
Leben und Sterben im Amphitheater der Stadt Augusta Treverorum
19. Februar | 18:00
Ein Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“
Dr. Karl-Uwe Mahler führt durch eine Geschichte von architektonischem Prunk und dem harten Alltag der Gladiatoren.
Als im 2. Jahrhundert n. Chr. die große Ausbauphase des römischen Trier mit dem Bau des Amphitheaters und der Stadtmauer endete, entstand ein Monument für die Ewigkeit. Über Jahrhunderte blieb die Arena der wichtigste Anziehungspunkt für die Bewohner von Augusta Treverorum. Doch was geschah wirklich im Sand der Arena und in den dunklen Gängen darunter?
Ein Spiegel der kaiserlichen Residenz
Dr. Karl-Uwe Mahler, Leiter der Stabsstelle Römerbauten und Experte für das UNESCO-Welterbe, beleuchtet das Amphitheater nicht nur als Ruine, sondern als lebendigen Funktionsbau:
- Architektonische Glanzleistung: Wie fügte sich der Bau in das Stadtbild ein und warum blieb er auch dann noch zentral, als Trier später zur prachtvollen Kaiserresidenz aufstieg?
- Das Publikum: Wer saß auf den Rängen? Der Vortrag zeigt auf, wie sehr das Stadion den Alltag der Trierer Bürger prägte – ein Ort, an dem man „viel Zeit verbrachte“.
- Funde und Befunde: Archäologische Entdeckungen der letzten Jahrzehnte erlauben heute präzise Rückschlüsse auf die Organisation der Spiele und die technische Ausstattung der Arena.

Zwischen Heldenverehrung und Tod
Im Rahmen der Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ fokussiert sich dieser Abend speziell auf das Schicksal derer, die im Zentrum der Aufmerksamkeit standen. „Leben und Sterben“ ist hier wörtlich zu nehmen: Die archäologischen Zeugnisse berichten von den blutigen Realitäten des Kampfes, aber auch vom sozialen Status und der Verehrung der Kämpfer in der Provinzmetropole.
Ein Muss für alle, die das römische Erbe Triers jenseits der bekannten Postkartenmotive entdecken wollen.

