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Paul Celan – Schwellenjahr 1955
23. November 2025 | 11:00
Mit Bertrand Badiou, Dorit Krusche und Lorenz Wesemann
Am 23. November jährt sich der Geburtstag Paul Celans zum 105. Mal – ein Anlass, der den Blick zurück auf ein Schlüsseljahr im Leben des bedeutenden Lyrikers lenkt. 1955 markiert eine Phase tiefgreifender persönlicher und künstlerischer Veränderungen: Celans Sohn Eric kommt zur Welt, und der Dichter erhält die französische Staatsbürgerschaft. Gleichzeitig erscheint bei der Deutschen Verlagsanstalt (DVA) sein zweiter Gedichtband Von Schwelle zu Schwelle. Das Werk gilt als entscheidender Schritt in Celans Entwicklung und lässt jenen unverwechselbaren lyrischen Ton erkennen, der seine späteren Bände prägen sollte. Zudem rückt Celan darin deutlicher als politischer Dichter in den Fokus.
In einer aktuellen Veranstaltung stellt Bertrand Badiou seine neu erschienene Bildbiografie über Paul Celan vor. Gemeinsam mit Dorit Krusche und Lorenz Wesemann richtet er anschließend den Blick auf bislang wenig beachtete Dokumente aus dem Jahr 1955 – aus Celans persönlichem Nachlass ebenso wie aus dem Archiv der DVA. Zum Abschluss wird auf die jüngsten Neuzugänge im Nachlass des Dichters im Deutschen Literaturarchiv (DLA) eingegangen, die neue Einblicke in Leben und Werk ermöglichen.
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