Jüdisches Museum Berlin: „Deine Tour durchs Museum“ – Exklusive App-Führung mit Die Zweiflers-Star Leo Altaras

Das Jüdische Museum Berlin (JMB) startet ein neues, kostenfreies Angebot für Jugendliche. Der interaktive Mediaguide „Junge Perspektiven“ macht die Dauerausstellung zur eigenständigen Entdeckungsreise – geführt von einem prominenten jungen Schauspieler.

„Jugendliche sollen nach dem Hören nicht mehr an ihren Geschichtsunterricht denken, wenn sie von Juden hören, sondern an uns – junge Berliner Juden“, fasst ein Jugendlicher aus dem Projektteam das Ziel zusammen.

Das Jüdische Museum Berlin erfüllt diesen Anspruch mit dem neuen Angebot „Junge Perspektiven – Deine Tour durchs Museum“. Über die JMB App lädt das Haus junge Besucher*innen ein, jüdische Geschichte und Gegenwart auf eigene Faust zu erkunden – mit Freund*innen, Familie oder der Schulklasse.

Mit Leo Altaras auf Augenhöhe

Als prominente Erzählstimme für die rund einstündige Tour konnte Leo Altaras gewonnen werden, bekannt aus der preisgekrönten Fernsehserie Die Zweiflers. Er führt die Nutzer*innen durch zehn abwechslungsreiche Stationen, die konsequent aus dem Blickwinkel von Jugendlichen erzählt werden.

Die Tour startet mit der raumfüllenden Videoinstallation Drummerrsss und spannt einen Bogen, der die ganze Vielfalt jüdischen Lebens abbildet:

  • Gegenwart: Jüdische Religion und Tradition im Alltag heutiger Teenager.
  • Geschichte: Begegnungen mit jungen Jüdinnen wie Henriette Herz und Anne Frank.
  • NS-Zeit: Die Verfolgung, veranschaulicht durch das Schicksal von Paul Kuttner, der mit einem Kindertransport gerettet wurde.
  • Nach 1989: Die Herausforderungen der sogenannten Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion.

Quiz, Diskussion und persönliche Stimmen

Der Guide ist bewusst interaktiv gestaltet. Jede Station bietet vier unterschiedliche Zugänge, die zum Mitmachen und Nachdenken anregen:

  • Worum geht’s?: Vermittelt zentrale Fakten (Text, Audio, Video).
  • Du bist dran!: Lädt mit Quizzen, Spielen und kreativen Aufgaben ein.
  • Ganz persönlich!: Bietet Interviews und historische Zeugnisse junger jüdischer Berliner*innen.
  • Was denkst du?: Regt direkt zum Nachdenken und Diskutieren an.

Das kostenfreie Angebot, das dank frei verfügbarem WLAN vor Ort unkompliziert mit dem eigenen Smartphone genutzt werden kann, ist eine attraktive Alternative zu klassischen Führungen und ein wichtiger Schritt, um jüdische Gegenwart in Deutschland für junge Menschen persönlich erfahrbar zu machen.

Das Projekt wurde mit Mitteln der Friede Springer Stiftung und der Michael Otto Stiftung unterstützt.

Mehr zum Jüdischen Museum unter: jmberlin.de

Museumskalender

Bild mit der Aufschrift "Museumsnachrichten". Link zu den Nachrichtentexten auf museumsfernsehen.de

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