Was macht eine Medaille zum persönlichen Lieblingsstück? Die Staatliche Münzsammlung München präsentiert in Kooperation mit der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft eine Ausstellung der besonderen Art: Privatpersonen öffnen ihre Tresore und zeigen die Highlights ihrer Sammlungen.
Medaillen sind weit mehr als Metallprägungen – sie sind Handgreifreflexe der Geschichte, Kunstwerke im Taschenformat und Ausdruck individueller Leidenschaft. In der aktuellen Schau „Mit Sammleraugen: Die schönste Medaille“ wird deutlich, welche ästhetischen und emotionalen Werte diese Objekte heute verkörpern.
Ein persönlicher Blick auf die Medaillenkunst
Das Besondere an dieser Ausstellung ist der kuratorische Ansatz: Nicht die Institution allein wählte die Stücke aus, sondern Sammlerinnen und Sammler folgten der Einladung, ihre ganz persönlichen Favoriten zu präsentieren.
- 75 Meisterwerke: Die Auswahl umfasst 75 handverlesene Exemplare, die stellvertretend für die Leidenschaft privater Sammler stehen.
- Vielfalt der Epochen: Das Spektrum reicht von den filigranen Porträts der Renaissance über barocke Allegorien bis hin zu modernen, abstrakten Arbeiten zeitgenössischer Medailleure.
- Themenreichtum: Ob historische Ereignisse, berühmte Persönlichkeiten oder rein künstlerische Sujets – die Ausstellung dokumentiert, wie breit gefächert das Interesse heutiger „Sammleraugen“ ist.
Was macht die „schönste“ Medaille aus?
Die Ausstellung lädt die Besucher dazu ein, den Blick der Sammler einzunehmen. Dabei stehen verschiedene Aspekte im Fokus:
- Individuelle Qualität: Die handwerkliche Präzision und der künstlerische Entwurf.
- Materialität: Der Glanz von Edelmetallen oder die Patina von Bronze und Eisen.
- Persönliche Geschichte: Oft ist es nicht nur der materielle Wert, sondern die Provenienz oder eine persönliche Erinnerung, die ein Stück zum Lieblingsstück macht.
Die Bayerische Numismatische Gesellschaft (BNG)
Als Mitveranstalter unterstreicht die BNG mit diesem Projekt die Bedeutung der privaten Sammlertätigkeit für den Erhalt des kulturellen Erbes. Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen privatem Engagement und öffentlicher Präsentation in einer der weltweit bedeutendsten Münzsammlungen.
Mehr unter: www.staatliche-muenzsammlung.de





