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Filmmatinee “Das kostbarste aller Güter” | Jüdisches Museum Westfalen

25. Januar | 11:00 13:00

Am 25. Januar 2026 zeigt das Central Kino Center in Dorsten den Animationsfilm „Das kostbarste aller Güter“ (Originaltitel: La plus précieuse des marchandises). Der Film von Michel Hazanavicius thematisiert die Gräuel der Schoa aus einer poetischen, aber unnachgiebigen Perspektive.

Die Handlung führt in den Winter 1943 im besetzten Polen. Im Zentrum steht die Frau eines armen Holzfällers, die an den Bahngleisen ein im Schnee ausgesetztes Baby entdeckt. Das Kind war in einem Moment purer Verzweiflung aus einem der Deportationszüge geworfen worden, die zu dieser Zeit Menschen in das Vernichtungslager Auschwitz transportierten.

Zwischen Menschlichkeit und Grausamkeit

Trotz ihrer prekären Lebenssituation entscheidet sich die kinderlose Frau, das jüdische Mädchen bei sich aufzunehmen. Diese Entscheidung bleibt nicht ohne Folgen: In einer Zeit, die von tiefstem Hass und existenzieller Not geprägt ist, löst die Anwesenheit des Kindes bei den Mitmenschen höchst gegensätzliche Reaktionen aus.

Der Film nutzt die Form des Märchens, um das „Beste und das Schlimmste“ im Menschen offenzulegen. Er kontrastiert die bedingungslose Nächstenliebe des Holzfäller-Ehepaars mit der systemischen Grausamkeit des Holocausts.

Ein neues Genre der Erinnerungskultur

„Das kostbarste aller Güter“ bricht mit klassischen Sehgewohnheiten zum Thema Holocaust. Durch die ästhetisierte Form der Animation gelingt es dem Werk, die Ungeheuerlichkeit der Geschichte greifbar zu machen, ohne dabei an historischer Ernsthaftigkeit einzubüßen. Es ist ein zutiefst bewegender Beitrag über Hoffnung inmitten der Vernichtung.

Mehr unter: www.jmw-dorsten.de