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Mit leuchtenden Farbklängen hat Carl Gustav Carus die Eindrücke seines Aufenthaltes in Neapel in diesem Gemälde festgehalten. Das Zimmer gewährt Ausblick auf die vom Nachmittagslicht golden umglänzte Hafenbucht mit Booten und das Castell D’Ovo, am Horizont erscheint die bläuliche Silhouette der Insel Ischia. Im schattigen Innenraum herrscht Stille. Als einziger sichtbarer Gegenstand lehnt am Türrahmen des Balkonzimmers eine Gitarre. Sie deutet auf den Gesang der Fischer hin, der abends im Hafen erklingt. Mit dem Fensterausblick griff Carus auf ein romantisches Sehnsuchtsmotiv zurück: Der gegenständlichen greifbaren Welt des Vordergrundes ist die Aussicht in die Ferne, ins Weite gegenübergestellt.
Mehr Informationen: https://www.freunde-der-nationalgalerie.de/de/projekte/ankaeufe/1992/carus.html
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Film: bboxxFILME
Berlin, Deutschland, Freunde der Nationalgalerie
Birgit Verwiebe über “Balkon in Neapel” von Carl Gustav Carus
21. Oktober 2020
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