“My father says I`m chosen / My mother says I`m not” – Caspar Battegay über Leonard Cohens Selbstinszenieruzngen

Der kanadisch-jüdische Poet, Sänger und Songwriter Leonard Cohen inszenierte sich über Jahrzehnte hinweg als eine Figur zwischen Kunst und Spiritualität. Für Cohen war das Schreiben und Singen keine Entscheidung, sondern eine Bestimmung: „I was born like this, I had no choice / I was born with the gift of a golden voice.“ In seinem berühmten „Tower of Song“ zwingen ihn sogar siebenundzwanzig Engel, immer weiter zu komponieren.

Diese Selbstbeschreibung ist nicht nur künstlerisch, sondern auch spirituell aufgeladen. Cohen inszenierte sich als eine Art säkulare Priesterfigur, die zwischen religiösen Anklängen und ironischer Distanz pendelt. So bezeichnete er sich etwa als „Nightingale of the Sinai“ – eine Metapher, die Popkultur und jüdische Kulturgeschichte verbindet.

Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Caspar Battegay widmet sich in seinem Vortrag Cohens komplexen Selbstinszenierungen, die bis heute faszinieren. Battegay, der an der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Universität Basel lehrt, ist Mitherausgeber des Portals geschichtedergegenwart.ch und Autor mehrerer Publikationen, darunter Geschichte der Möglichkeit (2018) sowie Leonard Cohens Stimme (2024).

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