Wenn sich digitale Schatten an die organische Architektur des „Friendly Alien“ schmiegen, verschwimmen die Grenzen zwischen physischer und virtueller Welt. Als Gewinnerprojekt der BIX-Ausschreibung bringt Flavia Mazzanti mit „Beyond My Skin“ Intimität in den Grazer Stadtraum.
Ab sofort leuchtet die berühmte BIX-Medienfassade des Kunsthauses Graz in einer neuen Choreografie. Die Multimedia-Künstlerin Flavia Mazzanti (*1994) nutzt die prominente Lichthaut des Museums, um eine Interaktion zweier Körper im physisch-digitalen Raum sichtbar zu machen. Ihr Projekt „Beyond My Skin“ erforscht, wie Nähe und Intimität selbst über Distanz erfahrbar werden – ein Thema, das in unserer zunehmend hybriden Lebensrealität den Nerv der Zeit trifft.
Fassade und Foyer: Ein Dialog auf zwei Ebenen
Die Installation beschränkt sich nicht nur auf die Außenhaut. Während an der Fassade fließende Ströme aus Licht und Energie mit eingefrorenen Momenten der Begegnung wechseln, lädt das Foyer zur Interaktion ein.
Sehen Sie in unserem Video-Feature, wie die digitalen Figuren die Rundungen der Architektur ausfüllen und wie Besucher*innen im Inneren durch eine Mixed-Reality-Installation selbst Teil dieser virtuellen Choreografie werden können. Die Arbeit übersetzt die Suche nach Verbindung im urbanen Umfeld in ein visuelles Erlebnis aus Auflösung und Verdichtung.
Vom Deep Space an die BIX-Fassade
„Beyond My Skin“ ist ein künstlerisches Langzeitprojekt, das Mazzanti stetig weiterentwickelt. Was als Live-Performance im Angewandte Interdisciplinary Lab (AIL) in Wien begann, reiste über das Ars Electronica Center und Stationen in Tokio und São Paulo nun nach Graz.
Die Jury überzeugte vor allem die direkte Ansprache des Werks. Im Sinne einer „Radikalen Hoffnung“ zeigt Mazzanti, dass digitale und analoge Welten nicht in Konkurrenz stehen, sondern produktiv in Einklang gebracht werden können.
Mehr unter: www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz





