, Öl auf Karton auf Holz, 38 x 50 cm | © Museum Wiesbaden</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wiesbaden festigt seinen Ruf als Welthauptstadt der Jawlensky-Forschung. Mit dem Ankauf des Gemäldes „Bahnhof-Füssen im März“ (1905) sichert sich das Museum Wiesbaden ein zentrales Puzzlestück der Klassischen Moderne. Gefördert durch die Kulturstiftung der Länder, kehrt damit ein Werk an den Ort zurück, der für Alexej von Jawlensky zur lebenslangen Heimat wurde.</strong></p>



<div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gemälde ist weit mehr als eine Landschaftsdarstellung – es ist das Dokument einer künstlerischen Befreiung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Schlüsselwerk der Umbruchphase</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Frühjahr 1905 verbrachte Jawlensky zwei wegweisende Wochen in Füssen, begleitet von seiner Partnerin und Mentorin <strong>Marianne von Werefkin</strong>. In dieser kurzen Zeit entstand ein Zyklus von nur zwölf Bildern, die Jawlenskys Abschied vom Impressionismus markieren.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Van Goghs Erbe:</strong> In „Bahnhof-Füssen im März“ wird der Einfluss von Vincent van Gogh greifbar. Jawlensky nutzt den Pinselduktus nicht mehr nur zur Abbildung, sondern als eigenständiges, rhythmisches Gestaltungsmittel.</li>



<li><strong>Weg zum Expressionismus:</strong> Der flächige Aufbau und die leuchtende Farbigkeit kündigen bereits jene Revolution an, die wenig später in Murnau gemeinsam mit Kandinsky und Münter den Expressionismus begründen sollte.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Wiesbaden: Das Zentrum der Jawlensky-Welt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit nunmehr <strong>117 Werken</strong> beherbergt das Museum Wiesbaden die international bedeutendste Sammlung des deutsch-russischen Malers. Doch der Neuzugang ist nicht die einzige Sensation:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Erstmals „Füssen“ im Bestand:</strong> Bisher fehlte ein Werk aus diesem spezifischen Zyklus in der Wiesbadener Sammlung.</li>



<li><strong>Das Archiv kommt nach Hause:</strong> Seit 2025 befindet sich das umfangreiche Jawlensky-Archiv im Museum. Briefe, Dokumente und persönliche Gegenstände werden dort nun wissenschaftlich erschlossen.</li>
</ol>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Mit ‚Bahnhof-Füssen im März‘ gelangt nun ein Schlüsselwerk aus einer Umbruchphase in den Bestand. Damit wird das Museum Wiesbaden als zentraler Ort der Jawlensky-Forschung weiter gestärkt.“ — <em>Dr. Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://museum-wiesbaden.de" target="_blank" rel="noopener">museum-wiesbaden.de</a> und <a href="https://www.kulturstiftung.de" target="_blank" rel="noopener">www.kulturstiftung.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Die großen Fragen des Lebens: Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch im Albertinum</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/die-grossen-fragen-des-lebens-paula-modersohn-becker-und-edvard-munch-im-albertinum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 11:28:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was bedeutet es, am Leben zu sein? In einer Zeit des radikalen Umbruchs suchten Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch nach Antworten, die weit über das Gefällige hinausgingen. Das Albertinum in [&#8230;]</p>
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<iframe loading="lazy" title="Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens  | Albertinum Dresden" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/6HXq8nW65lI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was bedeutet es, am Leben zu sein? In einer Zeit des radikalen Umbruchs suchten Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch nach Antworten, die weit über das Gefällige hinausgingen. Das Albertinum in Dresden bringt diese zwei Giganten der Moderne nun erstmals in einen direkten Dialog.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dresden.