
Erster Kontakt: Sind wir bereit für die größte Entdeckung aller Zeiten?
24. März | 19:00
Die Frage nach außerirdischem Leben ist längst kein reines Hollywood-Szenario mehr. Während Teleskope immer tiefer in das All blicken, rückt die reale Chance auf einen Fund näher. Am 24. März 2026 lädt das Deutsche Museum in Nürnberg zum „Zukunftsplausch“, um über die Grenzen zwischen Science-Fiction und astrophysikalischer Realität zu debattieren.
Ist die Stille des Weltalls ein Zeichen von Einsamkeit oder nur das Ergebnis unserer bisherigen technischen Taubheit? Ob es sich um Mikroben auf fernen Monden oder um hochkomplexe Zivilisationen handelt – die Entdeckung von extraterrestrischem Leben würde das Selbstverständnis der Menschheit in seinen Grundfesten erschüttern.
Ein Panel zwischen Kosmos und Psyche
Unter der Moderation von Dr. Tobias Beuchert treffen drei Experten aufeinander, die das Thema aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten:
- Die Suche nach den Spuren: Dr. Iva Vilović vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) erklärt den aktuellen Stand der Forschung. Wie realistisch ist es, in den nächsten Jahrzehnten Signaturen von Leben in fernen Atmosphären nachzuweisen?
- Die gesellschaftliche Schockwelle: Dr. Andreas Anton (IGPP Freiburg) erforscht die „Exosoziologie“. Er geht der Frage nach: Was passiert mit unserer Politik, unseren Religionen und unserem sozialen Gefüge, wenn wir Gewissheit über Nachbarn im All haben? Sind wir psychologisch überhaupt bereit für diesen Moment?
- Das Erbe der Visionen: Dr. Bernd Flessner (FAU ZIWIS) schlägt die Brücke zur Science-Fiction. Er analysiert, wie unsere literarischen Träume die reale Forschung beeinflussen und wo die Grenze zwischen wissenschaftlich fundierter Zukunftsreflexion und reiner Fantasie verläuft.
Mehr als nur grüne Männchen
Die Runde diskutiert nicht nur über die statistische Wahrscheinlichkeit von Leben, sondern auch über das Paradoxon: Wenn das Universum so groß ist, warum haben wir dann noch nichts gehört? Der Abend verspricht, das Thema „Aliens“ aus der Boulevard-Ecke zu holen und als eine der seriösesten und folgenreichsten Herausforderungen der modernen Wissenschaft zu präsentieren.
Ein Abend für alle, die über den Tellerrand der Erde hinausblicken wollen.
Mehr unter: www.deutsches-museum.de/nuernberg
