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	<title>Experimentelle Fotografie &#8211; museumsfernsehen</title>
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	<title>Experimentelle Fotografie &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Erste Berliner Walter Schels Retrospektive bei C/O Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 08:51:19 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu Walter Schels 90. Geburtstag zeigt C/O Berlin mehr als 300 Arbeiten – und entdeckt eine bislang unbekannte, experimentelle Seite eines der bedeutendsten deutschen Fotografen.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Jubiläum, eine Entdeckung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 90. Geburtstags von Walter Schels (*1936 in Landshut) präsentiert C/O Berlin in Zusammenarbeit mit der Stiftung F.C. Gundlach die erste große Retrospektive des Fotografen in Berlin. Mit mehr als 300 Arbeiten aus fast sieben Jahrzehnten ist die Ausstellung nicht nur Rückblick – sie ist eine Entdeckung. Denn die Sichtung mehrerer Tausend Prints aus dem Archiv des Fotografen förderte eine bislang nie gezeigte Werkhälfte zutage: ein umfangreiches experimentelles Œuvre, das den Blick auf Schels grundlegend verändert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bekannt durch Porträts – aber das ist nur die halbe Geschichte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schels wurde vor allem durch seine reduzierten, stark verdichtenden Schwarzweiß-Porträts bekannt, die er seit den 1980er-Jahren entwickelte. In Langzeitstudien und Serien wie „Blind&#8221;, „Noch mal leben&#8221; oder „trans*&#8221; richtet er den Blick auf Grundfragen menschlicher Existenz – von Neugeborenen bis zu Hundertjährigen, von Joseph Beuys, Angela Merkel und dem Dalai Lama bis zu unbekannten Menschen, von Tieren bis zu Pflanzen. Vor neutralem Hintergrund entstehen unmittelbar wirkende Begegnungen mit einem jeweils eigenständigen Gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch parallel dazu entstand eine zweite Werkhälfte – die die Retrospektive nun erstmals sichtbar macht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">New York in den 1960ern: Wo das Experimentelle begann</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einen frühen Ausgangspunkt für Schels&#8217; zweispuriges Arbeiten bilden die in den 1960er und 1970er Jahren in New York entstandenen Serien. Neben Street Photography entstanden Nahaufnahmen von Kanaldeckeln, analoge Fotomontagen, Doppelbelichtungen und Überzeichnungen von Hochhäusern – surreale urbane Landschaften, die das Verhältnis von Individuum und Stadt ausloten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Transformation als Methode und Motiv</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für Schels ist ein Bild nie fertig. Mit Übermalungen, Solarisationen und Collagen überschreitet er die Grenzen der Fotografie ins Malerische. In aktuellen abstrakten Arbeiten arbeitet er unmittelbar mit Fotochemikalien und Pflanzenfragmenten – die Materialität des fotografischen Prozesses selbst wird zum Bildgegenstand. Die Ausstellung präsentiert, wo immer möglich, originale Handabzüge, darunter großformatige Schwammentwicklungen und Abzüge, die Schels über die Jahre immer wieder überarbeitet hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">16° Fische: Eine poetische Selbstverortung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausstellungstitel verweist auf Schels&#8217; Geburtskonstellation: Zum Zeitpunkt seiner Geburt stand die Sonne im Tierkreiszeichen Fische bei 16 Grad. Für den Künstler ist dies eine poetische Selbstverortung – verbunden mit Sensibilität, Intuition und dem Interesse an existenziellen Fragestellungen, das sein gesamtes Werk durchzieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kuratiert von Sophia Greiff (C/O Berlin), Beate Lakotta, Sebastian Lux und Franziska Mecklenburg (Stiftung F.C. Gundlach). Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei Steidl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://co-berlin.org/" target="_blank" rel="noopener">co-berlin.org</a></p>
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		<title>Dörte Eißfeldt: Archipelago – Die Fotografie als lebendiger Körper</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/doerte-eissfeldt-archipelago-die-fotografie-als-lebendiger-koerper/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 14:22:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[C/O Berlin]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>C/O Berlin präsentiert mit „Archipelago“ eine außergewöhnliche Werkschau der Künstlerin Dörte Eißfeldt. Die Ausstellung bricht mit konventionellen Archivvorstellungen und zeigt Fotografie als einen Prozess, der niemals ganz abgeschlossen ist.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dörte Eißfeldt, die ursprünglich aus den Bereichen Bildende Kunst und Film kommt, fand zur Fotografie, weil sie nach einem Medium suchte, das stärker „in der Welt verankert“ ist. Ihre Arbeit bei C/O Berlin umfasst fast fünf Jahrzehnte, verzichtet aber auf eine klassisch chronologische Erzählweise zugunsten thematischer „Konstellationen“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein „lebendiges Archiv“</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Titel der Ausstellung, <strong>„Archipelago“</strong>, ist programmatisch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Räumliche Struktur:</strong> Er bezieht sich auf die Anordnung von Vitrinen unterschiedlicher Höhe im Hauptraum, die wie eine Inselgruppe wirken.</li>



