Sie ist die Königin der Punkte, die Meisterin der Unendlichkeit und ein globales Phänomen der Popkultur. Zum 50. Jubiläum des Museum Ludwig im Jahr 2026 schenkt Köln sich und seinen Gästen ein Kunstereignis der Superlative: Eine umfassende Retrospektive von Yayoi Kusama.
Mit über 300 Arbeiten aus sieben Jahrzehnten ist diese Schau eine tiefgründige Reise durch die Psyche einer Frau, für die Kunst keine Wahl, sondern eine Lebensnotwendigkeit ist.
Von der ersten Zeichnung bis zum Infinity Room
Die Ausstellung spannt den Bogen von Kusamas frühesten Arbeiten (ca. 1934) bis zu ihrem kraftvollen Alterswerk.
- Exklusiv in Köln: Während die Schau durch Europa tourt, zeigt das Museum Ludwig Arbeiten, die in Basel nicht zu sehen sind. Darunter die ikonische Installation Aggregation: One Thousand Boats Show (1963) und das Schwarzlicht-Environment I’m Here but Nothing.
- Blumen auf dem Dach: Auf der Dachterrasse des Museums blühen monumentale, bunt bemalte Bronze-Blumen vor der Kulisse des Kölner Doms.
- Das Herzstück: Eigens für Köln wurde eine immersive Rauminstallation mit einem neuen Infinity Mirror Room konzipiert, die den größten Saal des Museums füllt.
Die Philosophie hinter den Punkten
Was für viele wie ein fröhliches Muster aussieht, entspringt Kusamas tiefster existenzieller Erfahrung.
- Self-Obliteration: Die Punkte (Polka Dots) sind Kusamas Weg, die Grenzen zwischen dem Individuum und dem Universum aufzulösen. Alles verschmilzt zu einem großen Ganzen.
- Heilung durch Kunst: Ihre Halluzinationen aus der Kindheit, in denen sie sich von Mustern überwuchert sah, verarbeitet sie bis heute. Ihre Kunst hilft ihr, Depressionen und Ängste zu überwinden – eine „Lebenskraft“, wie sie selbst sagt.
Stationen eines bewegten Lebens
Die Ausstellung folgt Kusamas Weg aus dem patriarchalischen Nachkriegsjapan in das New York der Flower-Power-Zeit, wo sie mit provokanten Nackt-Happenings gegen den Vietnamkrieg protestierte. Nach ihrer Rückkehr nach Japan 1973 erweiterte sie ihr Schaffen um Literatur und Lyrik, bevor sie in ihren späten Jahren zu den farbenprächtigen Bilderzyklen fand, die heute die Welt begeistern.
Mehr unter: www.museum-ludwig.de




