Sonderausstellung in der BallinStadt: „Ein Prozess – Vier Sprachen“ zum 80. Jahrestag der Nürnberger Prozesse

Anlässlich des 80. Jahrestags der Nürnberger Prozesse eröffnet das Auswanderermuseum BallinStadt am 20. November 2025 die Sonderausstellung „Ein Prozess – Vier Sprachen“. Die Ausstellung ist bis zum 20. Januar 2026 zu sehen und rückt die oft unbekannten Held:innen der Dolmetscher:innenarbeit in den Fokus, die den historischen Prozessen erst ermöglichten.

Unter der Schirmherrschaft der Kulturbehörde Hamburg beleuchtet die Ausstellung die Anfänge des Simultandolmetschens und zeigt, wie diese revolutionäre Technik in einem der bedeutendsten Prozesse des 20. Jahrhunderts eingesetzt wurde. Nach Stationen in Madrid, Rio de Janeiro, São Paulo und Straßburg ist die Ausstellung nun erstmals in Hamburg zu sehen.

„Mit der Ausstellung lässt sich ein neuer Blick auf die Arbeit der Dolmetscher:innen werfen – ein Thema, das hervorragend zur BallinStadt passt“, so Volker Reimers, Geschäftsführer der BallinStadt. „Sie verdeutlicht, wie eng die Geschichte des Dolmetschens mit Migration, Flucht und Identität verknüpft ist.“

Die Dolmetscher:innen waren Revolutionär:innen, Aktivist:innen, Flüchtlinge und KZ-Überlebende. Trotz ihrer entscheidenden Rolle blieben sie lange Zeit unbekannt. „Hier setzt die Ausstellung an. Wir wollen den Pionieren des Simultandolmetschens ein Gesicht geben und ihre bewegenden Schicksale öffentlich machen“, erklärt Elke Limberger-Katsumi vom Internationalen Berufsverband der Konferenzdolmetscher (AIIC).

Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung: Führungen, Vorträge und Filmvorführungen bieten spannende Einblicke in die Arbeit der Dolmetscher:innen – damals wie heute – und verbinden historische mit sprachwissenschaftlichen Perspektiven.

Mehr unter: ballinstadt.de

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