Ian Waelder über seine Werke in der Ausstellung “Aus heiterem Himmel. Förderstipendien 2023/2024” in der Kunststiftung DZ BANK

In diesem Video der Kunststiftung DZ BANK spricht der Künstler Ian Waelder über seine Werke in der Ausstellung „Aus heiterem Himmel. Förderstipendien 2023/2024“.

Hier sind die zentralen Aspekte seiner künstlerischen Arbeit und der persönlichen Geschichte dahinter:

  • Familiengeschichte und Recherche: Waelders Arbeit ist tief in seiner Familiengeschichte verwurzelt. Sein Großvater stammte aus Stuttgart und war das einzige Familienmitglied, dem die Flucht vor dem Nazi-Regime gelang. Durch die Zusammenarbeit mit einem Historiker erfuhr Waelder Details über seine Urgroßeltern, die seinem Vater zuvor unbekannt waren, wie etwa den Verkauf eines Autos weit unter Wert, um die Flucht nach Chile zu finanzieren.
  • Klangarbeit und Erinnerung: Ein zentrales Element ist ein Kassettenband mit einer Klavierimprovisation seines Großvaters. Waelder begann, diese Melodie im Alltag selbst zu pfeifen und bemerkte das emotionale Gewicht, das sie trug. In der Ausstellung ist ein Stück zu hören, in dem er versucht, diese Melodie aus dem Gedächtnis zu pfeifen, was in einem Loop mündet.
  • Skulptur und Raum: Er präsentiert eine Skulptur – einen Holzblock –, die sich im „Limbo“ zwischen Alltagsgegenstand (Möbeldesign) und minimalistischer Kunst bewegt. Das Werk soll den Raum physisch „blockieren“, weshalb es nah an der Tür platziert wurde.
  • Perspektive des Betrachters: Waelder betont, dass der Betrachter nicht zwangsläufig die gesamte Hintergrundgeschichte kennen muss. Die Bedeutung der Werke soll unterschwellig spürbar sein, ohne dass beim ersten Besuch sofort das „ganze Bild“ erfasst werden muss.

Das Video zeigt, wie Waelder Themen wie Vertreibung, Migration und das „Nicht-Geschriebene“ durch verschiedene Medien wie Klang, Skulptur und Fotografie verarbeitet.

Mehr unter: kunststiftungdzbank.de

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