</strong> „Keine Interieurs sollten mehr gemalt werden, keine Menschen die lesen, keine Frauen die stricken. Es müssten lebende Menschen sein, die atmen“, schrieb Edvard Munch einst. Fast zeitgleich notierte Paula Modersohn-Becker ihren Wunsch, ihren Bildern eine „größere Lebenskraft“ zu geben. Trotz unterschiedlicher Lebenswege verbindet beide Künstler die unermüdliche Suche nach dem Kern der menschlichen Existenz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sehnsucht nach Wahrheit um 1900</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung bettet das Schaffen beider in den Kontext der Zeit um 1900 ein. Industrialisierung und Urbanisierung veränderten den Alltag radikal, wodurch „das Leben“ selbst zu einem Sehnsuchtsbegriff für Wahrheit und Sinn wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Paula Modersohn-Becker: Die Suche nach dem Wesentlichen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1876 in Dresden geborene Künstlerin entwickelte sich zu einer der eigenständigsten Figuren der frühen Moderne.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Radikale Einfachheit:</strong> Beeinflusst von der Pariser Avantgarde, suchte sie in Worpswede nach einer direkten, einfachen Sicht auf den Menschen.</li>



<li><strong>Weder idealisierend noch sentimental:</strong> Ihre Darstellungen von Müttern, Kindern und Stillleben zeigen eine eindringliche Präsenz und Verletzlichkeit, die das Innere vor das Äußerliche stellt.</li>



<li><strong>Ein frühes Ende:</strong> Als sie 1907 mit nur 31 Jahren kurz nach der Geburt ihrer Tochter starb, befand sie sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Edvard Munch: Angst, Liebe und Verlust</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der 1863 geborene Norweger war von Kindheit an mit Krankheit und Tod konfrontiert. Seine Kunst wurde zum Medium der Auseinandersetzung mit existenziellen Themen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Menschliche Abgründe:</strong> In seinen Bildwelten verarbeitete er Angst, Begehren und die komplexen Beziehungen zwischen den Geschlechtern.</li>



<li><strong>Tod als Bedingung:</strong> Für Munch war der Tod nicht nur das Ende, sondern die notwendige Bedingung des Lebens selbst.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Dialog, der nachhallt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schau im Albertinum führt vor Augen, warum die Werke beider Künstler einander berühren, sich widersprechen oder ergänzen. Sie erinnert uns daran, dass Liebe und Schmerz, Geburt und Tod untrennbar miteinander verbunden sind – Themen, die bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://albertinum.skd.museum/" target="_blank" rel="noopener">albertinum.skd.museum</a></p>
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		<title>Das Ausstellungsjahr 2026 im Kunstmuseum Ravensburg</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/das-ausstellungsjahr-2026-im-kunstmuseum-ravensburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 16:58:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstmuseum Ravensburg]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Kunstmuseum Ravensburg präsentiert für das Jahr 2026 ein Programm, das historische Meilensteine der Moderne mit radikalen zeitgenössischen Positionen verknüpft. Im Fokus stehen monografische Werkschauen von Gabriele Münter und Charlotte Salomon sowie internationale Gruppenausstellungen zur Wahrnehmung von Zeit.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Fokus Gabriele Münter: Dialog und Aufbruch (bis 19. Juli 2026)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Jahr beginnt mit einer doppelten Würdigung von <strong>Gabriele Münter</strong>. In der Schau <em>„Das reisende Auge“</em> (bis 22. März) tritt das fotografische Archiv Münters in einen direkten Dialog mit Arbeiten der zeitgenössischen Künstlerin <strong>Kathrin Sonntag</strong>. Die Gegenüberstellung überbrückt ein Jahrhundert und untersucht die mediale Begegnung mit der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 11. April folgt die monografische Ausstellung <em>„Aufbruch in Form und Farbe“</em>. Basierend auf der hauseigenen Sammlung Selinka beleuchtet die Schau mit rund 50 Arbeiten vor allem die produktive Phase zwischen 1908 und 1914, in