om 11. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026 widmet die Kunsthalle Bremen dem Schweizer Bildhauer und Maler Alberto Giacometti (1901–1966) eine große Retrospektive. Unter dem Titel „Das Maß der Welt“ entsteht in Zusammenarbeit mit der Fondation Giacometti, Paris, die erste umfassende Giacometti-Ausstellung in Deutschland seit zehn Jahren.
Im Zentrum der Schau steht erstmals Giacomettis intensive Auseinandersetzung mit Landschaften und deren Einfluss auf seine berühmten Figuren. Giacometti entwickelte ein System von Analogien: Bäume erschienen ihm wie stehende Frauen, Steine wie Köpfe. Selbst nach Jahrzehnten in Paris kehrte er gedanklich immer wieder in die Bergwelt seiner Jugend zurück. Die Ausstellung zeigt, wie stark die deutsche Romantik und Künstler wie Ferdinand Hodler seine Bildwelt prägten.
Rund 100 Werke aus dem Bestand der Fondation Giacometti, ergänzt durch ausgewählte Stücke aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen, geben einen breiten Überblick über sein Schaffen: von den frühen Arbeiten und surrealistischen Experimenten bis hin zu den ikonischen, schlanken Figuren der Nachkriegszeit. Neben Skulpturen werden Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Dokumente präsentiert – darunter auch bislang unveröffentlichte Werke und überraschende Gegenüberstellungen.
Begleitend zur Ausstellung gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm:
- Sonntags-Matinée (11:30–13 Uhr) mit Vorträgen u. a. zu Giacomettis Verhältnis zur Romantik (26.10.2025), zu seiner Künstlerfamilie (23.11.2025), zu seiner Rezeption in Paris (11.1.2026) und seiner einzigartigen Sichtweise (8.2.2026).
- Dienstags-Soirée mit Seminaren, Diskussionen und Musik: etwa zur philosophischen Frage nach dem Menschen (9.12.2025), zur psychoanalytischen Deutung der Stehenden (27.1.2026) oder mit einer musikalischen Annäherung (Sinfonia Concertante, 10.2.2026).
Kuratiert wird die Ausstellung von Eva Fischer-Hausdorf (Kunsthalle Bremen) und Hugo Daniel (Fondation Giacometti).
Mehr unter: kunsthalle-bremen.de






