Oben: Die Textildesignerin Dominique Lanz liess sich für ihre Stoffmuster von Museumsobjekten inspirieren. Sie stellte sich und ihre Werke im Rahmen der Ausstellung «StrohGold» vor.

Die Schweizer Jungdesignerin Barbara Muff hatte sich für ihre Kollektion 290 000 von aussereuropäischen Textilien und textilen Techniken inspirieren lassen. Durch ihre Recherchen zusammen mit Migranten u.a. aus Syrien, Eritrea und Afghanistan ist ein visueller Dialog entstanden, bei dem die Nadel eine zentrale Rolle spielt.
Noémi Speiser ist die Grande Dame des Diagonalgeflechts. Im Rahmen der Ausstellung «StrohGold» stellte sie Werke vor und sprach über ihre Leidenschaft.
Edwin Hauser, Inhaber einer Glarner Textilmanufaktur, erzählte im Rahmen der Ausstellung «StrohGold», woher das Muster des Glarner Tüechlis stammt.
Das Dirndl à l’Africaine des Modelabels Noh Nee war ein Anziehungspunkt in der Ausstellung «StrohGold».
Designer Serge Mouangue stellt Kimonos aus afrikanischen Waxprints her. Dabei soll das Resultat kulturelle Grenzen überschreiten. Das passte in die Ausstellung «StrohGold».
Wiener Designerin Cloed Priscilla Baumgartner macht u.a. aus Herrenhemden Frauenkleider. Ein tolles Beispiel von Upcycling in der Ausstellung «StrohGold».
Flechtkünstlerin Monika Künti liess sich von Museumsobjekten aus der Südsee inspirieren. Sie stellte sich und eine geflochtene Matte aus Papier im Rahmen der Ausstellung «StrohGold» vor.
Für den Glarner Künstler Martin Stützle sind westafrikanische Textilien eine grosse Inspirationsquelle. Er befasst sich mit ihrer Struktur, Materialität und Farbigkeit und transformiert sie zu «Tuchdrucken» auf Papier. Zwei Unikate im Dialog mit dem afrikanischen Original stellte Stützle im Rahmen der Ausstellung «StrohGold» vor.

Warum wird ein bayrisches Dirndl aus afrikanischen Waxprintstoffen geschneidert? Sind diese Stoffe überhaupt afrikanisch? Kann es sein, dass der Bodhisattva Avalokiteshvara in Südasien und im Himalaya männlich dargestellt und in Japan als Kannon Bosatsu in weiblicher Form verehrt wird? StrohGold, die zweite Dauerausstellung im Museum der Kulturen Basel, stellt kulturelle Aneignungs- und Umwandlungsprozesse ins Zentrum. Alltagsgegenstände, Techniken, Materialien, politische Konzepte und religiöse Vorstellungen verbreiten sich regional und global und werden immer wieder aufs Neue lokal aufgenommen, abgelehnt oder auf kreative Art und Weise in den eigenen Alltag sinnstiftend eingewoben.

Mehr unter: www.mkb.ch

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