der Münter den Blauen Reiter maßgeblich mitprägte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„It&#8217;s All About Time“: Die Dimension des Seins (11. April – 19. Juli 2026)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Eröffnung am 10. April rückt das Phänomen Zeit in das Zentrum des Museums. Die Gruppenausstellung <em>„It&#8217;s All About Time“</em> versammelt sechs internationale Positionen, darunter die legendäre <em>One Year Performance</em> von <strong>Tehching Hsieh</strong>. Die gezeigten Arbeiten kontrastieren biologische Rhythmen mit dem Takt des Spätkapitalismus und machen das Vergehen von Zeit sinnlich erfahrbar.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Künstler*innen:</strong> u.a. Alicja Kwade, Hans-Peter Feldmann, David Horvitz.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Herbstprogramm: Klangskulpturen und Sammlungsdialoge (ab 8. August 2026)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im August startet die Reihe <em>„Zeitfragen. Sammlung trifft Gegenwart“</em>, die Werke des Expressionismus (u.a. Kirchner, Heckel, Munch) aktuellen Diskursen von Künstler*innen wie <strong>Kader Attia</strong> oder <strong>Agnès Varda</strong> gegenüberstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu verwandelt <strong>Janet Cardiff</strong> das zweite Obergeschoss in einen Resonanzraum. Ihre Soundinstallation <em>„The Forty Part Motet“</em> basiert auf einer Renaissance-Komposition für 40 Stimmen. Über einzeln angesteuerte Lautsprecher entsteht eine begehbare Klangskulptur, die die Grenzen zwischen Architektur und Akustik auflöst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Jahresabschluss: Charlotte Salomons „Singespiel“ (ab 5. Dezember 2026)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss bildet das monumentale Lebenswerk von <strong>Charlotte Salomon</strong>. Die in Kooperation mit dem Jewish Museum Amsterdam entstandene Schau präsentiert 235 Blätter aus dem Zyklus <em>„Leben? oder Theater?“</em>. In der Verbindung von Malerei, Text und Musik schuf Salomon im Exil eine innovative Bildsprache, die ihre Familiengeschichte vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verfolgung virtuos neu erzählt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Termine 2026 im Überblick</h3>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Zeitraum</td><td>Ausstellung</td></tr><tr><td>bis 22.03.</td><td>Kathrin Sonntag / Gabriele Münter</td></tr><tr><td>11.04. – 19.07.</td><td>Gabriele Münter: Aufbruch in Form und Farbe</td></tr><tr><td>11.04. – 19.07.</td><td>It&#8217;s All About Time</td></tr><tr><td>08.08. – 15.11.</td><td>Zeitfragen. Sammlung trifft Gegenwart</td></tr><tr><td>08.08. – 15.11.</td><td>Janet Cardiff: The Forty Part Motet</td></tr><tr><td>ab 05.12.</td><td>Charlotte Salomon: Leben? oder Theater?</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="http://www.kunstmuseum-ravensburg.de/" target="_blank" rel="noopener">www.kunstmuseum-ravensburg.de</a></p>
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		<title>Zwischen Skulptur und Szenografie: Lehmbruck neu erlebt im Kunsthaus Zürich</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/zwischen-skulptur-und-szenografie-lehmbruck-neu-erlebt-im-kunsthaus-zuerich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 13:08:08 +0000</pubDate>
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<iframe loading="lazy" title="O MENSCH! WILHELM LEHMBRUCK – DIE LETZTEN JAHRE" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/LxhzgNGMe_A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit der großen Ausstellung <em>„O Mensch! Wilhelm Lehmbruck – Die letzten Jahre. Dialog mit Yves Netzhammer“</em> widmet das <strong>Kunsthaus Zürich</strong> einem der bedeutendsten Bildhauer der Moderne eine eindringliche Hommage. Der Fokus liegt auf Lehmbrucks letzten Schaffensjahren in <strong>Berlin (1914–1916)</strong> und <strong>Zürich (1916–1919)</strong> – einer Zeit tiefgreifender künstlerischer wie existenzieller Erfahrungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer eindrucksvollen <strong>Inszenierung des Schweizer Künstlers Yves Netzhammer</strong> begegnen sich