St. Gallen und seine ethnologische Sammlung

Das Kulturmuseum St. Gallen widmet sich vom 8. November 2025 bis 5. Juli 2026 der eigenen ethnologischen Sammlung – einer der bedeutendsten in der Schweiz. Unter dem Titel «Die Welt ins Museum. Vom Handeln, Sammeln und Entdecken» beleuchtet die Schau, warum und wie diese Sammlung entstanden ist und welche Geschichten sie über St. Gallen und seine globale Verflechtung erzählt.

Die Ausstellung führt zurück ins 19. Jahrhundert, eine Epoche geprägt von expandierenden Handelsnetzen, wissenschaftlicher Neugier und dem europäischen Wettlauf um koloniale Einflussgebiete. Anhand ausgewählter Objekte zeigt sie, wie eng lokale Entwicklungen mit globalen Dynamiken verbunden waren. Zugleich macht sie sichtbar, wie vielschichtig und aussagekräftig die ethnologischen Bestände heute sind – sei es für die Auseinandersetzung mit globaler Geschichte, mit kolonialen Strukturen oder mit Fragen zu Provenienz und Museumsauftrag.

Mit ihrem Blick auf die historischen Kontexte von Sammeln und Wissenstransfer lädt die Ausstellung dazu ein, die ethnologische Sammlung nicht nur als Archiv vergangener Kulturen zu sehen, sondern als Spiegel jener komplexen Beziehungen, die die Welt und St. Gallen bis heute prägen.

Produktion: arttv.ch

Mehr unter: kulturmuseumsg.ch

Museumskalender

Bild mit der Aufschrift "Museumsnachrichten". Link zu den Nachrichtentexten auf museumsfernsehen.de

Newsletter