In dieser Video-Dokumentation des Kunstmuseums St.Gallen gewährt die kolumbianische Künstlerin Delcy Morelos tiefe Einblicke in ihre monumentale Installation „Las formas de la sombra“ (Die Formen des Schattens). Die Ausstellung ist vom 21. März bis zum 12. Juli 2026 in der LOK by Kunstmuseum St.Gallen zu sehen.
Hier ist ein zusammenfassender Überblick über die Kernthemen des Videos für dein Magazin:
Die Herkunft der Inspiration
Delcy Morelos stammt aus Tierraalta, Kolumbien. Ihr künstlerisches Schaffen ist tief in ihrer Familiengeschichte verwurzelt. Von ihrer Großmutter, Mutter und Urgroßmutter lernte sie die Liebe zur Erde und das „Zuhören gegenüber allem Weiblichen“.
Das Konzept: Die Macht des Schattens
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die Lebenskraft, die im Verborgenen wirkt. Morelos beschreibt den Schatten als einen Raum, der das Wesentliche hütet:
- Ort der Entstehung: Im Schatten des Mutterleibs entstehen wir Menschen; im Schatten der Erde keimen die Samen.
- Reich der Tiefe: Während wir meist nur die Oberfläche der Dinge wahrnehmen, geschieht das eigentliche Leben in der Tiefe – im „Reich des Schattens“.
- Vereinigung: Der Schatten verhüllt Farben und Unterschiede und schafft so eine einheitliche, verbindende Erfahrung.
Die Installation: Erde als Material
Die gewaltige Arbeit in der LOK besteht aus Erde, einem Material, das für Morelos sowohl Ursprung als auch Ziel alles Lebendigen ist. Die Berge tragen Mineralien in sich, die das Leben an der Oberfläche nähren. Ihre Arbeitsweise beschreibt sie als einen intuitiven Prozess: „Ich höre darauf und handle, was mir die Erde sagt, was ich tun soll“.
Vergänglichkeit und Wandel
Ein zentraler Aspekt ihrer Werke ist die Transitionalität. Nichts in ihrer Installation ist für die Ewigkeit gedacht, was die menschliche Existenz widerspiegelt:
- Alles ist im ständigen Wandel und löst sich mit der Zeit auf.
- „Was heute lebendig ist, wird morgen tot sein, und was heute tot ist, wird morgen lebendig sein“.
Die Künstlerin lädt die Besuchenden ein, eine stille, friedliche und doch tiefgründige Erfahrung zu machen und die Verbundenheit mit der Erde neu zu spüren.
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