
© Museum der bildenden Künste Leipzig
Zum 200. Geburtstag von Arnold Böcklin widmet die Alte Nationalgalerie dem Symbolisten eine große Schau. Das Highlight: Alle vier noch erhaltenen Versionen der weltberühmten „Toteninsel” – aus Basel, Berlin, Leipzig und New York – werden erstmals gemeinsam gezeigt.
Ein historisches Zusammentreffen
Es ist ein Ereignis, das es so wahrscheinlich nie wieder geben wird: Vom 19. März bis 1. August 2027 zeigt die Alte Nationalgalerie in Berlin rund 150 Werke von Arnold Böcklin. Im Mittelpunkt steht das berühmteste Motiv des Malers: die „Toteninsel”. Fünf Versionen schuf Böcklin zwischen 1880 und 1886, doch nur vier haben die Zeit überdauert – die fünfte fiel dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Diese vier verbliebenen Meisterwerke aus Basel, Berlin, Leipzig und New York werden nun erstmals an einem Ort vereint. Selbst Böcklin selbst hat seine eigenen Versionen nie zusammen gesehen.
Warum diese Zusammenführung so besonders ist
Drei der vier Werke verlassen ihre Heimatmuseen nur äußerst selten und ausschließlich für diesen Anlass. Die Zusammenführung ermöglicht es erstmals, die Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und den Entstehungskontext des Motivs direkt zu vergleichen. Warum wurde dieses eine Bild zu einer der wichtigsten Ikone des 19. Jahrhunderts? Und wie hat es die Kunstgeschichte bis heute geprägt? Die Ausstellung widmet sich diesen Fragen und beleuchtet die komplexe Rezeptionsgeschichte des Werks.
Maler, Bildhauer, Erfinder: Wer war Arnold Böcklin?
Arnold Böcklin (1827–1901) war weit mehr als nur der Schöpfer der „Toteninsel”. Geboren in Basel, gestorben in Fiesole in Italien, war er einer der bedeutendsten Künstler des Symbolismus. Sein Werk umfasst leuchtende Farben, Fabelwesen, unheimliche und fantastische Landschaften sowie eindringliche Bildnisse. Er war nicht nur Maler, sondern auch Bildhauer und Erfinder – eine vielseitige Künstlerpersönlichkeit, die das 19. Jahrhundert wie kaum ein anderer mitprägte.
Von Berlin über Basel nach New York
Die Ausstellung „Böcklin. Jenseits des Mythos” ist eine Kooperation zwischen der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und dem Kunstmuseum Basel, das die Schau initiiert hat. Nach dem Ende in Berlin zieht die Ausstellung ins Kunstmuseum Basel weiter. Im Anschluss daran werden die vier „Toteninseln” für eine kleine Präsentation sogar noch im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen sein. Ermöglicht wird das alles durch die FREUNDE der Nationalgalerie.
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