Alfred Ullrich (*1948 in Schwabmünchen) ist Zeichner, Video- und Aktionskünstler. Als Sohn einer österreichischen Sinteza setzt er sich in seinem Werk mit dem vielschichtigen Verhältnis zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft auseinander.
Eine besondere Werkreihe erinnert an seine Kindheit: Druckgrafiken, die an die Spitzenvorhänge seiner Mutter angelehnt sind. Sie hatte den Holocaust in mehreren Konzentrationslagern überlebt und später mit Spitze gehandelt, um den Lebensunterhalt zu sichern.
Im Interview spricht Ullrich über diese Arbeiten, seine Kindheit im Wien der Nachkriegszeit und seine Aktion „Perlen vor die Säue“ (2000), mit der er vor dem ehemaligen Konzentrationslager Lety (Tschechien) auf die skandalöse Umnutzung des Geländes aufmerksam machte.
Das Gespräch ist Teil der Ausstellung „Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“ (9. April 2025 – 1. März 2026) im Jüdischen Museum München, einer Kooperation mit dem Jüdischen Museum Wien.
Kuratorinnen: Sabine Apostolo, Gabriele Kohlbauer-Fritz (Wien) | Ulrike Heikaus, Yuval Schneider (München)
Interview: Ulrike Heikaus, Yuval Schneider
Fotos: Ausstellungsansicht © Jüdisches Museum München / Eva Jünger; alle weiteren Fotos © Alfred Ullrich / privat
Mehr unter: www.juedisches-museum-muenchen.de





