Die Einheit ist eine Baustelle – Diskussion zur Filmpremiere im DDR Museum

Im DDR Museum Berlin fand die Premiere des Dokumentarfilms „Die Einheit ist eine Baustelle“ von Jens Becker und Dietmar Ratsch statt. Der Film begleitet die lange, teils hitzig geführte Entstehungsgeschichte des Freiheits- und Einheitsdenkmals vor dem Berliner Humboldt Forum und beleuchtet die politischen, architektonischen und gesellschaftlichen Debatten rund um das Projekt.

Im Mittelpunkt steht der prämierte Entwurf „Bürger in Bewegung“ des Architekturbüros Milla & Partner, der sinnbildlich für das Spannungsverhältnis zwischen demokratischem Ideal und öffentlicher Realität steht. Die Regisseure dokumentieren den schwierigen Weg von der Idee bis zur geplanten Umsetzung – ein Prozess, der sich über Jahre hinzog und exemplarisch für den Umgang mit deutscher Erinnerungskultur steht.

Nach der Filmvorführung diskutierten Jens Becker und Dietmar Ratsch gemeinsam mit dem Publikum über die Herausforderungen der Produktion. Becker schilderte die aufwendige Recherchearbeit und die filmische Gratwanderung zwischen Dokumentation und Zeitkommentar. Eine Einführung von Dr. Stefan Wolle, dem wissenschaftlichen Leiter des DDR Museum, ordnete das Denkmal historisch und erinnerungspolitisch ein und verdeutlichte, wie stark das Thema Einheit auch heute noch Emotionen und Kontroversen auslöst.

Aus rechtlichen Gründen kann der Film nicht auf YouTube gezeigt werden, ist jedoch in der ARD Mediathek abrufbar.

Mehr unter: ddr-museum.de

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