Felder: Overbeck Museum entdeckt ein unscheinbares Motiv neu

Rechteckig, eintönig, endlos – Felder gelten nicht gerade als malerisches Traumsujet. Eine neue Sonderausstellung im Overbeck Museum zeigt, wie Fritz und Hermine Overbeck aus diesem schlichten Motiv ein Werk von grenzenloser Vielfalt schufen.

„Landwirtschaft statt Landschaft” – mit diesem scheinbar nüchternen Befund eröffnete Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi am 14. Juni 2026 die Sonderausstellung „Felder”. Und schon in diesem Satz steckt die Ironie, die das Herzstück der Schau ausmacht: Was auf den ersten Blick banal wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als künstlerisch unerschöpflich.

Fritz und Hermine Overbeck, zwei der bedeutenden Stimmen der Worpsweder Künstlerkolonie, kehrten immer wieder zu denselben Motiven zurück: den weiten, flachen Feldern rund um Worpswede und Bremen, leere Flächen unter hohem Himmel, vom Menschen geformt und doch der Natur überlassen. In wechselndem Licht, wechselnden Jahreszeiten, wechselnden Stimmungen malten sie diese Landschaften – und schufen dabei ein Werk, das in seiner Gesamtschau eine erstaunliche Wahrheit offenbart: Monokultur ist nicht gleich Eintönigkeit. Das scheinbar unspektakuläre Motiv birgt einen grenzenlosen Variantenreichtum.

Die Ausstellung lädt dazu ein, den Blick zu schulen – und zu entdecken, was sehen bedeutet, wenn man wirklich hinschaut.

Mehr unter: overbeck-museum.de/

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