Lehmbrucks fragile Figuren und Netzhammers digitale Raumprojektionen in einem sinnlich-intellektuellen Dialog. Plastiken, Zeichnungen, Radierungen und Gemälde treten in Beziehung zu einer zeitgenössischen Szenografie, die Themen wie <strong>Verletzlichkeit, Menschsein und Transzendenz</strong> neu verhandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den zentralen Werken zählen der <em>Sitzende Jüngling</em> (1916/17), die <em>Betende</em> (1918) und der <em>Kopf eines Denkers</em> (1918) – Skulpturen, die Trauer, Sehnsucht und spirituelle Tiefe in zeitlose Formen übersetzen. Lehmbrucks Zürcher Jahre, geprägt von Begegnungen mit Künstlern und Intellektuellen wie <strong>Fritz von Unruh, Leonhard Frank und Ludwig Rubiner</strong>, markieren zugleich den Übergang von klassischer Formstrenge zu existenzieller Ausdruckskraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung offenbart Lehmbruck als <strong>Visionär zwischen Expressionismus und Moderne</strong>, dessen Werk bis heute Fragen nach Körper, Geist und Humanität stellt. Mit Yves Netzhammer trifft seine Kunst auf eine neue, poetische Resonanz im digitalen Zeitalter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.kunsthaus.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.kunsthaus.ch</a></p>
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		<title>„Käte Steinitz. Von Hannover nach Los Angeles“ 22.10.25 bis 25.01.26 im Sprengel Museum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 12:10:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Sprengel Museum Hannover widmet der Künstlerin, Autorin und Kunstwissenschaftlerin Käte Steinitz (1889–1975) erstmals eine umfassende Retrospektive. Unter dem Titel „Käte Steinitz. Von Hannover nach Los Angeles“ werden vom 22. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de/kaete-steinitz-von-hannover-nach-los-angeles-22-10-25-bis-25-01-26-im-sprengel-museum/">„Käte Steinitz. Von Hannover nach Los Angeles“ 22.10.25 bis 25.01.26 im Sprengel Museum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de">museumsfernsehen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Sprengel Museum Hannover</strong> widmet der Künstlerin, Autorin und Kunstwissenschaftlerin <strong>Käte Steinitz (1889–1975)</strong> erstmals eine umfassende Retrospektive. Unter dem Titel <em>„Käte Steinitz. Von Hannover nach Los Angeles“</em> werden vom <strong>22. Oktober 2025 bis 25. Januar 2026</strong> rund <strong>180 Werke aus sieben Jahrzehnten</strong> gezeigt – darunter expressionistische Hinterglasbilder, Zeichnungen, Fotografien und Texte, die den Lebens- und Werkweg der Künstlerin nachzeichnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele der ausgestellten Arbeiten, insbesondere die fotografischen Werke, von denen zahlreiche nur als Negative erhalten sind, werden <strong>erstmals öffentlich präsentiert</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 1920er-Jahren gehörte Käte Steinitz zum engen Kreis der europäischen Avantgarde um <strong>Kurt Schwitters, Hannah Höch und El Lissitzky</strong>. Ihr vielseitiges Schaffen, das Malerei, Fotografie, Literatur und Kunsttheorie miteinander verband, geriet jedoch durch <strong>Exil und Marginalisierung</strong> lange Zeit in Vergessenheit. Mit der Übernahme ihres umfangreichen Nachlasses – über <strong>2000 Arbeiten</strong> – in das Sprengel Museum im Jahr 2018 wird ihr Werk nun in seiner ganzen Vielfalt gewürdigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung zeigt Käte Steinitz als <strong>aufmerksame Beobachterin ihrer Zeit</strong>, als <strong>Chronistin moderner Lebenswelten</strong> und als <strong>Brückenbauerin zwischen den Künsten</strong>. Von frühen expressionistischen Arbeiten bis zu farbintensiven Zeichnungen aus dem amerikanischen Exil eröffnet die Retrospektive neue Perspektiven auf eine außergewöhnliche Künstlerin, die zeitlebens für <strong>Freiheit, Verständigung und künstlerische Erneuerung</strong> eintrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="http://www.sprengel-museum.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.sprengel-museum.de</a></p>
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