Ob Mixer RG 28 oder Simson Schwalbe – Produkte aus der DDR genießen bis heute den Ruf, besonders langlebig zu sein. Doch ihre Robustheit war nur die halbe Wahrheit: Ohne Improvisationstalent und Reparaturgeschick ging im sozialistischen Alltag wenig.
In einem Vortrag im DDR Museum Berlin beleuchtete die Technikhistorikerin Kathrin Tschida die Reparaturpraxis in der DDR – von der Komplexannahmestelle über private Werkstätten bis hin zu heutigen Repair-Cafés. Gemeinsam mit Dr. Liza Soutschek, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, diskutierte sie, welche Rolle Reparieren und Selbermachen für das Thema Nachhaltigkeit spielen – und ob die DDR tatsächlich eine frühe DIY-Kultur hervorgebracht hat.
Im Anschluss gewährte der wissenschaftliche Volontär Enrico Wedekind exklusive Einblicke in die Geschichte der legendären Simson Schwalbe. Gemeinsam mit den Besucher:innen öffnete er das saharabraune Modell aus der Museumssammlung in Berlin-Marzahn und zeigte, was im Inneren des Kult-Mopeds steckt.
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