Architektur, Geist und Transformation: Das Marta Herford Programm 2026

© Marta Herford, Foto: Besim Mazhiqi

Das Marta Herford präsentiert für 2026 ein ambitioniertes Programm, das die DNA des Hauses – die Verbindung von Kunst und Architektur – feiert und zugleich neue Wege der Teilhabe beschreitet. Ein besonderer emotionaler und fachlicher Schwerpunkt liegt im Sommer auf dem Erbe von Frank Gehry, dem Schöpfer des Museumsbauwerks, der am 5. Dezember 2025 verstarb.

Hier sind die zentralen Ausstellungen und Projekte für das Jahr 2026:

Highlight: „Mindset Los Angeles“

Im Sommer 2026 wird das gesamte Museumsgebäude zur Hommage an den Geist der Westküste und Frank Gehrys Wurzeln.

  • Frank Gehry und die Cool School (27.6.2026 – 10.1.2027): Die Schau in den Gehry-Galerien beleuchtet erstmals tiefgreifend, wie die Kunstszene von L.A. in den 1960er Jahren – die sogenannte „Cool School“ – Gehrys revolutionäre Architektur prägte. Mit Werken von Ed Ruscha, Richard Serra und Gehry selbst zeigt die Ausstellung den Dialog zwischen Materialexperimenten und architektonischer Freiheit.
  • Werke aus der Sammlung Schürmann (27.6. – 8.11.2026): Im Obergeschoss wird dieses Mindset mit Positionen der 1990er- und 2000er-Jahre (u.a. Jason Rhoades, Sam Durant) in die Gegenwart fortgeschrieben.

Natur und Materie im Dialog

  • Katinka Bock & Lois Weinberger (7.2. – 7.6.2026): Unter dem Titel „Kartografien des Wachstums“ treffen Weinbergers „Unkräuter“ und archäologische Spuren auf Katinka Bocks poetische Installationen. Die Kunstwerke nutzen natürliche Prozesse und wachsen buchstäblich aus den Galerien in den Außenraum des Museums hinaus.

Preise für die junge und etablierte Generation

  • Ars viva-Preis 2026 (14.3. – 25.5.2026): Das Marta ist erste Station für den renommierten Preis. Die Träger*innen Ryan Cullen, Nazanin Noori und Prateek Vijan präsentieren Arbeiten zu politischen Strukturen, multisensorischen Klangwelten und gesellschaftlichen Barrieren.
  • Kerstin Brätsch: Marta-Preis (28.11.2026 – 28.2.2027): Die international gefeierte Malerin Kerstin Brätsch erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Wemhöner Stiftung. Ihre farbintensiven Installationen untersuchen Malerei im Zeitalter der Postdigitalität.

Marta HOCH 2: Fokus auf die junge Generation

Der „Dritte Ort“ im 2. Obergeschoss festigt seine Rolle als Raum für Vielfalt:

  • Kinder- und Jugend-Festival (9.6. – 21.6.2026): Während des großen Ausstellungsumbaus wird das Museum zum Labor. In einem partizipativen Festival gestalten junge Menschen das Programm aktiv mit, die Ergebnisse werden anschließend im Forum und Atelier präsentiert.

Terminübersicht 2026

ZeitraumAusstellung / ProjektOrt
07.02. – 07.06.Katinka Bock & Lois WeinbergerGehry-Galerien
14.03. – 25.05.ars viva-Preis 2026Lippold-Galerie
09.06. – 21.06.Kinder- & Jugend-FestivalMarta HOCH 2 / Forum
27.06. – 10.01.27Mindset Los Angeles (Gehry/Cool School)Gehry-Galerien
28.11. – 28.02.27Kerstin Brätsch (Marta-Preis)Lippold-Galerie

Mehr unter: marta-herford.de

Eine Frau steht im Museum. Die Tafeln im Hintergrund sind unscharf. Auf dem Bild steht: Barrierefrei kommunizieren im Museum mit Leichten Bildern. Expertenwissen kompakt. Workshop am 23. Septemner 9 - 11 Uhr
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