Gießen, Treiben, Schmieden: Metallverarbeitung im Alten Ägypten – Vortrag von Sonia Focke im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst

Kupfer war einer der wichtigsten Werkstoffe im Alten Ägypten. Die Entwicklung von Techniken zur Gewinnung, Verarbeitung und Bearbeitung des Metalls veränderte den Alltag und schuf neue Möglichkeiten für Handwerk, Bauwesen und Kunst.

Der Vortrag „Gießen, Treiben, Schmieden – Metallverarbeitung im Alten Ägypten“ von Sonia Focke nimmt die Geschichte dieses faszinierenden Werkstoffs in den Blick. Die Aufzeichnung entstand im Rahmen der Vortragsreihe „Material & Technik“ im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst.

Vom Kupfererz zum fertigen Werkstück

Die Geschichte des ägyptischen Kupfers beginnt bereits beim Abbau des Erzes. Ein wichtiger Ausgangspunkt waren die Kupfervorkommen auf der Sinai-Halbinsel.

Von dort führt der Weg des Materials über die Aufbereitung und Verarbeitung bis zum fertigen Gegenstand. Der Vortrag zeigt, welche Arbeitsschritte notwendig waren, um aus dem Rohstoff Werkzeuge, Waffen, Geräte und Kunstwerke herzustellen.

Kupfer als Grundlage für monumentale Bauwerke

Die Beherrschung der Metallverarbeitung eröffnete den Menschen im Alten Ägypten neue technische Möglichkeiten. Werkzeuge aus Kupfer und seinen Legierungen spielten eine wichtige Rolle bei zahlreichen handwerklichen Arbeiten.

Damit steht die Entwicklung der Metallurgie auch in Zusammenhang mit den großen Bauleistungen des Alten Ägypten. Die Fähigkeit, Werkstoffe gezielt zu bearbeiten und leistungsfähige Werkzeuge herzustellen, war eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung komplexer Bauprojekte.

Gießen, Treiben und Schmieden

Sonia Focke erläutert unterschiedliche Verfahren der Metallverarbeitung und zeigt, wie sich die Eigenschaften des Materials durch verschiedene Techniken nutzen ließen.

Beim Gießen wurde geschmolzenes Metall in Formen gebracht. Beim Treiben und Schmieden konnten Werkstücke durch gezielte Bearbeitung in ihre gewünschte Form gebracht werden.

Auch die Herstellung von Legierungen spielte eine wichtige Rolle. Durch die Verbindung verschiedener Metalle ließen sich die Eigenschaften des Werkstoffs gezielt verändern.

Werkzeuge, Waffen und Statuen

Die Metallverarbeitung beschränkte sich nicht auf praktische Gebrauchsgegenstände. Kupfer und seine Legierungen wurden auch für Waffen, Geräte und künstlerische Arbeiten eingesetzt.

Der Vortrag macht deutlich, wie eng Material, Technik und Kulturgeschichte miteinander verbunden sind. Die erhaltenen Objekte geben dabei nicht nur Auskunft über handwerkliches Können, sondern auch über die technischen Kenntnisse und gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Entstehungszeit.

Materialgeschichte als Zugang zur ägyptischen Kultur

Die Vortragsreihe „Material & Technik“ richtet den Blick auf die Werkstoffe und Herstellungstechniken hinter historischen Objekten.

„Gießen, Treiben, Schmieden“ zeigt am Beispiel des Kupfers, wie aus einem Rohstoff durch Wissen, Erfahrung und handwerkliche Techniken Gegenstände entstehen, die bis heute von der technischen und kulturellen Entwicklung des Alten Ägypten erzählen.

Die Aufzeichnung des Vortrags von Sonia Focke bietet damit einen detaillierten Einblick in die Metallverarbeitung im Alten Ägypten – von den Kupferminen auf dem Sinai bis zum kunstvoll gefertigten Werkstück.

Mehr unter: smaek.de

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