<li><strong>Metapher des Flusses:</strong> Gleichzeitig steht der Begriff für die Fluidität, die Eißfeldts Werk durchzieht. Wasser, Fluxus und der Zufall spielen eine zentrale Rolle in ihrem Schaffen.</li>



<li><strong>Prozesshaftigkeit:</strong> Eißfeldt präsentiert ein „lebendiges Archiv“. In den Vitrinen befinden sich Arbeiten auf lichtempfindlichem Papier – Fotogramme, die sich während der Dauer der Ausstellung durch den Lichteinfluss weiterentwickeln und verändern.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Der Körper des Bildes</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für Eißfeldt ist ein Foto kein „Fenster“, durch das man passiv auf eine Szene blickt. Sie spricht stattdessen vom <strong>„Körper des Bildes“</strong>.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Experimentelle Technik:</strong> Sie experimentiert spielerisch in der Dunkelkammer mit verschiedenen Entwicklungs- und Drucktechniken sowie unterschiedlichen Oberflächen.</li>



<li><strong>Sichtbare Arbeit:</strong> Ihr geht es nicht darum, den Entstehungsprozess zu verbergen. Das „Wie“ der Herstellung und das Material sind ebenso wichtig wie das Motiv selbst.</li>



<li><strong>Reifeprozess:</strong> Bilder müssen für sie manchmal jahrelang „reifen“, bevor sie bereit für die Öffentlichkeit sind. Die Relevanz eines Bildes ist oft latent und findet erst nach langer Zeit ihren Moment.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Radikale Porträts und fragile Oberflächen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung zeigt die enorme Bandbreite ihres Werks – von experimentellen Skizzenbüchern und Künstlerbüchern bis hin zu einem radikalen Ansatz in der Porträtfotografie. Ein besonderes Exponat ist eine fast spiegelnde Arbeit, die fast gänzlich aus Silber besteht. Die Oberfläche ist extrem fragil; jede Berührung würde eine dauerhafte Spur hinterlassen – ein Sinnbild für die Unmittelbarkeit und Intimität ihrer Kunst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://co-berlin.org" target="_blank" rel="noopener">co-berlin.org</a></p>
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		<title>Inge Dick: Die Magie des Lichts und das Vergehen der Zeit</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/inge-dick-die-magie-des-lichts-und-das-vergehen-der-zeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 15:56:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landesgalerie Niederösterreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Abstrakte Malerei Weiß]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für die meisten Menschen unsichtbar bleibt, macht Inge Dick sichtbar: die ständige Veränderung des Lichts. In der Landesgalerie Niederösterreich wird das beeindruckende Lebenswerk einer Künstlerin gewürdigt, die zwischen Malerei, [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was für die meisten Menschen unsichtbar bleibt, macht Inge Dick sichtbar: die ständige Veränderung des Lichts. In der Landesgalerie Niederösterreich wird das beeindruckende Lebenswerk einer Künstlerin gewürdigt, die zwischen Malerei, Fotografie und Film eine ganz eigene Sprache für das Flüchtige gefunden hat.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zeit und Licht festzuhalten – das ist mein Lebensthema“, sagt Inge Dick. Die 1943 geborene Künstlerin, die heute in einem lichtdurchfluteten Atelier am Mondsee arbeitet, hat ein international einzigartiges Werk geschaffen, das die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung auslotet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von der Malerei zum „weißen Bild“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Geprägt durch ihre Mutter, die ebenfalls Malerin war, begann Inge Dick früh mit figürlichen Zeichnungen, entwickelte sich jedoch konsequent hin zur Abstraktion. Ein Markenzeichen wurden ihre „weißen Bilder“. Doch Weiß ist bei Dick nie einfach nur Weiß:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sinnlichkeit der Materie:</strong> Sie nutzt Spachteln statt Pinsel, um die Ölfarbe fast plastisch zu modellieren und so Ruhe und Konzentration zu vermitteln.</li>



