Unter dem Motto „Erinnern und Engagieren digital“ beteiligten sich über 100.000 Schüler*innen deutschlandweit am diesjährigen Anne Frank Tag. Der bundesweite Schulaktionstag gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung rückte nicht nur die Erinnerung an den Nationalsozialismus und den Holocaust in den Fokus, sondern stellte auch aktuelle Fragen nach Freiheit, Verantwortung und Zusammenhalt in der Gesellschaft.
Eröffnung an der Anne-Frank-Grundschule Berlin
Die zentrale Auftaktveranstaltung fand an der Anne-Frank-Grundschule in Berlin statt. In kreativen Projekten, Diskussionen und Präsentationen zeigten Schüler*innen ihr Engagement für eine offene, solidarische Gesellschaft. Peer-Guides des Anne Frank Zentrums gaben praxisnahe Einblicke in ihre Bildungsarbeit und demonstrierten, wie inklusive historisch-politische Bildung junge Menschen aktivieren kann.
Ein besonderer Moment war das Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Rozette Kats, die den Schüler*innen eindrucksvoll schilderte, wie wichtig Empathie, Gleichwertigkeit und Respekt für ein friedliches Miteinander sind.
Politische Anerkennung und internationale Perspektive
In ihren Grußworten würdigten Eva Schmierer, Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, sowie Katharina Günther-Wünsch, Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, das Engagement der Schüler*innen. Hester Somsen, Botschafterin des Königreichs der Niederlande, betonte die Relevanz von Anne Franks Vermächtnis für die Gegenwart.
Veronika Nahm, Direktorin des Anne Frank Zentrums, hob hervor, wie wichtig kollektives Lernen und aktives Erinnern für die demokratische Bildung sind – besonders in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung.
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