
(P)Ostkolonialismus: Das Pilecki-Institut eröffnet 2026 mit globaler Perspektive auf Ostmitteleuropa
23. Januar | 18:00
Der Postkolonialismus ist eine Theorie in Bewegung – und das Pilecki-Institut Berlin setzt sich 2026 an die Spitze dieser Debatte. Zum Auftakt des neuen Jahres präsentiert das Institut am 23. Januar ein wegweisendes Standardwerk, das den Blick auf Machtasymmetrien und globale Verflechtungen radikal erweitert.
Im Zentrum steht die Frage: Wie lassen sich postkoloniale Denkschulen auf Polen und Ostmitteleuropa anwenden?
Buchpräsentation: Postcolonial Studies in globaler Perspektive
Mit der Vorstellung des Buches „Postcolonial Studies. Einführung in globaler Perspektive“ von Dirk Uffelmann und Paweł Zajas liefert das Institut eine analytische Grundlage für eine der aktuell meistdiskutierten Theorien der Geisteswissenschaften. Das Werk entstand im Rahmen des Stipendienprogramms „(P)Ostkolonialismus“ und schließt eine entscheidende Lücke.
- Globaler Anspruch: Erstmals bezieht eine literaturwissenschaftliche Einführung Beiträge von allen Kontinenten ein – von lateinamerikanischer Dekolonialität bis hin zu südasiatischen Kulturtheorien.
- Fokus Ostmitteleuropa: Das Buch beleuchtet explizit innereuropäische Kolonialismen von Russland bis Bosnien und ordnet aktuelle Debatten, wie etwa die ukrainischen Dekolonisierungsbemühungen, in einen weltweiten Kontext ein.
- Aktualität: Auch hochemotional diskutierte Themen wie die Windhuk-Auschwitz-Debatte oder die Israel-Gaza-Kontroverse werden systematisch aufbereitet.
(P)OSTKOLONIALISMUS-Playlist 2024
Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe
Die Buchpräsentation am Pariser Platz ist mehr als nur ein Einzeltermin. Sie markiert den Startschuss für eine neue Reihe, die das große öffentliche Interesse an der (P)ostkolonialismus-Konferenz von 2024 aufgreift. Ziel ist es, die Geschichte Polens und seiner Nachbarn durch die Linse globaler Machtverhältnisse neu zu bewerten.
Die Experten am Podium
Am 23. Januar diskutieren die Autoren persönlich über die Herausforderungen ihres Mammutprojekts:
- Prof. Dirk Uffelmann (Universität Gießen): Spezialist für slavische Literaturwissenschaft mit Schwerpunkten in polnischer, russischer und ukrainischer Kulturgeschichte.
- Prof. Paweł Zajas (Universität Posen): Experte für transnationalen Kulturtransfer sowie niederländische und südafrikanische Studien.
Moderiert wird der Abend von Lukas Wieczorek. Die Diskussion findet auf Deutsch statt, für das internationale Publikum wird eine Simultanübersetzung ins Englische angeboten.
