Über ein halbes Jahrhundert künstlerisches Schaffen – und doch blieb ein großer Teil davon verborgen. Eine Retrospektive in der Städtischen Galerie Dresden hebt nun einen lang gehüteten Schatz.
Er ist in Dresden präsent, seine Skulpturen im Stadtbild bekannt – und dennoch war ein wesentlicher Teil seines Werkes bislang kaum öffentlich zu sehen. Peter Makolies, 1936 in Königsberg geboren und seit Jahrzehnten in Dresden verwurzelt, erhält in der Städtischen Galerie Dresden nun die erste große Retrospektive seines Lebens. Erstmals werden Malerei, Zeichnungen und Skulpturen gemeinsam der Öffentlichkeit vorgestellt – ein ganzes Künstlerleben, das in seiner Vollständigkeit überrascht und beeindruckt.
Makolies’ Weg zur Kunst beginnt ungewöhnlich: 1953 tritt er eine Steinmetzlehre in der Dresdner Zwingerbauhütte an, besucht parallel Zeichenkurse an der Volkshochschule und findet bald Anschluss an einen der faszinierendsten Künstlerkreise der DDR. Gemeinsam mit Winfried Direske, Peter Graf, Peter Herrmann und Ralf Winkler – dem späteren A.R. Penck – bildet er einen Kreis um den Maler und Filmemacher Jürgen Böttcher, bekannt als Strawalde. Nach der Meisterprüfung als Steinbildhauer 1964 arbeitet Makolies seit 1966 freischaffend in Dresden.
Was nun in der Retrospektive sichtbar wird, ist ein doppeltes Werk: der bekannte, im Stadtraum präsente Bildhauer – und daneben ein bisher verborgener Schatz an Gemälden und Zeichnungen, der über Jahrzehnte im Stillen entstanden ist. Gemeinsam ergeben sie das Bild eines originären, überaus kreativen Künstlers, dessen Schaffen auch die Folgegenerationen inspiriert hat.
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