Das Museum Wiesbaden öffnet seine Türen für eine aussergewöhnliche Ausstellung. Unter dem Titel „GIFT – Tödliche Gaben“ beleuchtet das Haus eine der wirkungsvollsten Überlebensstrategien der Natur und deren ambivalente Rolle in der menschlichen Kulturgeschichte.
Ob in der Tierwelt, bei Pflanzen, Pilzen oder Bakterien – Gifte sind in der Natur allgegenwärtig und sichern oft das Überleben. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Natur ihre chemischen Waffen einsetzt.
Tarnung und Warnung in der Natur
Die Schau präsentiert eine beeindruckende Bandbreite an Exponaten:
- Farbige Warnsignale: Viele Organismen signalisieren ihre Gefährlichkeit durch leuchtende Farben, wie etwa der markante Feuersalamander oder knallgelbe Giftfrösche.
- Die unsichtbare Gefahr: Andere Tiere sehen täuschend harmlos aus. Ein Beispiel ist der Plumplori, dem man seine Giftigkeit auf den ersten Blick gar nicht ansieht.
- Vielfalt der Arten: Von der majestätischen Kobra über den gefährlichen Komodowaran bis hin zu giftigen Quallen und Pilzen wie dem Fliegenpilz oder dem tödlichen Knollenblätterpilz deckt die Ausstellung alle Bereiche ab.
Gift in der Kulturgeschichte
Die Kuratorin Katriina Ott führt durch die Abteilung, die den menschlichen Umgang mit Toxinen beleuchtet.
- Medizin und Rausch: Gifte dienten der Menschheit seit jeher als Heilmittel in der Medizin oder als Rauschmittel.
- Die dunkle Seite: Die Ausstellung verschweigt auch die Nutzung von Giften als gefährliche Waffen nicht.
Interaktives Erlebnis für die ganze Familie
Besonders für Kinder bietet „GIFT – Tödliche Gaben“ ein spannendes Programm:
- Rätseln und Knobeln: An digitalen Stationen können Besucher interaktiv lernen, welche Wirkung bestimmte Pflanzen wie der Fingerhut beim Verschlucken oder Berühren haben.
- Begreifen im wahrsten Sinne: Viele Exponate sind so konzipiert, dass sie angefasst werden dürfen, was die Welt der Gifte im wahrsten Sinne des Wortes be-greifbar macht.
Ein Besuch im Museum Wiesbaden verspricht faszinierende Einblicke – ganz ohne Risiken, aber mit garantierter „Nebenwirkung“: einer neuen Perspektive auf die Wunder der Natur.
Mehr unter: museum-wiesbaden.de