<li><strong>Farbnuancen:</strong> Die Bilder fordern die Wahrnehmung heraus, indem sie feinste Farbunterschiede sichtbar machen, die sich je nach Lichteinfall verändern.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Das Licht als Akteur: Fotografie und Film</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da ihre subtilen Malereien kaum für Kataloge zu fotografieren waren, begann Dick selbst zur Kamera zu greifen. In ihrem Wiener Atelier entdeckte sie, wie sich das Licht poetisch über die Wände bewegt, und hielt dieses „Licht im Vergehen“ in Schwarz-Weiß-Serien fest.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Das Prinzip der Serie:</strong> Für Dick ist nicht das Einzelbild entscheidend, sondern die Abfolge. Nur in der Serie lässt sich der Zeitverlauf und die zarte Lichtveränderung nachvollziehen.</li>



<li><strong>Das Abenteuer Polaroid:</strong> In den 80er Jahren experimentierte sie mit der Polaroid-Kamera. Besonders faszinierte sie die kornlose Tiefe und die Unmittelbarkeit des Resultats, das an Malerei erinnert.</li>



<li><strong>Die größte Kamera der Welt:</strong> Ein Höhepunkt war die Arbeit mit der riesigen Polaroid-Kamera in Boston, mit der sie über zweieinhalb Meter große Unikate von unglaublicher Farbtiefe schuf.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Wege nach dem Ende von Polaroid</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Polaroid-Material vom Markt verschwand, orientierte sich Dick neu und entdeckte den Film. Sie drehte monumentale Filme über die Farben Rot, Blau (auf dem Sonnblick) und Weiß. In ihrem Atelier filmte sie über 13,5 Stunden hinweg einen rein weißen Raum und machte so die dramatischen Lichtveränderungen der vier Jahreszeiten sichtbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Goldene Korrespondenzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In jüngerer Zeit widmet sich Inge Dick auch der Farbe Gold. Mit kleinen Blattgold-Plättchen baut sie Strukturen auf, die in ihrem Aufbau an ihre weißen Bilder erinnern und mit diesen in einen spannenden Dialog treten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inge Dick ist eine visionäre Gestalterin, der es gelingt, das, was unser Auge normalerweise wegfiltert – die ständige Adaption an das Licht –, in statischen Bildern und Filmen für uns festzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.kunstmeile.at/inge-dick" target="_blank" rel="noopener">www.kunstmeile.at/inge-dick</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de/inge-dick-die-magie-des-lichts-und-das-vergehen-der-zeit/">Inge Dick: Die Magie des Lichts und das Vergehen der Zeit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de">museumsfernsehen</a>.</p>
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